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<title>Der Osten - Entdecke wo du lebst</title>
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<description><![CDATA[Der Osten - Entdecke wo du lebst: Eine Sendung von MDR.]]></description>
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<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 07:04:17 +0000</pubDate>
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<title>Wild und grenzenlos – Der Oberlausitzer Bergweg</title>
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<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 02:10:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:e6720beeaf42655c?w=448&ch=8b65aa419cf2716e"></img><br/>Über erloschene Vulkankuppen, durch dichte Wälder und malerische Täler führt der Oberlausitzer Bergweg. Im östlichsten Zipfel Sachsens, zwischen Neukirch und Zittau, erleben Wandernde die einzigartige Kulturlandschaft des Oberlausitzer Berglands und des Zittauer Gebirges. Hier an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien waren Pflanzen- und Tierwelt über Jahrzehnte sich selbst überlassen. Heute pirschen sich Forscher an seltene Tagfalter heran und Vogelschützer seilen sich mutig an Steilhängen herab, um in den versteckten Gelegen der Uhus und Wanderfalken Jungvögel zu finden und sie zu beringen. 

DER OSTEN - ENTDECKE WO DU LEBST folgt dem Oberlausitzer Bergweg zu den höchsten und bekanntesten Gipfeln der Oberlausitz. Viele von ihnen - Valtenberg, Bielboh, Kottmar, Hochwald und Lausche – sind sagenumwoben und von ihren Bauden und Türmen eröffnen sich atemberaubende Fernsichten in das benachbarte böhmische Bergland bis ins Iser- und Riesengebirge. Unterwegs passiert der Grenzweg idyllische Dörfer mit ihren für diese Gegend typischen Umgebindehäusern und erzählt Geschichten von Menschen, die sich für den Erhalt dieser traditionellen Architektur einsetzen.

Die Bergwiesen im deutsch-tschechischen Grenzgebiet sind das Forschungsfeld von Stefan Brunzel. Der Schmetterlingsforscher erkundet hier die Artenvielfalt in grenznahen Regionen. Dass hier über Jahrzehnte nur wenig intensive Landschaft betrieben wurde, ist für die Tagfalter von Vorteil. Der Weg führt am weiter am „Schluckenauer Zipfel“ entlang, dem nördlichsten Teil Tschechiens, der bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs von Deutschböhmen bewohnt war. Die Gegend hat sich nach dem Krieg stark verändert, und die Überreste verlassener Gebäude erzählen davon. Werner Hentschel, dessen Familie seit Generationen in der Region ansässig ist, hat noch lebhafte Erinnerungen an diese Zeit. Nicole Wehle führt die Zuschauer zu einem kulturellen Phänomen in Sohland, wo zur Sommer- und Wintersonnenwende die Sonne durch bestimmte Öffnungen in einer Granitsteinanhäufung scheint, die als Thors Amboss bekannt ist. Er hat diese Steine platziert? Und welche Bedeutung hatten sie für die Menschen in der Steinzeit?

Mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen und persönlichen Geschichten geht DER OSTEN - ENTDECKE WO DU LEBST auf eine einzigartige Reise entlang des Oberlausitzer Bergwegs.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3062423">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Die Kamelien von Zuschendorf</title>
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<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:5e879cdee336bfcb?w=448&ch=acf769d300191668"></img><br/>Die Geschichte der Kamelien im Landschloss Pirna-Zuschendorf ist ein Stück sächsische Kulturgeschichte. Ein Ort, der fast verschwunden wäre und nun eine der bedeutendsten historischen Kameliensammlungen Deutschlands ist.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3358130">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Von ABBA bis Bach – Das Landesmusikgymnasium Wernigerode </title>
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<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:30329dd68c2e5ac3?w=448&ch=7c8e6bc387b6f42c"></img><br/>Eine Schule der Chöre - mit dieser Spezialisierung ist das Landesgymnasium für Musik in Wernigerode deutschlandweit einzigartig. Für den Film hat ein Kamerateam drei Monate lang hinter die Kulissen eines der besten Musikgymnasien Deutschlands geblickt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3356042">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Hexen, Harz und Hightech - Das neue Bergtheater Thale</title>
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<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 12:30:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:58f784d0bf6f9139?w=448&ch=2482053bd314f2c5"></img><br/>Ein Film von Swen Wudtke und Susann Häfke-Rook

Das Harzer Bergtheater Thale gehört zu den ältesten Naturbühnen in Deutschland. Und in den Augen vieler ist sie auch die schönste mit einem atemberaubenden Weitblick. Im Jahre 1903 gegründet durchläuft das Harzer Bergtheater manche Höhen und Tiefen: Massive Zerstörungen werden nach dem 2. Weltkrieg instandgesetzt, weitere Sanierungen folgen in den 60er und 90er Jahren. Die jüngsten Umbauarbeiten beginnen 2020. Im Mai 2025 ist feierliche Wiedereröffnung. Die Hoffnungen in Thale sind groß.

Den Weg vom traditionellen Bergtheater bis hin zu einer modernen Hightech-Arena unter freiem Himmel zeigt "Der Osten - Entdecke wo du lebst", eine Zeitreise auf dem Hexentanzplatz. Als etwa die alten Beleuchtertürme abgerissen werden und das Bergtheater sein markantes Gesicht verliert, muss Ronny Große "ein, zwei Tränen verdrücken." Doch der Intendant der Freilichtbühne sieht in diesem einschneidenden Erlebnis nicht nur Ab-, sondern vielmehr "Aufbruch, um das Theater ins jetzige Jahrtausend zu bringen." 

Dabei setzen die Verantwortlichen alles daran, den ursprünglichen Charme der Naturbühne zu erhalten. Und das eigene Musical "Walpurga" soll als Leuchtturm weit über die Harzer Grenzen strahlen und das altehrwürdige Bergtheater zu neuen Glanzzeiten führen. Für Alida Kulemann etwa geht damit ein Traum in Erfüllung. "Ich bin einfach nur geflasht", erzählt die junge Quedlinburgerin, als sie neben vielen anderen Darstellern das Casting Richtung "Walpurga"-Ensemble besteht. Mit im Ensemble sind aber auch Musicalstars wie Angelika Milster.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3248419">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Oranienbaum – Glanz und Schatten</title>
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<pubDate>Sat, 30 May 2026 12:30:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:f2b96924a13195b0?w=448&ch=d807724175be6e16"></img><br/>Oranienbaum erinnert an ein kleines Stückchen Holland mitten in Sachsen-Anhalt. Landschaftlich eingebettet in den Auen von Mulde und Elbe, liegt der kleine Ort mitten im Biosphärenreservat Mittelelbe und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Vor genau 350 Jahren schuf der niederländische Baumeister Cornelius Ryckwaert für Prinzessin Henriette-Catharina von Nassau-Oranien dieses barocke Ensemble aus Stadt, Schloss und Park – mit Pagode, chinesischem Teehaus und einer der längsten Orangerien Europas. Heute gilt Oranienbaum als beliebtes Ausflugsziel in der Region. 

Doch unweit dieses mitteldeutschen Kleinods, verborgen im Wald, spielten sich einst düstere und streng geheime Geschichten ab. 1935 entstand dort eine Munitionsfabrik. Zwangsarbeiter und Dienstverpflichtete füllten Granaten und Bomben mit Giftgas. Zum Ende des zweiten Weltkrieges lagerte hier genug Munition, um halb Mitteleuropa zu verseuchen. Zu DDR-Zeiten ging dieses dunkle Kapitel weiter. Auf dem Gelände, hinter Mauern und Stacheldraht verborgen, entwickelte und baute ein als Chemiewerk getarnter Betrieb Tellerminen und Selbstschussanlagen für die DDR-Grenze. Nach der Wende wurde alles vernichtet. Heute verfallen die Ruinen in den Wäldern bei Oranienbaum. Nur wenige im Ort sprechen darüber. 

Auch die Oranienbaumer Heide wurde Jahrzehnte als sowjetischer Truppenübungsplatz militärisch genutzt. Nach dem Abzug der Soldaten im Jahr 1992 konnte sich die Natur jedoch frei entfalten. Diese Entwicklung nutzen Wissenschaftler der Hochschule Anhalt: Gemeinsam mit dem Bundesforst und Naturschützern entsteht ein einzigartiger vielfältiger Lebensraum, in dem heute Konik-Pferde und Heckrinder zuhause sind. Die Tiere leben frei und halten die Heide offen. Ein unwirtliches, ehemals abgesperrtes Gebiet wandelt sich immer mehr, von Altlasten größtenteils beräumt, zu einer der artenreichsten Landschaften in Sachsen-Anhalt.

Gemeinsam mit Naturschützern, Zeitzeugen und Geschichtsforschern entdeckt der Film den Glanz von Oranienbaum und die Natur-Highlights im Biosphärenreservat, aber auch die dunklen Kapitel verborgen in den Wäldern vor der Stadt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3353474">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Altes Fachwerk, neuer Glanz - Osterwieck am Harz</title>
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<pubDate>Mon, 25 May 2026 18:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:4a31546b71ec7706?w=448&ch=94344a6996849813"></img><br/>"Osterwieck ist DIE Fachwerkperle im Harz", schwärmt Gerhard Schmuck. Der Gästeführer muss es wissen. In der Stadt gibt es über 400 historische Häuser mit prachtvollen Schnitzereien, farbigen Ornamenten und Inschriften, in teilweise geschlossenen historischen Straßenzügen - sie zählen zu den wertvollsten in den neuen Bundesländern, obwohl Wernigerode und Quedlinburg bekannter sind. Osterwieck, die kleine Schwester, ist die unterschätzte Schönheit.

"Wir sind leider noch kein touristisches Zentrum", sagt Thomas Hellmuth. Der 56-Jährige engagiert sich im Verein Schäfershof. Die denkmalgeschützte spätmittelalterliche Hofanlage ist das Kulturzentrum des städtischen Vereinslebens und ein Begegnungsort für alle. Gerade wird das Hauptgebäude Stück für Stück saniert. Und mit ganz viel Optimismus will man hier in ein paar Jahren fertig sein. 

Altes Fachwerk, neuer Glanz und großer Einsatz für eine lebendige Stadt. Immerhin feiert Osterwieck in diesem Jahr 1050-jähriges Jubiläum und viele legen sich ins Zeug. Einer ist Malte Theuerkauf. Aus dem alten E-Werk, einer Ruine, hat der 36-Jährige ein Eventwerk für Kulturveranstaltungen gemacht. Sogar Gregor Gysi, inzwischen Stammgast, hat die kleine Fachwerkstadt verzaubert. 

Liebe auf den ersten Blick war es für Thomas Hellmuth und Familie. Sie sind nach Osterwieck gezogen, weil sie sich in ein Haus verliebten. Auch Geigen- und Gambenbauerin Renate Fink hat die Fachwerkstadt in ihren Bann gezogen. Jetzt hat sie hier ihre Geigenwerkstatt und restauriert in kleinen Schritten ihr Fachwerkhaus. 

Es ist die Stadt im Harz mit dem meisten Zuzug, auch weil es das Fallstein-Gymnasium gibt. Die Schule als Ankerpunkt ist die nächsten vier Jahre gesichert. 

Viele Fachwerkhäuser wurden in den letzten Jahren saniert. Fast fertig ist der Gasthof "Zur Tanne". Zumindest die Fassade erstrahlt wieder in voller Pracht mit seinem Schnitzwerk, Sprüchen und Familienwappen. Die Frontseite ist beeindruckend - auch für Filmemacher. So wurde der Gasthof für den Film "Goethe", die ganze Stadt für "Till Eulenspiegel" zur Kulisse. Und auch Georg Clooney war hier. Ein Straßenzug hat es tatsächlich für sieben Sekunden in seinen Film "Monuments men - Ungewöhnliche Helden" geschafft.

In Osterwieck schlummert ein Schatz, der entdeckt werden will. Und alle Akteure, die sich für eine lebendige Stadt engagieren, hoffen auf mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit. "Mein Traum wäre, dass die Stadt ein touristischer Anziehungspunkt wird, dass es auch mal englisch klingt, dass die Leute draußen in Cafés sitzen", umreißt Thomas Hellmuth seine Zukunftsvision.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3352011">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Die Leitermacher aus dem Holzland - Sprosse um Sprosse </title>
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<pubDate>Sun, 24 May 2026 18:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:201521b45b7eba7a?w=448&ch=9623d0c35ea47e86"></img><br/>Aus dem Thüringer Holzland in Ostthüringen kommen seit Jahrhunderten handgefertigte Leitern. Sie sind begehrt vor allem bei Obstbauern und Handwerkern. Aber handgefertigte Holzleitern sind rar geworden. Der Rohstoff wächst vor der Haustür. Doch Dürre und Schädlinge zerstören den heimischen Wald. Den Leitermachern geht das Holz aus. Eine Handwerkertradition steht auf der Kippe. 

"Jetzt müssen wir kämpfen", sagt Leitermacher-Meister Torsten Jäger. Er führt im Leitermacherdorf Weißenborn eine Firma in dritter Generation. Ein alter Handwerksbetrieb, wie man ihn heute kaum noch findet. Gemeinsam mit seinem Vater Stephan baut er große Obstleitern, die reißenden Absatz finden. 

In den 1980ern gab es im Leitermacherdorf Weißenborn sechzig Firmen, heute sind es nur noch vier. Und die könnten unterschiedlicher nicht sein. Während in einem Betrieb an einer hochmodernen Produktionsstraße 30.000 Leitern im Akkord hergestellt werden, leimt der traditionelle Handwerksmeister jede Sprosse noch einzeln mit der Hand in die Holme. "Was lange hält, bringt kein Geld, doch ich will, das meine Leitern ewig halten", sagt Leitermacher Karl-Friedrich Triemer stolz.

Die Leitermacher sind eine Zunft, die ihre auch alten Traditionen weiterleben lassen. Immer zu Pfingsten zelebrieren sie das Maibaumsetzen. Alle Jahre wieder holen die Weißenborner Männer eine über dreißig Meter hohe Fichte aus ihrem Wald und stellen sie mitten im Dorf auf. Ein Spektakel, das von Jung und Alt gemeinsam gefeiert wird. Nur einmal, vor 50 Jahren, ist es ordentlich schiefgegangen. Der Baum fiel beim Setzen um. Das damals niemand erschlagen wurde, grenzt an ein Wunder.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3351827">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Die Leipziger Eisenbahnstraße – Brennpunkt und Szenemeile</title>
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<pubDate>Tue, 19 May 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b7e4d451d2f5b71d?w=448&ch=18bc43ff9dccc865"></img><br/>Hier entdeckte Gabi Sergel etwas, was sie längst verloren glaubte - ihre Liebe zu einem alten, mittlerweile verfallenen Kino. Auch andere sind dem Charme des Hauses erlegen. Gemeinsam bringen sie durch Baueinsätze und kleine Veranstaltungen neues Leben in den Saal. Es ist ein Mammutprojekt, das die Eisenbahnstraße noch jahrelang beschäftigen wird. 

Diese unfertigen Orte ziehen besonders junge Leute magisch an. Sie kommen von überall in den Leipziger Osten und suchen Platz für neue, teils unkonventionelle Ideen. Einer von ihnen ist Sam Fearon aus Honduras. Er baute in einer Nebenstraße eine alte Tankstelle zum Biergarten um. Jetzt träumt er davon, dass in der "Radtanke" Studenten und Familien mit Drag Queens feiern und Senioren Yoga machen. 

Für die Eisenbahnstraße und ihre angrenzenden Viertel ist die Vielfalt typisch. Hier leben auf knapp zweieinhalb Kilometern Länge Menschen aus über 70 Ländern. Trotz der positiven Entwicklung - das Negativ-Image der Straße als Kriminalitätsbrennpunkt verblasst nur langsam. 

Der ehemalige Polizeipräsident Bernd Merbitz erlebte die Bandenkriege oder die Einführung der Waffenverbotszone aus nächster Nähe und ist den Ruf der Straße dennoch leid. Kritikern entgegnet er ironisch: "Die Eisenbahnstraße ist nicht die gefährlichste Straße Deutschlands, sondern des ganzen Universums." 

Der Film blickt hinter die Klischees und zeigt den Alltag auf einer außergewöhnlichen Straße, die trotz - oder gerade wegen - ihrer Unterschiede immer populärer wird.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3350505">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Wie Phönix aus der Asche: Das Residenzschloss Dresden </title>
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<pubDate>Sat, 16 May 2026 12:30:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:409c8e2dbbc69684?w=448&ch=26a63206df05bc74"></img><br/>Nach 40 Jahren Wiederaufbau werden im Frühjahr 2026 die letzten repräsentativen Räume im Dresdner Schloss eingeweiht.

Wie beim Schuheputzen frottiert Hans-Christoph Walther die vergoldeten Gitter. Das Wachs muss runter, dann glänzen sie wieder und sind fertig für den Großen Ballsaal. Das ist einer der letzten repräsentativen Räume, die im Dresdner Schloss fertig werden. Nach 40 Jahren Wiederaufbau. Walther arbeitet von Anfang an auf dieser besonderen Baustelle. Erst als Malerlehrling, dann als Restaurator und schließlich in leitender Funktion. "Andere haben zwei Einfamilienhäuser gebaut, dazu ist es bei mir nicht gekommen. Ich habe mir ein Schloss bauen dürfen", sagt er dankbar.

Walther weiß, dass es alles andere als sicher war, dass das Dresdner Schloss im alten Glanz wieder erstehen wird. In den 50er Jahren wollte die DDR-Regierung die im Krieg völlig ausgebrannte Ruine am liebsten abreißen. Mit cleveren Tricks gelang es Denkmalschützern und engagierten Dresdnern, das zu verhindern. Als 1985 die Semperoper eingeweiht wurde, sprach Erich Honecker auf dem Theaterplatz. Dabei blickte er auf dafür eigens aufgestellte Baugerüste am Westflügel des Schlosses und konnte nicht umhin zu verkünden, dass auch mit der Außengestaltung dieses Gebäudes begonnen wird. 

Was im Jahr danach mit 15 Millionen DDR-Mark langsam losging, wurde nach der politischen Wende mit viel Kraft und Geld weitergeführt. Der Wiederaufbau des Dresdner Schlosses wird am Ende 407 Millionen Euro gekostet haben. Und geleistet wurde dabei schier Unglaubliches. Das Wiederbeleben von fast vergessenen Handwerkstechniken inklusive. Wie beim Gestalten der Sgraffito-Ikonografien im Großen Schlosshof. Durch das Wegkratzen einer weißen Kalkschicht über dunklem Putz entstanden hier wandfüllende Bildflächen, so groß wie sonst nirgends in Europa. 

Mit dem Großen Ballsaal und dem Propositionsaal ist nun der historische Rundgang auf der Festetage des Schlosses komplett. Die neue Dauerausstellung "Masken und Kronen" erzählt darin von Machtgebaren und Festkultur der sächsischen Kurfürsten. Zu sehen ist auch ein kostbares Zaumzeug für Pferdeschlitten von 1719 – drapiert auf einem extra dafür geschnitzten Holzpferd. Genutzt hatte es der Sohn August des Starken, um seine Auserwählte, eine Kaisertochter in Wien, bei einer Schlittenpartie zu beeindrucken. Stefanie Penthin hat die 17 Einzelteile über anderthalb Jahre gemeinsam mit ihren Kollegen restauriert und ist gespannt auf die Wirkung des atemberaubenden Ensembles in Rot und Gold in den neuen Sälen. 

Der Film "Wie Phönix aus der Asche – Das Residenzschloss Dresden" schaut auf 40 Jahre Schloss-Wiederaufbau zurück, zeigt die akribische Arbeit der Restauratoren und begleitet die letzten Vorbereitungen für die neue Ausstellung.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3349491">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Die Krämerbrücke – Das Herz von Erfurt</title>
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<pubDate>Thu, 14 May 2026 18:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:7725403fc4432450?w=448&ch=4adb9013a8afe01b"></img><br/>Sie ist berühmt und einzigartig nördlich der Alpen. Jeder, der Erfurt besucht, geht in der Altstadt von Erfurt einmal über die Krämerbrücke. Sie ist ein Touristenmagnet. Handwerker und individuelle kleine Läden prägen das romantische Flair. Hier arbeiten und leben 80 Menschen. Sie sind wie eine Familie. 

Der Film schaut auf die Geschichte dieses besonderen Ortes und erzählt von den Menschen, die hier wohnen oder arbeiten. Jeder von ihnen hat sich vorher beworben. Es ist ein Glücksfall, dass die Krämerbrücke fast vollständig in städtischem Besitz ist. Der Film bietet einen Blick hinter die Kulissen der alten Häuser, mit neuen Erkenntnissen über die bewegte Vergangenheit der 700-jährigen steinernen Brücke, die sich über den Fluss Gera im Herzen von Erfurt spannt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3348922">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Wie Phönix aus der Asche: Das Residenzschloss Dresden </title>
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<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:409c8e2dbbc69684?w=448&ch=26a63206df05bc74"></img><br/>Nach 40 Jahren Wiederaufbau werden im Frühjahr 2026 die letzten repräsentativen Räume im Dresdner Schloss eingeweiht.

Wie beim Schuheputzen frottiert Hans-Christoph Walther die vergoldeten Gitter. Das Wachs muss runter, dann glänzen sie wieder und sind fertig für den Großen Ballsaal. Das ist einer der letzten repräsentativen Räume, die im Dresdner Schloss fertig werden. Nach 40 Jahren Wiederaufbau. Walther arbeitet von Anfang an auf dieser besonderen Baustelle. Erst als Malerlehrling, dann als Restaurator und schließlich in leitender Funktion. "Andere haben zwei Einfamilienhäuser gebaut, dazu ist es bei mir nicht gekommen. Ich habe mir ein Schloss bauen dürfen", sagt er dankbar.

Walther weiß, dass es alles andere als sicher war, dass das Dresdner Schloss im alten Glanz wieder erstehen wird. In den 50er Jahren wollte die DDR-Regierung die im Krieg völlig ausgebrannte Ruine am liebsten abreißen. Mit cleveren Tricks gelang es Denkmalschützern und engagierten Dresdnern, das zu verhindern. Als 1985 die Semperoper eingeweiht wurde, sprach Erich Honecker auf dem Theaterplatz. Dabei blickte er auf dafür eigens aufgestellte Baugerüste am Westflügel des Schlosses und konnte nicht umhin zu verkünden, dass auch mit der Außengestaltung dieses Gebäudes begonnen wird. 

Was im Jahr danach mit 15 Millionen DDR-Mark langsam losging, wurde nach der politischen Wende mit viel Kraft und Geld weitergeführt. Der Wiederaufbau des Dresdner Schlosses wird am Ende 407 Millionen Euro gekostet haben. Und geleistet wurde dabei schier Unglaubliches. Das Wiederbeleben von fast vergessenen Handwerkstechniken inklusive. Wie beim Gestalten der Sgraffito-Ikonografien im Großen Schlosshof. Durch das Wegkratzen einer weißen Kalkschicht über dunklem Putz entstanden hier wandfüllende Bildflächen, so groß wie sonst nirgends in Europa. 

Mit dem Großen Ballsaal und dem Propositionsaal ist nun der historische Rundgang auf der Festetage des Schlosses komplett. Die neue Dauerausstellung "Masken und Kronen" erzählt darin von Machtgebaren und Festkultur der sächsischen Kurfürsten. Zu sehen ist auch ein kostbares Zaumzeug für Pferdeschlitten von 1719 – drapiert auf einem extra dafür geschnitzten Holzpferd. Genutzt hatte es der Sohn August des Starken, um seine Auserwählte, eine Kaisertochter in Wien, bei einer Schlittenpartie zu beeindrucken. Stefanie Penthin hat die 17 Einzelteile über anderthalb Jahre gemeinsam mit ihren Kollegen restauriert und ist gespannt auf die Wirkung des atemberaubenden Ensembles in Rot und Gold in den neuen Sälen. 

Der Film "Wie Phönix aus der Asche – Das Residenzschloss Dresden" schaut auf 40 Jahre Schloss-Wiederaufbau zurück, zeigt die akribische Arbeit der Restauratoren und begleitet die letzten Vorbereitungen für die neue Ausstellung.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3348290">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Das Kaufhaus Zeeck - Kaufrausch, Leerstand, große Träume</title>
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<pubDate>Tue, 05 May 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:32ec02e23cd116e5?w=448&ch=c44db6a452feef39"></img><br/>1998 hatte seine Mutter Thi Nga Dinh Vietnam verlassen, um sich in Deutschland mit ihrem Mann Khoi eine neue Zukunft aufzubauen. In einem der wenigen Geschäfte in der untersten Etage des Kaufhauses fängt sie als Schneiderin an. 2005 bietet sich ihr dann die große Chance: das Kaufhaus wird versteigert. Sie ergreift die Chance und wartet seitdem auf den richtigen Moment, das Kaufhaus wiederzubeleben. 

Es war 1908 eröffnet worden als Kaufhaus Zeeck. Das Gebäude, das in den 1920er Jahren erweitert wurde, ist ein herausragendes Beispiel der Warenhausarchitektur der Moderne abseits von Metropolen wie Berlin. Nach 1945 übernahm die DDR-Handels-Organisation HO das Haus. Als Magnet-Kaufhaus ist es vielen Dessauern in Erinnerung. Mit dem 100-jährigen Bauhausjubiläum 2026 soll es der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. In der zweiten Etage wird ein Teil der Jubiläumsausstellung gezeigt. Tran Vy Dinh und seine Familie hoffen, dass sich noch viel mehr entwickeln wird. Und nicht nur sie. "Mein Wunsch wäre es ja, wenn der Dachgarten wieder einmal so werden könnte wie früher und zugänglich wird", sagt Gerhard Klatt. Der 84-Jährige hat 1956 in dem Kaufhaus seine Lehre absolviert. Gemeinsam mit dem 27-Jährigen Vy geht er in den alten Räumen auf Spurensuche.

"Der Osten – entdecke wo du lebst" begleitet Tran Vy Dinh und seine Familie ein Jahr bis zu Ausstellungseröffnung und zeichnet dabei nicht nur die Geschichte einer mutigen Familie nach, sondern auch die Geschichte der Gründerfamilie Zeeck. Diese hatte in der Zeit der großen Warenkaufhäuser, vergleichbar mit Wertheim und Karstadt, von der Ostsee aus ein verzweigtes Geschäftsnetzwerk bis nach Dessau errichtet und Orte geschaffen, die bis heute das Gesicht unserer Innenstädte prägen. 

Ein Film von Marie-Kristin Landes.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3346203">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Kultauto Wartburg - Von Zweitaktduft und Schrauberlust</title>
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<pubDate>Fri, 01 May 2026 18:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b885c9dacd58d923?w=448&ch=53d4528a4abf0626"></img><br/>Die Automarke Wartburg hat Generationen geprägt und auch die Identität der Stadt Eisenach. Der Film erzählt von leidenschaftlichen jungen Leuten, ihrer Lust am Schrauben und ihrer besonderen Liebe zum Wartburg als Kultauto. Als das AWE, das Automobilwerk Eisenach, in dem der Wartburg gebaut wurde, nach der Wende schließen musste, waren viele von ihnen noch Kinder, manche nicht einmal geboren. Was reizt sie an diesen Zweitaktern mit markantem Klang und Geruch? Warum ist der Wartburg für sie Kult?

Die Wartburgschrauber aus Eisenach haben sich viel vorgenommen. In nur acht Wochen wollen sie "Karlchen" fahrtüchtig machen. Karlchen ist ein charmanter 311er Wartburg, Baujahr 1962, gereift und lebenserfahren, kein aufgespritzter Schönling, sondern echt, etwas wacklig auf den Rädern und auch der Motor stottert. Aber das soll sich ändern, eine echte Challenge, denn beim „Startklar“, dem beliebten Oldtimer-Treffen in Eisenach, soll er seinen großen Auftritt haben. Enrico Martin ist überzeugt: Wir schaffen das! Und mit ihm die anderen der Truppe, rund 14 Wartburgfans, der harte Kern der Eisenacher Wartburgschrauber. 

Tatsächlich ist der Wartburg-Kult keine regionale Besonderheit. Wartburgfans gibt es weltweit. Darunter eine leidenschaftliche Fangemeinde in Norwegen. Nach dem Vorbild der Eisenacher Wartburgschrauber trifft sich die Schrauber-Crew um Jon Thonnesen regelmäßig in der Nähe von Oslo, um ihre Wartburgs am Laufen zu halten. Jon selbst hatte sich seinen ersten Wartburg mit 15 Jahren gekauft und seitdem alle wichtigen Stationen seines Lebens mit diesen Autos erlebt.

Auch das Leben von Jessica Lindner-Elsner ist von den Wartburg-Autos geprägt. Die Historikerin arbeitet in der Automobilen Welt Eisenach, dem Wartburgmuseum im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Automobilwerkes. Sie interessiert besonders die Rolle der Frauen im Eisenacher Fahrzeugbau und was aus ihnen nach der Wende wurde. Ein Beispiel ist Petra Peterhänsel, die früher im AWE gelernt hat und heute Chefin des BMW-Werkes in Leipzig ist. Für die Historikerin Lindner-Elsner ist das eine spannende Konstellation, sind doch Wartburg- und BMW-Geschichte in Eisenach eng miteinander verknüpft.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3345230">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Technik, Tiere, Sensationen - Die Landwirtschaftsausstellung agra</title>
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<pubDate>Fri, 01 May 2026 13:50:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:8892c1f9b6171b0b?w=448&ch=1041432266c86997"></img><br/>"agra Markkleeberg – Universität im Grünen" – diesen Slogan kannte zu DDR-Zeiten jeder. Die kleine Stadt war dank der Landwirtschaftsschau zwischen Kap Arkona und Fichtelberg ein Begriff. Alljährlich im Sommer kamen bis zu 750.000 Besucherinnen und Besucher. Es war eine Messe der Superlative, die agra war wie eine Stadt in der Stadt und das Aushängeschild der DDR-Landwirtschaft. 

Angefangen hatte alles 1946 auf dem Rathausplatz von Markkleeberg mit einer Gartenbauausstellung. Nach dem Krieg sollten die hungrigen Leipzigerinnen und Leipziger gezeigt bekommen, wie sie sich selbst ernähren können. Die Ausstellung wuchs sprunghaft, zog um in den benachbarten Landschaftspark, den der Verleger Paul Herfurth um 1900 anlegen ließ.

Schnell war die agra das Schaufenster der DDR-Landwirtschaft, erklärt Brigitte Wiebelitz, die letzte Direktorin vor der Wende und die erste danach. "Die LPG-Bauern sollten lernen, mehr, besser und billiger zu produzieren." Legendär waren die großen Tierschauen und die Landtechnikparaden mit faszinierenden Choreografien von Mähdreschern und Traktoren. Wie auf allen Messen, wurden natürlich Neuheiten, Exotisches und Superlative präsentiert. Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze war schon als Kind regelmäßiger agra-Besucher: "Da konnte man viele Dinge sehen, die es in der DDR sonst nicht gab, wie echte Thüringer Rostbratwürste oder Milch in Tetra-Packs."

Mit dem Ende der DDR schien auch das Ende der agra besiegelt. Doch Brigitte Wiebelitz und andere Enthusiasten retteten die Agrarausstellung in die neue Zeit. Das hieß aber auch, Abschied zu nehmen von Markkleeberg, denn die neue agra wird seit 2005 auf der Neuen Messe in Leipzig veranstaltet. Der ursprüngliche Veranstaltungsort ist heute ein Erholungsgebiet. Und die in Markleeberger haben für ihren Herfurthschen Park ganz neue Pläne.

"Technik, Tiere, Sensationen" – ein Film übers Staunen, Lernen und Feiern, über den Wandel der Landwirtschaft und der agra in den vergangenen Jahrzehnten.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3345349">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Im Bann des Hexenbesens - Sagen und Abenteuer</title>
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<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:7b31f1d0a6053b5e?w=448&ch=fd492165f889cff3"></img><br/>Der Thüringer Harz hat eine neue Attraktion, den weltgrößten Hexenbesen inmitten der Erlebniswelt "Hex". Die Erkundung dieser Hexen-Erlebniswelt führt zu alten Hexensagen, zu modernen Hexen und in die Zeit der Hexenverfolgung. 

Im nördlichsten Zipfel Thüringens, in Rothesütte, wimmelt es vor kleinen Hexen und Zauberern. Aufgeregte Kinder sind auf dem Weg zu den Riesenrutschen am weltgrößten Hexenbesen. Danach soll es in die Hexenküche zum Zaubertränke-Brauen gehen und dann zur Besenflugschule oder in den Schatz-Suche-Tunnel. Bislang lag der Thüringer Harz eher im touristischen Dornröschenschlaf, trotz der schönen Landschaft und den vielen Ausflugsmöglichkeiten. Mit der Erlebniswelt soll sich das ändern. 

Alles begann mit der alten Grenzkaserne bei Rothesütte nahe der Landesgrenze. Die Stadt Nordhausen wollte das Objekt touristisch nutzen und so entstand die Idee zur Hexen-Erlebniswelt, weil der Harz nun mal für Hexen und Mystik berühmt ist. Wie all die Ideen für das Abenteuerland entstanden und was das alles mit der Geschichte der kleinen Hexe Aelfi zu tun hat, erzählt die Chefin der Erlebniswelt Veronika Töpfer. 

Warum der Harz eigentlich ein Hexen-Gebirge ist, wird mit drei Hexensagen erhellt. Im Steinmühlental, nahe der "Hex"-Erlebniswelt, spielen die Darsteller von der "Schattenwelt Südharz" die Sagen nach. Warum das Hexen-Thema so populär geworden ist, wird bei der Kräuterfrau Simone Detto und der Harz-Hexen-Krimi-Autorin Kathrin R. Hotowetz erkundet. Warum die Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert in Thüringen trotz der Reformation besonders schlimm wütete, erklärt der Historiker und Hexen-Experte Dr. Kai Lehmann. Was es mit den inzwischen so beliebten "Hexenfesten" Walpurgis und Halloween ursprünglich auf sich hatte, wird an uralten Opferplätzen gezeigt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3344255">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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