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<title>Der Osten - Entdecke wo du lebst</title>
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<description><![CDATA[Der Osten - Entdecke wo du lebst: Eine Sendung von MDR.]]></description>
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<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:42:26 +0000</pubDate>
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<title>Das Kaufhaus Zeeck - Kaufrausch, Leerstand, große Träume</title>
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<pubDate>Tue, 05 May 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:32ec02e23cd116e5?w=448&ch=c44db6a452feef39"></img><br/>1998 hatte seine Mutter Thi Nga Dinh Vietnam verlassen, um sich in Deutschland mit ihrem Mann Khoi eine neue Zukunft aufzubauen. In einem der wenigen Geschäfte in der untersten Etage des Kaufhauses fängt sie als Schneiderin an. 2005 bietet sich ihr dann die große Chance: das Kaufhaus wird versteigert. Sie ergreift die Chance und wartet seitdem auf den richtigen Moment, das Kaufhaus wiederzubeleben. 

Es war 1908 eröffnet worden als Kaufhaus Zeeck. Das Gebäude, das in den 1920er Jahren erweitert wurde, ist ein herausragendes Beispiel der Warenhausarchitektur der Moderne abseits von Metropolen wie Berlin. Nach 1945 übernahm die DDR-Handels-Organisation HO das Haus. Als Magnet-Kaufhaus ist es vielen Dessauern in Erinnerung. Mit dem 100-jährigen Bauhausjubiläum 2026 soll es der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. In der zweiten Etage wird ein Teil der Jubiläumsausstellung gezeigt. Tran Vy Dinh und seine Familie hoffen, dass sich noch viel mehr entwickeln wird. Und nicht nur sie. "Mein Wunsch wäre es ja, wenn der Dachgarten wieder einmal so werden könnte wie früher und zugänglich wird", sagt Gerhard Klatt. Der 84-Jährige hat 1956 in dem Kaufhaus seine Lehre absolviert. Gemeinsam mit dem 27-Jährigen Vy geht er in den alten Räumen auf Spurensuche.

"Der Osten – entdecke wo du lebst" begleitet Tran Vy Dinh und seine Familie ein Jahr bis zu Ausstellungseröffnung und zeichnet dabei nicht nur die Geschichte einer mutigen Familie nach, sondern auch die Geschichte der Gründerfamilie Zeeck. Diese hatte in der Zeit der großen Warenkaufhäuser, vergleichbar mit Wertheim und Karstadt, von der Ostsee aus ein verzweigtes Geschäftsnetzwerk bis nach Dessau errichtet und Orte geschaffen, die bis heute das Gesicht unserer Innenstädte prägen. 

Ein Film von Marie-Kristin Landes.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3346203">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Kultauto Wartburg - Von Zweitaktduft und Schrauberlust</title>
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<pubDate>Fri, 01 May 2026 18:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b885c9dacd58d923?w=448&ch=53d4528a4abf0626"></img><br/>Die Automarke Wartburg hat Generationen geprägt und auch die Identität der Stadt Eisenach. Der Film erzählt von leidenschaftlichen jungen Leuten, ihrer Lust am Schrauben und ihrer besonderen Liebe zum Wartburg als Kultauto. Als das AWE, das Automobilwerk Eisenach, in dem der Wartburg gebaut wurde, nach der Wende schließen musste, waren viele von ihnen noch Kinder, manche nicht einmal geboren. Was reizt sie an diesen Zweitaktern mit markantem Klang und Geruch? Warum ist der Wartburg für sie Kult?

Die Wartburgschrauber aus Eisenach haben sich viel vorgenommen. In nur acht Wochen wollen sie "Karlchen" fahrtüchtig machen. Karlchen ist ein charmanter 311er Wartburg, Baujahr 1962, gereift und lebenserfahren, kein aufgespritzter Schönling, sondern echt, etwas wacklig auf den Rädern und auch der Motor stottert. Aber das soll sich ändern, eine echte Challenge, denn beim „Startklar“, dem beliebten Oldtimer-Treffen in Eisenach, soll er seinen großen Auftritt haben. Enrico Martin ist überzeugt: Wir schaffen das! Und mit ihm die anderen der Truppe, rund 14 Wartburgfans, der harte Kern der Eisenacher Wartburgschrauber. 

Tatsächlich ist der Wartburg-Kult keine regionale Besonderheit. Wartburgfans gibt es weltweit. Darunter eine leidenschaftliche Fangemeinde in Norwegen. Nach dem Vorbild der Eisenacher Wartburgschrauber trifft sich die Schrauber-Crew um Jon Thonnesen regelmäßig in der Nähe von Oslo, um ihre Wartburgs am Laufen zu halten. Jon selbst hatte sich seinen ersten Wartburg mit 15 Jahren gekauft und seitdem alle wichtigen Stationen seines Lebens mit diesen Autos erlebt.

Auch das Leben von Jessica Lindner-Elsner ist von den Wartburg-Autos geprägt. Die Historikerin arbeitet in der Automobilen Welt Eisenach, dem Wartburgmuseum im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Automobilwerkes. Sie interessiert besonders die Rolle der Frauen im Eisenacher Fahrzeugbau und was aus ihnen nach der Wende wurde. Ein Beispiel ist Petra Peterhänsel, die früher im AWE gelernt hat und heute Chefin des BMW-Werkes in Leipzig ist. Für die Historikerin Lindner-Elsner ist das eine spannende Konstellation, sind doch Wartburg- und BMW-Geschichte in Eisenach eng miteinander verknüpft.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3345230">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Technik, Tiere, Sensationen - Die Landwirtschaftsausstellung agra</title>
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<pubDate>Fri, 01 May 2026 13:50:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:8892c1f9b6171b0b?w=448&ch=1041432266c86997"></img><br/>"agra Markkleeberg – Universität im Grünen" – diesen Slogan kannte zu DDR-Zeiten jeder. Die kleine Stadt war dank der Landwirtschaftsschau zwischen Kap Arkona und Fichtelberg ein Begriff. Alljährlich im Sommer kamen bis zu 750.000 Besucherinnen und Besucher. Es war eine Messe der Superlative, die agra war wie eine Stadt in der Stadt und das Aushängeschild der DDR-Landwirtschaft. 

Angefangen hatte alles 1946 auf dem Rathausplatz von Markkleeberg mit einer Gartenbauausstellung. Nach dem Krieg sollten die hungrigen Leipzigerinnen und Leipziger gezeigt bekommen, wie sie sich selbst ernähren können. Die Ausstellung wuchs sprunghaft, zog um in den benachbarten Landschaftspark, den der Verleger Paul Herfurth um 1900 anlegen ließ.

Schnell war die agra das Schaufenster der DDR-Landwirtschaft, erklärt Brigitte Wiebelitz, die letzte Direktorin vor der Wende und die erste danach. "Die LPG-Bauern sollten lernen, mehr, besser und billiger zu produzieren." Legendär waren die großen Tierschauen und die Landtechnikparaden mit faszinierenden Choreografien von Mähdreschern und Traktoren. Wie auf allen Messen, wurden natürlich Neuheiten, Exotisches und Superlative präsentiert. Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze war schon als Kind regelmäßiger agra-Besucher: "Da konnte man viele Dinge sehen, die es in der DDR sonst nicht gab, wie echte Thüringer Rostbratwürste oder Milch in Tetra-Packs."

Mit dem Ende der DDR schien auch das Ende der agra besiegelt. Doch Brigitte Wiebelitz und andere Enthusiasten retteten die Agrarausstellung in die neue Zeit. Das hieß aber auch, Abschied zu nehmen von Markkleeberg, denn die neue agra wird seit 2005 auf der Neuen Messe in Leipzig veranstaltet. Der ursprüngliche Veranstaltungsort ist heute ein Erholungsgebiet. Und die in Markleeberger haben für ihren Herfurthschen Park ganz neue Pläne.

"Technik, Tiere, Sensationen" – ein Film übers Staunen, Lernen und Feiern, über den Wandel der Landwirtschaft und der agra in den vergangenen Jahrzehnten.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3345349">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Im Bann des Hexenbesens - Sagen und Abenteuer</title>
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<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:7b31f1d0a6053b5e?w=448&ch=fd492165f889cff3"></img><br/>Der Thüringer Harz hat eine neue Attraktion, den weltgrößten Hexenbesen inmitten der Erlebniswelt "Hex". Die Erkundung dieser Hexen-Erlebniswelt führt zu alten Hexensagen, zu modernen Hexen und in die Zeit der Hexenverfolgung. 

Im nördlichsten Zipfel Thüringens, in Rothesütte, wimmelt es vor kleinen Hexen und Zauberern. Aufgeregte Kinder sind auf dem Weg zu den Riesenrutschen am weltgrößten Hexenbesen. Danach soll es in die Hexenküche zum Zaubertränke-Brauen gehen und dann zur Besenflugschule oder in den Schatz-Suche-Tunnel. Bislang lag der Thüringer Harz eher im touristischen Dornröschenschlaf, trotz der schönen Landschaft und den vielen Ausflugsmöglichkeiten. Mit der Erlebniswelt soll sich das ändern. 

Alles begann mit der alten Grenzkaserne bei Rothesütte nahe der Landesgrenze. Die Stadt Nordhausen wollte das Objekt touristisch nutzen und so entstand die Idee zur Hexen-Erlebniswelt, weil der Harz nun mal für Hexen und Mystik berühmt ist. Wie all die Ideen für das Abenteuerland entstanden und was das alles mit der Geschichte der kleinen Hexe Aelfi zu tun hat, erzählt die Chefin der Erlebniswelt Veronika Töpfer. 

Warum der Harz eigentlich ein Hexen-Gebirge ist, wird mit drei Hexensagen erhellt. Im Steinmühlental, nahe der "Hex"-Erlebniswelt, spielen die Darsteller von der "Schattenwelt Südharz" die Sagen nach. Warum das Hexen-Thema so populär geworden ist, wird bei der Kräuterfrau Simone Detto und der Harz-Hexen-Krimi-Autorin Kathrin R. Hotowetz erkundet. Warum die Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert in Thüringen trotz der Reformation besonders schlimm wütete, erklärt der Historiker und Hexen-Experte Dr. Kai Lehmann. Was es mit den inzwischen so beliebten "Hexenfesten" Walpurgis und Halloween ursprünglich auf sich hatte, wird an uralten Opferplätzen gezeigt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3344255">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Im Reich der Blumenkönigin – Rosarium Sangerhausen</title>
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<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 12:30:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:f5db35231f6150eb?w=448&ch=d18888e999f6f7c9"></img><br/>Nach Sangerhausen im Südharz pilgern seit über 100 Jahren Rosenfreunde aus aller Welt. Für sie ist das Rosarium der "Gral" und der wichtigste Ort weltweit. Rosenzüchterin und Sammlerin Eilike Vemmer weiß mehr über die 5.000-jährige Geschichte der Blume als manche Expertin und schwärmt: "Es sind so viele Rosen hier, man kann die beim ersten Mal oder einmal überhaupt nicht aufnehmen. Jedes Mal, wenn ich hierher komme, sehe ich etwas Neues. Es blüht ja auch nicht alles zur gleichen Zeit und im Herbst ist oftmals vieles noch schöner von den Farben her, als im Sommer. Auch im Winter ist es interessant, auch durch die Gehölze. Man kann auch die Wuchsform der Rosen sehen, besser als wenn sie grün sind."

Das Rosarium ist die weltweit größte Rosensammlung. Mehr als 8.700 Arten werden hier aufbewahrt: Kletterrosen, Teerosen, historische Rosen, Duftrosen, moderne Rosen, preisgekrönte und schwierige Sorten. Denn die Mitarbeiter des Rosariums suchen geradezu die Herausforderung.

"Wir sind kein Schaugarten, sondern auch für den Fortbestand der unterschiedlichen Rosensorten zuständig. Und da müssen wir uns auch um solche kümmern, die viel Pflege bedürfen und vielleicht nicht die schönsten Rosen der Welt sind", sagt Thomas Hawel, Leiter des Rosariums. Er ist einer der wenigen Fachleute in Deutschland, die Rosen prüfen dürfen. Die "Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung" ist die härteste Rosenprüfung der Welt. Sie dauert drei Jahre und nicht jede neue Züchtung besteht sie. 

Im späten Frühjahr und Sommer duftet und brummt der Rosenpark, wenn sich Bienen und Hummeln in den Duftrosen niederlassen und zusammen mit der bunten Vogelwelt den akustischen Teppich bilden, auf dem die Königin der Blumen gebettet wird. Doch im Rosarium stehen auch über 350 Gehölzarten, hunderte Kräutersorten und Zierpflanzen, arrangiert von Kevin Mölzner. Vor 15 Jahren hat der im Rosarium als Lehrling angefangen. Mittlerweile ist der 33-Jährige Chefgärtner und erweckt das Rosarium jeden Morgen punkt 6 Uhr zum Leben. 

So bunt wie die Rosenbeete ist auch die Geschichte des Parks. In diese taucht der Film ein mit Hella Brumme, der ehemaligen Leiterin des Rosariums. Sie ist eine der weltweit besten Rosenkennerinnen und berichtet von versteckten Kaiserinnen und Reputationsrosen nach Moskau. 

Der Film in der Reihe "Der Osten - Entdecke wo du lebst" schaut auch hinter die Kulissen des Rosariums. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können bei einer Rosenprüfung dabei sein und Menschen kennen lernen, die auf ihre ganz eigene Art mit dem Rosengarten verbunden sind. Und natürlich zeigt er auch die schönsten Rosen der Welt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3343616">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Spargel aus der Altmark – Die Diva und ihre Bauern</title>
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<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:19195789df14892d?w=448&ch=4d88ae3c2b52c109"></img><br/>Klaus Heinl ist einer der größten Spargelbauern in der Altmark. "Meine ganze Familie hat schon immer Gemüse angebaut, auch Spargel. Aber halt in kleineren Dimensionen und ich bin dann 1996 in die Altmark gekommen und hab hier die tollen Ackerflächen und Böden gesehen. Und da bin ich geblieben. Der Zugezogene aus Franken und große Fan des altmärkischen Bodens baut innovativ an, so dass er schon als einer der Ersten im März ernten kann. 

Mit seinen Innovationen tritt er quasi in die Fußstapfen von August Huchel, der in Osterburg 1929 die erste deutsche Spargelhochzuchtgesellschaft gründete und dessen Einfluss bis heute den Spargelanbau in Europa prägt. Dabei forschte und entwickelte Huchel vor allem zur Ertragssteigerung des edlen Gemüses und zu einzelnen Sorten. Sein Andenken wird in Osterburg bis heute lebendig gehalten. 

Allen voran Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose und der kürzlich verstorbene Kreismuseumsleiter Frank Hoche. Sie möchten August Huchel sogar ein Denkmal setzen: "Osterburg ist ja die Stadt des Spargels und dann kommt es uns natürlich auch sehr recht, dass August Huchel sich Osterburg für die Gründung der Spargelhochzuchtgesellschaft ausgesucht hat. Das passt natürlich sehr gut und wir feiern ja hier bis heute einmal jährlich unser Spargelfest", berichtet Klaus-Peter Gose stolz. 

Zu DDR-Zeiten war das "Weiße Gold" ein beliebtes Tauschmittel. Familie Zacharias erinnert sich noch genau, wie das damals ablief: „Körbeweise haben wir den Spargel aus unserem Osterburger Kleingarten nach Berlin gefahren und gegen andere Sachen getauscht.“ Denn im typischen DDR-Gemüsehandel suchte man Spargel vergebens. Noch heute baut Familie Zacharias ein paar Reihen im Garten an, jetzt aber nur für den Eigenbedarf. Und ihre Schwiegertochter ist sogar die amtierende Spargelkönigin. 

Mitte Februar hat Spargelbauer Klaus Heinl seine Tochter Laura zur Unterstützung auf dem Spargelfeld dabei. Sie studiert Landwirtschaft in Halle und soll mal in den Hof und das Spargelgeschäft einsteigen. Souverän fährt sie mit dem Traktor Folien über die aufgehäuften Spargelbeete aus und auch sie ist Fan der weißen Stangen. 

Erst Ende März wird der Spargel auf den Feldern von Tim Garlipp und seinem Sohn Arne zugedeckt. Sie bauen traditionell weiter im Freiland an. Auch sie starteten den Spargelanbau 1996. Tim Garlipp lernte vor der Wende noch im Gemüseanbau einer LPG und kaufte dann nach der Wende einen der Höfe dieser landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. Nach und nach wurde auch Familie Garlipp zu einem der größeren Spargelanbauer der Altmark. Sie ernten allerdings später und von Hand. Das geht nur mit Unterstützung von rund 80 Saisonarbeitskräften aus Rumänien. 

Diese Familien- und Spargelgeschichten erzählt Jana Lindner in ihrem Film in der Reihe "Der Osten - Entdecke wo du lebst".<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3342202">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Vögel des Glücks - Kranichtreffen in Mitteldeutschland</title>
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<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:a31fe0698e30a5d5?w=448&ch=1292b7b2eacea384"></img><br/>Imposant sind sie und ihr Rufen ist im Frühjahr und Herbst weithin zu hören - Kraniche. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hat ihre Zahl in Mitteldeutschland stetig zugenommen. Waren die überaus scheuen Tiere zuerst nur einzeln als Brutvögel in unserer Region zu finden, sind es inzwischen viele tausende, die im großen Vogelzug über das Land fliegen. 40.000 Kraniche wurden allein an einem Abend am thüringischen Helmestausee am Kyffhäuser gezählt.
So großartig die Tiere auch sind, sie machen auch Probleme, fressen während ihrer Rast die junge Saat der Bauern oder sorgen durch ihren Schutzstatus für Unmut unter den Anglern und Campern an den Stauseen.
Der Film begleitet einen Kranichfotografen auf seinen Fototouren durch Mitteldeutschland, Vogelfreunde beim großen Zählen der Kraniche und Naturschützer, die uns exklusive Einblicke in geschützte Refugien gewähren.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3341836">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz</title>
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<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:7088300a7621efef?w=448&ch=e3c46a3ead421e68"></img><br/>Unübersehbar thront sie inmitten des Elbsandsteingebirges. Burg Hohnstein krönt einen hohen einzelnen Felsen, umgeben von tiefen Abgründen, unter ihr das romantische Polenztal und das kleine Städtchen Hohnstein. Urkundlich wird sie das erste Mal 1317 erwähnt. Seitdem hat Burg Hohnstein eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Von der Raubburg zum Jagdschloss der Wettiner, von dem kurfürstlichen Amt zum Gefängnis, von der weltweit größten Jugendburg zu einem der ersten Konzentrationslager. Heute befindet sich hier wieder eine Jugendherberge. 

"Natürlich hat mich diese KZ-Geschichte echt geschockt. Ich habe wirklich überlegt, ob ich hier richtig bin“, meint die fünfzehnjährige Lena, die hier gerade ihre Rüstzeit verbringt. "Dann aber habe ich gedacht, wer, wenn nicht wir jungen Menschen müssen diesen Ort bevölkern, unbedingt. Wir sind doch das Leben.“ Das sieht Gabriele Hahn auch so, es wäre im Sinne ihres Großvaters Konrad Hahnewald, dem ersten Burgwart der Jugendherberge in den 1920er Jahren. Hahnewald ist hier 1933 grausam von der SA misshandelt worden. Er habe sich geweigert, die Hakenkreuzfahne auf der Burg Hohnstein zu hissen, berichtet seine Enkelin. In den wenigen Monaten bis zur Schließung des Konzentrationslagers im Jahr 1934 wurden in Hohnstein 5.600 Menschen inhaftiert, misshandelt und gequält. 

Nach dem Krieg wurde die Burg wieder Jugendherberge - die größte in der DDR. Heute ist die Burg für den Hohnsteiner Bürgermeister Daniel Brade Wahrzeichen und Touristenmagnet. 2018 wurde sie von der Stadt übernommen. Ein Kraftakt, denn seitdem kämpft die Kommune Tag für Tag um die wirtschaftliche Stabilität und beantragte Fördergelder. "Wir haben so ein Glück gehabt, dass wir die Mittel vom Bund, vom Freistaat und Landkreis bekommen haben, dass wir die Burg endlich sanieren können. Es war höchste Zeit", sagt der Bürgermeister. Zur Verfügung stehen insgesamt 45 Millionen Euro. Bis 2028 soll alles fertig sein - auch der Erlebnispfad, mit dem die Burg dann ihre Gäste hochlocken will. 20.000 sind das derzeit pro Jahr. Es können aber ruhig noch einige mehr werden.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3340193">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Das Gondwanaland in Leipzig: Urwald in der Großstadt</title>
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<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:5e77228f6c6f0225?w=448&ch=bfdfd45d3e023b62"></img><br/>Es war eines der kühnsten Bauprojekte Mitteldeutschlands: 2011 wird im Leipziger Zoo die Zeit zurückgedreht. Nach einem gewaltigen Urknall öffnet das Gondwanaland seine Pforten: der Urkontinent - ein Dschungel auf einer Fläche von 16.500 Quadratmetern. Urzeitriesen und Urzeitwesen bevölkern seitdem diese europaweit einzigartige Tropenhalle - ein Regenwald mitten in der Großstadt: verschlungene Pfade, unwegsames Dickicht, gigantische Baumriesen. Niemand konnte vorausahnen, wie gut es gelingen würde, in dieser künstlichen Umgebung einen nahezu natürlichen Lebensraum für fast 170 Tierarten zu simulieren - unter ihnen Schabrackentapire, Zwergflusspferde und Ozelots.

Haben sich die Erwartungen erfüllt? Der Film blickt zurück auf spannende Jahre im Gondwanaland und rückt seinen Bewohnern mit modernster Kameratechnik bei Tag und Nacht dicht auf den Pelz: Neue Tiere sind eingezogen, andere haben die Tropenhalle wieder verlassen. Und das unvergessene Opossum Heidi hat es sogar zum weltberühmten Star "Made in Gondwana" gebracht. Tiere und Pflanzen haben ihren künstlichen Lebensraum angenommen. So gut, dass viele Tierarten regelmäßig für Nachwuchs sorgen: Riesenotter, Dikdiks und vor allem die Quolls, tasmanische Tüpfelbeutelmarder, die von Leipzig ihren Siegeszug durch die ganze Welt antraten. 

Aber nicht nur die großen Berühmtheiten machen das Gondwanaland aus. Im Unterholz, in teilweise verborgenen Winkeln leben kleine und kleinste Amphibien, die man nur allzu leicht übersieht. Winkerfrösche, Baumsteiger oder Tomatenfrösche - unzählige Lurche leben mittlerweile frei in der Tropenhalle. Will Bereichsleiter Michael Ernst seine verborgenen Schätze in Augenschein nehmen, muss er allerdings eine Extra-Schicht einlegen: Die winzigen Tiere kommen häufig erst nachts aus ihren Verstecken. 

Auch die Flora bietet Erstaunliches: Der Dschungel ist mittlerweile so dicht, dass Gondwana-Gärtner Christian Ludwig regelmäßig mit der Machete ran muss. Sehr zur Freude der Tapire, welche frisch gefällte Bananenstauden mit Genuss verspeisen.

Um all dies zu ermöglichen, betreibt der Zoo einen enormen technischen Aufwand: Eine bis ins kleinste Detail ausgeklügelte Klimatechnik, eine Beregnungsanlage, die vornehmlich nachts ergiebige Regenschauer auf Gondwana niedergehen lässt und eine hocheffiziente Filteranlage, die klare Sicht in künstlichen Seen und Flüssen schafft. Eine Herausforderung bereitet Bauleiter Johannes Becker jedoch ständig Sorgen: Die hohe Luftfeuchtigkeit. Sie nagt vor allem an den hölzernen Bauten in der Halle. Hier muss ständig nachgebessert und optimiert werden.

"Der Osten - Entdecke wo du lebst" blickt hinter die Kulissen eines Leipziger Kontinents, der zwar erst seit 2011 besteht - seine Besucher aber 150 Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit versetzt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3338206">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Pfingstrosen und Tulpen - Mitteldeutschlands Blumenmeer</title>
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<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 18:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:947242010f390d30?w=448&ch=391d25489de62ba2"></img><br/>Es blüht in Sachsen-Anhalt. Auf höchstem Niveau! Die heimischen Tulpen und Pfingstrosen sind deutschlandweit, ja weltweit begehrt. Hinter den zarten Exportschlagern stehen Menschen mit Leidenschaft. Steffen Schulze aus Nauendorf bei Halle ist mit über 600 Pfingstrosensorten einer der führenden Züchter und Veredler der prachtvollen Päonien in ganz Deutschland. 

Tulpenzwiebeln sind das Familiengeschäft der Degenhardts. Auf 300 Hektar betreiben sie in Schwaneberg bei Magdeburg hocheffektive Landwirtschaft mit Schwerpunkt auf Produktion der hochwertigen Zwiebeln. In ihrer Größe sind die Degenhardts die einzigen in Deutschland und ihre blühenden Tulpenfelder können es mit den holländischen Markenführern spielend aufnehmen. Jedes Frühjahr versammeln sich unzählige Schaulustige an ihren in allen Farben leuchtenden Feldern.  

So verschieden die beiden Blumenbetriebe sind, vereint sie die Liebe und Leidenschaft für ihre einzigartigen Produkte. Dabei beschränkt sich die Arbeit nicht auf die besonders attraktive Blütezeit im Frühjahr und Frühsommer. Im Blumenjahr gibt es immer etwas zu tun, nicht zuletzt gilt es, Pfingstrosen zu veredeln und Tulpen zu köpfen. Und wenn es bei der Zwiebelernte auf jede Hand ankommt, packt die ganze Familie an. In Schwaneberg ist bereits die fünfte Generation auf dem Tulpenfeld aktiv, in Nauendorf arbeitet sich gerade die dritte Gärtnergeneration ein. 

Der Film "Pfingstrosen & Tulpen" schaut über ein ganzes Blumenjahr immer wieder hinter die Kulissen der beiden Familienbetriebe. 

Ein Film von Britta Bibiko<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3338108">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Schloss Weesenstein – Perle aus Sachsens Krone</title>
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<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 18:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:e48ed729da988709?w=448&ch=f37c6e6205fb8917"></img><br/>Weesenstein - ein Schloss, das den Keller im 5. und die Pferdeställe im 4. Stockwerk beherbergt. Ein Schloss, das jahrhundertelang Wohnstätte von Rittern, Fürsten und Königen war und das von oben nach unten gebaut wurde. Nirgendwo gibt es so viele original erhaltene Möbel und Einrichtungsgegenstände wie hier: von der wertvollen goldenen Ledertapete bis zum Nachttopf.

Heute kann man hier Hochzeit feiern und die Brautpaare lassen sich vor der traumhaften Kulisse des Schlosses fotografieren. Und kaum jemand weiß noch, dass hier während des II. Weltkrieges Gemälde von Rembrandt, Tizian und Caspar David Friedrich aus der Dresdner Gemäldegalerie versteckt waren. 

Weesenstein erlangte spätestens im Jahr 2002 bundesweit traurige Berühmtheit, als der kleine Ort rund ums Schloss von der Jahrhundertflut nahezu zerstört wurde, als hier Menschen starben - und auch der barocke Schlosspark nur noch eine Schlammwüste war, die der sonst idyllische Fluss Müglitz hinterlassen hat.

Der Film beschäftigt sich mit der bewegten Geschichte des Schlosses und erzählt Geschichten der Menschen, die heute hier arbeiten und leben. Das MDR-Team trifft Fluthelfer von 2002, die sich an die Katastrophe und die mühsamen Aufräumarbeiten erinnern, erlebt aber auch den Alltag einer 90-jährigen Dame, die seit Jahrzehnten im Schloss wohnt. Und es ist dabei, wenn die Gärtner 4.000 Sommerblumen in die Beete des Schlossparks pflanzen. 

Die Kamera schaut hinter sonst fest verschlossene Türen und nimmt die Zuschauer mit durch die Geheimgänge der Burg bis hinauf in den Turm, wo die alte Uhr immer mal wieder gestellt werden muss, weil sie manchmal vor- oder nachgeht.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3337801">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Leipzigs Unterwasserwelt – Das neue Zoo-Aquarium</title>
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<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 14:10:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:490e90af4588e01f?w=448&ch=a3e0b8f9ef4ed618"></img><br/>Ein Film von Axel Friedrich

Wie organisiert man den Umzug von 3.000 Fischen und anderen Wassertieren - von A wie Anemonenfisch bis Z wie Zackenbarsch? Über drei Jahre begleitet der Film den Umbau des Leipziger Aquariums: Vom Abriss der alten Gebäude, über die Aus- und Einzüge der Fische bis zur Neueröffnung im Frühjahr 2022. 

Es musste etwas passieren im Leipziger Zoo-Aquarium, dem zweitältesten öffentlichen Aquarium Deutschlands. Das Salzwasser hatte sich ins Gemäuer gefressen. Die Technik war veraltet. Das Dach undicht und überall Rost. Doch, mal eben ein Aquarium umbauen - kein ganz einfaches Unterfangen: Allein der Umzug der Tiere - eine logistische Meisterleistung. 

Einige verbringen die Bauzeit in eigens aufgebauten Zwischenbecken auf dem Zoogelände. Andere werden an Aquarien und Zoos in ganz Deutschland abgegeben. Und schließlich suchen die Zoo-Kuratoren europaweit nach neuen Fischen und Wassertieren, die die Leipziger Unterwasserwelt künftig bevölkern sollen.

Was es bedeutet, ein teilweise unter Denkmalschutz stehendes, marodes Aquarium fit für die Zukunft zu machen, davon erzählt dieser Film aus der Sendereihe "Der Osten - Entdecke wo du lebst".<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3337482">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Zucker und Tradition - Dresdens süße Seiten</title>
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<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 20:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:8b06fa8e10603020?w=448&ch=bd8d933cccd7bbe5"></img><br/>Dresden ist nicht nur Barockstadt, Kunstmetropole und Musikzentrum - Dresden ist auch eine Stadt der süßen Verführungen. Es ist ganz einfach, sich auf eine genussvolle Reise durch die Geschichte der Patisserie zu begeben und zu zeigen, warum das Süße bis heute fester Bestandteil der Esskultur ist.

Im Mittelpunkt steht das Deutsche Archiv der Kulinarik in Dresden - die größte öffentlich zugängliche Sammlung von Kochbüchern, Menü- und Speisekarten im deutschsprachigen Raum. Allein die rund 1.200 Bände aus der Schenkung von Walter Poganietz dokumentieren eindrucksvoll die Entwicklung der Patisserie vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie erzählen von Traditionen, Techniken und vom Wandel des Geschmacks.

Dass ein gutes Menü klassisch deftig beginnt und süß endet, hat historische Gründe. Historiker Josef Matzerath verweist auf die antike Verdauungslehre: "Süßspeisen galten einst als hilfreich für die "Verkochung" der Speisen im Körper. Auch wenn diese Vorstellung längst überholt ist, bleibt die Sehnsucht nach einem genussvollen Abschluss."

Wie lebendig und anspruchsvoll das Zuckerbäckerhandwerk bis heute ist, zeigt die junge Konditorin Sophie Schinko aus Moritzburg vor den Toren Dresdens. Nach einem abgeschlossenen Studium entschied sie sich bewusst für einen Neuanfang und erlernte ihr Handwerk in Wien und arbeitete dort auch im traditionsreichen Hotel Sacher. Dort wurde ihr früh klargemacht: An einer Sachertorte misst sich wahres Können. "Bei einer Sachertorte kann man sich nicht verstecken", sagt sie. "Erst nach 1.000 Stück beherrscht man es." Und doch bleibt jede einzelne Torte eine neue Herausforderung - kompromisslos in Geschmack und Qualität.

Auch Spitzenkoch und Patissier Johann Lafer plädiert für bewussten Genuss statt Verzicht um jeden Preis. Natürlich habe sich das Ernährungsbewusstsein verändert, doch besondere Desserts seien unverzichtbare Höhepunkte. Die Qualität der Zutaten entscheidet: Nur mit erstklassigen Produkten entstehe jene Authentizität, die man schmecke. "Natürlich würde man heute nicht mehr kiloweise Butter, Zucker und Eier verwenden, wie noch in den 1960er Jahren. Aber ich möchte auch nicht jeden Tag Kalorien zählen."

Dass Süßes in Dresden seit Jahrhunderten eine besondere Rolle spielt, zeigt auch ein weltberühmtes Kunstwerk: Das "Schokoladenmädchen" von Jean-Étienne Liotard, zu sehen in der Gemäldegalerie Alte Meister. Seit 1745 fasziniert das Gemälde mit seiner feinen Darstellung eines Stubenmädchens, das eine Tasse Schokolade auf einem silbernen Tablett trägt. Schokolade war damals ein Luxusgut - zunächst als Arznei geschätzt, später als Statussymbol an europäischen Fürstenhöfen etabliert. 

"Die Köstlichkeit wird auch durch Auftritt der Schokoladenmädchens betont. Ihr Rock, ihre Bluse, ihre Schürze, all das ist aus feinstem Stoff, genauso edel und teuer wie das besondere Getränk", sagt Julia Weber, Direktorin der Dresdner Porzellansammlung. Die dargestellte Tasse stammt aus der Porzellanmanufaktur Meissen - ein<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3336450">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Nieskys vergessene Häuser - Holzbauten von Weltruhm</title>
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<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 15:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:cbad72cde5ac2e52?w=448&ch=3c46567876b6a112"></img><br/>Annett König und Heiko Sandig sind glücklich, haben sie doch ein Holzhaus erworben, ihr Traumhaus. Das Besondere: die beiden haben sich damit ein Stück Weltgeschichte gekauft - in der Oberlausitz in einer der kleinsten Städte Sachsens mit 10.000 Einwohnern - Niesky. Rühmen konnte sich die Stadt einst der größten und bedeutendsten Holzbauindustrie Europas. Doch wer weiß das heute noch? Vorbeifahrende würden hier nicht unbedingt halten, um Niesky zu besichtigen. Zu Unrecht, denn die Stadt hat einen einmaligen Schatz - 100 Holzhäuser. 

Vor einhundert Jahren als Fertigteilhäuser gebaut, sind sie heute Zeugen des unglaublichen wirtschaftlichen Aufschwungs Nieskys in die Moderne des 20.Jahrhunderts. 1882 gründet sich hier die Firma Christoph & Unmack AG, die mit der Herstellung von zerlegbaren, transportablen Baracken den internationalen Markt erobert - damals eine Weltsensation, die den Hausbau revolutioniert. 

Ihr Angebot erstreckte sich von industriell vorgefertigten Schulpavillions, Turnhallen, Kirchen, Fabriken, Industriebauten bis zu individuellen Wohnhäusern. Geliefert wurde in alle Welt bis nach Indien, Südamerika und Südafrika. Noch stehen viele original erhaltene Fertigungshallen der Christoph & Unmack AG mit ihren beeindruckenden Dachkonstrucktionen aus Holz und Lichtfängen, die sie einst entwickelt und weltweit patentiert haben. In diesen Hallen wurden damals ganze Fertigteilhäuser in Originalgröße probeweise aufgebaut, bevor sie ausgeliefert wurden.
 
Ein Probeaufbau käme für Annett König und Heiko Sandig heute nicht in Frage. Sie wollen ihr historisches Holzhaus sanieren, denkmalgerecht natürlich! Im Bauamt haben die beiden sogar die alte Bauakte ihres Hauses von 1928 gefunden. Rat und Hilfe holen sie sich bei Jan Bergmann-Ahlswege, dem Chef des Konrad-Wachsmann-Museums. 

Das Haus ist eine Perle in Niesky, wurde es doch im Stile des Bauhauses 1927, ganz aus Holz, vom Pionier des industriellen Holzbauens, Konrad Wachsmann, entworfen und gebaut, wie auch das weltbekannte Einsteinhaus in Caputh, das ebenfalls aus den berühmten Werkshallen von Christoph & Unmack stammt. 

Die besondere Geschichte dieser Firma, die Bedeutung für die Stadt und Region, wird gerade von vielen Nieskyern wiederentdeckt, auch von Annett König und Heiko Sandig, die ihre Kindheit hier verbrachten. Vor drei Jahren haben sie sich in ihrer Heimatstadt beim Klassentreffen wiedergetroffen - und sich ineinander verliebt. Schnell war klar, wir gehen nach Niesky zurück, um hier gemeinsam alt zu werden. Das sie auch noch ein Holzhaus der Firma Christoph & Unmack gefunden haben, ist für sie ein Zeichen, es sollte wohl so sein!

Ein spannender Ort, dieses Niesky, eine echte Entdeckung, für die Menschen, die hier wohnen und hoffendlich auch für viele Besucher aus aller Welt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3335821">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Visionäre von Bad Schandau</title>
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<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:6134988688f75366?w=448&ch=dd523639a2f90414"></img><br/>Etwas anzupacken, was andere für undurchführbar halten, damit hat Rudolf Sendig vor über 100 Jahren Bad Schandau zu dem gemacht, was es heute ist. Unübersehbar sind seine Hotels, Parks und der 1905 erbaute Ostrauer Aufzug. Der 50 Meter hohe freistehende Personenaufzug wurde erst belächelt, dann bewundert und ist seit 1954 technisches Denkmal. Er führt zur denkmalgeschützten Villenkolonie von Rudolf Sendig auf der Ostrauer Scheibe. Im Volksmund "Russenhäuser" genannt, war dieser Landhausstil eine Sensation.

Andrea Bigge lebt in dem einzigen noch original erhaltenen Sendig-Haus. "Man wohnt in einem Stück Geschichte und man denkt über diesen Menschen nach. Wie viel Mut und Liebe er in alles gesteckt hat, was er tat."

Am Ortsausgang Ostrau plante der Visionär, einen Weltsportplatz zu bauen. Er träumte von Sommer- und Winterspielen und internationalen Gästen. Sogar einen Ballonlandeplatz wollte er errichten. Doch durch den Ersten Weltkrieg verlor er seine englischen Geldgeber. Rudolf Sendig musste das Land zu Schleuderpreisen verkaufen.

Aber sein Schandau als Touristenmagnet bleibt. Kneippkurort seit 1936, wurde Bad Schandau 2024 Sachsens erstes Kneippheilbad. Auch weil hier sogar in der Stadtverwaltung Visionäre sitzen! "Kneipp 5.0" nennen sie ihren Traum, den sie im riesigen, alten Gymnasium verwirklichen wollen. Sogar therapeutisches Klettern soll hier künftig etabliert werden.

Mit Sven-Erik Hitzer gibt es seit den 90er-Jahren wieder einen visionären Hotelier in Bad Schandau. So wie Sendig verliebt er sich als junger Mann in die Gegend, ging bergsteigen und lernte hier seine Frau kennen. Er will nach der Wende nicht zuschauen, wie sein Paradies verfällt. Kurz entschlossen kauft er das verfallene Mühlenareal im Ortsteil Schmilka.

Mit großer Liebe zum historischen Detail errichtet der studierte Spielzeugdesigner in dem heruntergekommenen Grenzort ein Biodorf mit Hotels, Pensionen, Caféhaus, Bäckerei, Brauerei, Mühle und Saunawelt. Hitzer ist einer der wenigen mit Sommer- und Winterangeboten - fehlendem Schnee, Waldbrand und Hochwasser zum Trotz.

All diese Macher gäbe es nicht ohne die einmalige Lage von Bad Schandau im Herzen der Sächsischen Schweiz. Auch die Nationalpark- und Forstverwaltung hat eine Vision, die durchaus kontrovers diskutiert wird. Jens Posthoff nennt es "Die Natur, Natur sein lassen". Und dieser Weg zur Wildnis befindet sich in der Kernzone des Nationalparks, dort, wo der Grat zwischen Naturschutz und touristischer Nutzung besonders schmal ist.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3334327">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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