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<title>Unsere köstliche Heimat</title>
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<description><![CDATA[Unsere köstliche Heimat: Eine Sendung von MDR.]]></description>
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<pubDate>Wed, 06 May 2026 23:38:54 +0000</pubDate>
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<title>Unsere köstliche Heimat - Die Dresdner Eierschecke</title>
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<pubDate>Sun, 07 Sep 2025 13:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:4895160ad869572c?w=448&ch=e361bde704f4427a"></img><br/>Ein Film von Michael Erler

Sachsen ist die Backstube Deutschlands und Dresden die Hauptstadt der sächsischen Backkunst. Von hier kommt ein ganz spezielles Gebäck. Es ist in ganz Sachsen in vielen Variationen verbreitet, doch nur in Dresden bekommt es seine ganz besondere Note: Die Dresdner Eierschecke.

Wie sie gebacken wird und was das unverwechselbare an Dresdner Eierschecke ist, weiß Bäckermeister Ralf Ullrich in der Elbestadt. Er wuchs in einer Bäckerfamilie auf, hat von Kindesbeinen an den Duft frischer Eierschecke kennengelernt. 1995 erlernte er den Bäckerberuf, 2010 eröffnete er seine eigene Bäckerei. Ralf Ullrich ist bekannt für seine Eierschecke. Er backt von Zeit zu Zeit die größte Eierschecke Dresdens mit 1,10 Meter Durchmesser. 2017 wurde er sogar als einer der besten Bäcker Deutschlands ausgezeichnet.

Zum Einsatz kommen bei ihm nur regionale Produkte: Mehl, Zucker, Milchprodukte und Eier. Darauf legt der Bäckermeister großen Wert. Besonders auf die Eier für die Schecke. Ein großer Teil der verwendeten Eier wird in einem Biohof bei Waldheim gelegt und kommt frisch in die Bäckerei. 

Die Herstellung der Dresdner Eierschecke ist aufwändig und beginnt früh am Morgen. Eierschecke besteht aus drei Schichten. Der Boden wird aus Hefeteig gemacht. Die mittlere Schicht ist ein Quark-Vanille-Pudding mit Butter, Ei, Zucker und Milch. Die obere wird aus cremig gerührtem Eigelb mit Butter, Zucker und Vanillepudding gezaubert, in die dann schaumig geschlagenes Eiweiß untergehoben wird. Nach dem Backen wird die noch warme Eierschecke mit flüssiger Butter bestrichen und feinem Puderzucker bestäubt.

Das Verspeisen der frisch gebackenen Dresdner Eierschecke in der Schaubäckerei Ullrich ist sowohl für Alteingesessene als auch für frisch Zugereiste ein unvergessliches Erlebnis.

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3273271">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat - Fürst-Pückler-Eis</title>
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<pubDate>Sun, 15 Jun 2025 14:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b6b8df4b267fa1f7?w=448&ch=78b0ea28feee7bb3"></img><br/>Fürst-Pückler-Eis ist eine Spezialität der Lausitz. Aber keine blaublütige, wie man vermuten könnte. Hermann Fürst von Pückler-Muskau ist lediglich der Namensgeber für die halbgefrorene Köstlichkeit. Ihm wurde das Eis gewidmet. Der Fürst lebte vor gut zweihundert Jahren in Bad Muskau, im nordöstlichsten Zipfel von Sachsen und schuf dort den berühmten Landschaftspark, der heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Daneben ist der Fürst als reiselustiger Sonderling, notorischer Liebhaber und Gourmet bekannt. Zwischen 1817 und 1819 arbeitete Louis Ferdinand Jungius, Königlich-Preußischer Hofkoch, beim Fürsten in Bad Muskau. Ihm zu Ehren kreierte Jungius das ganz spezielle dreischichtige Sahneeis und veröffentlichte 1839 das Rezept in einem Kochbuch.

Seit dieser Zeit findet das süße Eis in verschiedenen Variationen begeisterte Liebhaber. Heute ist die Spezialität in der Regel eine Kombination von Schokoladen- und Erdbeer- oder Himbeer- und Vanilleeis. So wird es auch im "Kaffee König" am Markt in Bad Muskau serviert. Seit vier Generationen ist das Café im Besitz der Familie König und das Eis wird nach einem uralten Familienrezept hergestellt. Weil Tradition im "Café König" groß geschrieben wird, kommt dort vor dem Verzehr des Fürst-Pückler-Eises noch ein einfaches, aber in der Lausitz beliebtes Gericht auf den Tisch: Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3247911">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Milchreis mit Wurst</title>
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<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 11:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b32701dae6eeb477?w=448&ch=7efe5b661c96c025"></img><br/>Was bei manchen Stirnrunzeln oder fragende Blicke hervorruft, ist für viele Menschen in der Gegend um Dessau-Roßlau der Inbegriff von Heimatküche: Milchreis mit Wurst. Auch Helmtrud Ziska gerät ins Schwärmen, wenn sie an ihr Lieblingsgericht aus Kindertagen denkt. In vielen Schulen und Betrieben stand Milchreis mit Wurst zu DDR-Zeiten regelmäßig auf dem Speisenplan und wird bis heute in vielen Familien in Sachsen-Anhalt gern zubereitet.

In der Fleischerei Rozek in Coswig wird die traditionelle Brühwurst noch per Hand hergestellt und im alten Holzofen geräuchert. Die Wurstrezepte werden dort von Generation zu Generation weiter gegeben.
Und Helmtrud Ziska kauft ihre Wurst für den Milchreis nur bei Rozeks. Als Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Roßlau schart sie ab und an ein paar Freiwillige um sich und dann werden Milchreis gekocht und Wurst angebraten. Jeder bringt seine eigene Idee für die Rezeptverfeinerung mit. So garnieren manche das Gericht mit Apfelmus.

Doch wo kommt diese abenteuerliche Kombination her? Selbst die alteingesessenen Heimatforscher wissen es nicht. Sie haben zwar die Geheimnisse so mancher Familien, Häuser und Straßennamen ihrer Region gelüftet, aber woher die Kombination von Milchreis und Wurst kommt, blieb bislang im Verborgenen.

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: unsere Menschen.

Ein Film von Kerstin Holl<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3175359">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat: Pilzfreunde</title>
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<pubDate>Sun, 22 Sep 2024 14:20:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:a8b1d7aa87a253ba?w=448&ch=23c33ae2af03ac44"></img><br/>Ein Film von Cornelia Volk 

Pilze sammeln war zu DDR-Zeiten eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Wann immer es die Jahreszeit erlaubte, hieß es "Ab in die Pilze!" Der Ertrag kam mal in Butter geschwenkt auf den Teller, mal in die Suppe und mal in den Kloß. 

Philipp Anders spielt gern mit alten Rezepten und saisonalen Produkten aus der Region. Der 29-Jährige ist Chefkoch im kleinen, feinen Restaurant "Zum Heidekoch" im nordsächsischen Taura. Ein Familienbetrieb mitten im Wald, am Rande der Dahlener Heide. Hier haben auch die Pilze eine kulinarische Heimat. 

Nicht weit entfernt schwingt sich in Leipzig Peter Rohland auf sein Elektrofahrrad. Jeden Tag erkundet der Pilzsachverständige a.D., was im Auwald oder in den Tagebaufolgelandschaften so alles aus dem Boden schießt. Im Umkreis von 40 Kilometern kennt er jeden Pilz. Und wie ein wandelndes Lexikon kann er alle Arten auch benennen: Lateinisch wie Deutsch. Manche sogar auf Japanisch. 

Seit über 50 Jahren ist Peter Rohland in Leipzigs grünen Oasen unterwegs. Früher mit der Oma, heute mit der Kamera. Er fotografiert leidenschaftlich gern: Schmetterlinge, Orchideen - und natürlich Pilze. Bei den Steinpilzen kann er nicht widerstehen und zückt das Messer. 

Sein Korb landet in der urigen Außenküche des Tauraer Waldrestaurants. Die beiden Pilzfans sind seit vielen Jahren Pilzfreunde. Sie ergänzen und vervollständigen sich und können doch bisweilen ganz unterschiedlicher Meinung sein. Mit den Fundstücken des Tages - Steinpilz, Stockschwämmchen, Champignon und Co - zaubert Philipp Anders Leibgerichte mit persönlicher Geschichte. Auch die geladenen Gäste, fünf pilzbegeisterte Damen aus dem Ort, haben so einiges beizutragen. 

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3154518">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat - Fürst-Pückler-Eis</title>
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<pubDate>Sun, 11 Aug 2024 15:20:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b6b8df4b267fa1f7?w=448&ch=78b0ea28feee7bb3"></img><br/>Fürst-Pückler-Eis ist eine Spezialität der Lausitz. Aber keine blaublütige, wie man vermuten könnte. Hermann Fürst von Pückler-Muskau ist lediglich der Namensgeber für die halbgefrorene Köstlichkeit. Ihm wurde das Eis gewidmet. Der Fürst lebte vor gut zweihundert Jahren in Bad Muskau, im nordöstlichsten Zipfel von Sachsen und schuf dort den berühmten Landschaftspark, der heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Daneben ist der Fürst als reiselustiger Sonderling, notorischer Liebhaber und Gourmet bekannt. Zwischen 1817 und 1819 arbeitete Louis Ferdinand Jungius, Königlich-Preußischer Hofkoch, beim Fürsten in Bad Muskau. Ihm zu Ehren kreierte Jungius das ganz spezielle dreischichtige Sahneeis und veröffentlichte 1839 das Rezept in einem Kochbuch.

Seit dieser Zeit findet das süße Eis in verschiedenen Variationen begeisterte Liebhaber. Heute ist die Spezialität in der Regel eine Kombination von Schokoladen- und Erdbeer- oder Himbeer- und Vanilleeis. So wird es auch im "Kaffee König" am Markt in Bad Muskau serviert. Seit vier Generationen ist das Café im Besitz der Familie König und das Eis wird nach einem uralten Familienrezept hergestellt. Weil Tradition im "Café König" groß geschrieben wird, kommt dort vor dem Verzehr des Fürst-Pückler-Eises noch ein einfaches, aber in der Lausitz beliebtes Gericht auf den Tisch: Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3139211">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat: Die Brennnesselwirtin</title>
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<pubDate>Sat, 06 Jul 2024 14:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:c25a548b38f528df?w=448&ch=6b2857d4b7b306a5"></img><br/>Fast ein Kilogramm Brennnessel braucht man für einen Liter Eintopf. Das Gute daran, fast das ganze Jahr über kann man sie aus dem Wald holen.

Dieses Familienrezept steht auf der Speisekarte des Hotels, das früher einmal das Betriebsferienheim des Fritz-Heckert Werkes für Werkzeugmaschinen war. 1982 wurde es eröffnet und seitdem kocht Cornelia Göpel dort. Zunächst für Arbeiter des Fritz-Heckert-Werkes, denn nur die durften im ersten Haus in Schönheide Urlaub machen, heute für Touristen.

Als die Wende kam, wurde das Heim verkauft und Cornelia Göpel beschloss gemeinsam mit dem ehemaligen Hausmeister des Ferienheims das Haus zum Hotel umzubauen. Bis heute arbeiten beide zusammen, aus dem "Haus Freundschaft" wurde das "Hotel Forstmeister" und die Brennnesselwirtin kennt fast jeder.

Ihre wohlschmeckenden  Brennnesselgerichte locken Touristen von nah und fern. Manche sind auf der Suche nach dem Geschmack ihrer Kindheit, andere hören zum ersten Mal davon, dass man Brennnesseln essen kann. Aber wer sie einmal probiert hat, ist überzeugt.

Nur einer im Ort zögert noch. Der in Meißen geborene und in Schönheide aufgewachsene Kutscher Marcus Mäthger, fährt die Touristen mit seinem Kremser Wagen regelmäßig durch die wundervolle Landschaft seiner Heimat. Obwohl der Treffpunkt immer vor dem Hotel Forstmeister ist, hat er noch nie die Brennnesseln probiert. Nun folgt er einer Einladung von Frau Göpel und sitzt das erste Mal mit den Touristen zusammen am Tisch. Wie wird er schmecken, der Eintopf aus Brennnesseln, den die Einheimischen Spalken nennen?

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3126482">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat: Leipziger Allerlei</title>
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<pubDate>Sat, 01 Jun 2024 13:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:9449308037907bc0?w=448&ch=2b84cd422b294d64"></img><br/>Das Beste aus Feld, Wald und Wasser ist hier auf dem Teller vereint. Höchste Zeit, diese Köstlichkeit wiederzuentdecken! Das findet auch Ina Thyrolf. Guter Geschmack ist ihre Leidenschaft. Seit 2012 bietet die Leipzigerin gemeinsam mit ausgewählten Stadtführern kulinarische Führungen durch ihre Heimatstadt an. Unter dem Motto: lokal, lecker, lebenswert will sie ihre Gäste für regionale Köstlichkeiten begeistern. Dafür hat die 46-Jährige ganz bewusst den Namen „allerleipzig“ ausgewählt.

Das Gericht, das ihren Genusstouren den Namen gab, bereitet sie mit frischen Zutaten vom Markt zu. Erstmals erwähnt wurde es in einem Kochbuch im 18. Jahrhundert, als es in Leipzigs Auwäldern von Spitzmorcheln und in den Flüssen von schmackhaften Krebsen nur so wimmelte. Am Ende der napoleonischen Kriege wurde es gar als vermeintliches Arme-Leute-Essen zur Vertreibung von Bettlern und Steuereintreibern eingesetzt.

Diese Zeiten sind lange vorbei. Vor allem Flusskrebse gelten heute als Delikatesse. Verschlechterte Lebensbedingungen und die Ende des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppte Krebspest dezimierte ihre Bestände nachhaltig, so dass Edelkrebse in Deutschland nur noch selten zu finden sind.

Ina Thyrolf besorgt sich die Flusskrebsschwänze beim Fischhändler ihres Vertrauens. Kombiniert mit jungem knackigem Gemüse, wie Blumenkohl, Möhren, Spargel und Erbsen, aromatischen Morcheln, abgerundet mit köstlicher Krebsbutter, dazu ein paar luftige Semmelklößchen als Beilage – so nähert sie sich dem Original. Das Leipziger Allerlei – jenseits des fertigen Mischgemüses – ist leicht, geschmackvoll und frisch, ein Frühlingsgericht par excellence.

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3113700">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat: Das Osterlamm im Römertopf</title>
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<pubDate>Sun, 31 Mar 2024 14:50:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:31e407d21b85d158?w=448&ch=b512a70241bd576a"></img><br/>Ein Film von Kerstin Holl

Seit über 500 Jahren ist die Familie von Römer mit der Neumark im sächsischen Vogtland verbunden. Ihr Gut war schon immer ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Forstwirtschaft, Ackerbau, Vieh- und Schafzucht. So ist es nicht verwunderlich, dass die von Römers sich bestens mit Lammgerichten auskennen. Zu Ostern serviert Dorothee von Römer, die junge Gutsherrin, ihrer Familie traditionsgemäß geschmortes Lamm aus dem Römertopf.

Das Osterlamm hat eine lange Tradition. Ursprünglich war es das Opfertier beim jüdischen Pessahfest, das in derselben Woche gefeiert wird, in der Jesus Kreuzigung und Auferstehung stattfand. Später wurde Christus selbst als "das Lamm Gottes" mit dem Opferlamm assoziiert. Da lag es nahe, zu Ostern das symbolträchtige Tier zuzubereiten.

Für den Lammbraten verwendet man einjährige Schafe. Ihr Fleisch ist besonders zart und wohlschmeckend. Jedes Jahr findet auf Gut Neumark in den Ostertagen ein großer Markt mit Lämmerverkauf, Kunsthandwerk und vielen Direktvermarktern statt. Es ist die Zeit des Austriebs, wenn die 600 Muttertiere der Gutsleute aus den offenen Schafställen, wo sie die Wintermonate mit viel frischem Stroh verbrachten, auf die umliegenden Weiden gebracht werden. 

1990 haben die von Römers ihre Familientradition als Landwirte wieder aufgenommen und der Region neuen Schwung gebracht. Ausdruck und Ergebnis dieser positiven Entwicklung ist ein lecker geschmortes Stück vom Lamm, das in den Ostertagen besonders gut schmeckt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3090811">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Das Thüringer Rostbrätel</title>
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<pubDate>Sun, 17 Mar 2024 13:40:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b65e8eaf11b7d2f1?w=448&ch=22c3f5fac2dcc678"></img><br/>Seit 1732 befindet sich die Kunst- und Senfmühle Kleinhettstedt im Besitz der Familie Morgenroth. Hier wird eine ganz besondere Zutat für das berühmte Thüringer Rostbrätel hergestellt: der Senf. 

Das Besondere am Kleinhettstedter Senf ist die Vermahlung des Senfschrots bei niedriger Temperatur zwischen zwei Mahlsteinen. Dabei bleiben alle dem Senf eigenen ätherischen Öle in ihrer natürlichen Schärfe erhalten. Kenner schätzen den unnachahmlichen Geschmack, jenes unübertroffene natürliche Senfaroma. 

Gegenüber der Mühle betreibt Karsten Scheit in einem umgebauten Kuhstall die Gaststätte "Zum Mühlenwirt". Ganz oben auf der Speisekarte steht natürlich das legendäre Rostbrätel, klassisch vom Wirt zubereitet. Zweimal in der Woche fährt Karsten Scheit ins 10 Kilometer entfernte Griesheim. Dort bei der Agrargesellschaft holt er sich frisches Fleisch für die Thüringer Spezialität. Die Schweine stammen aus eigener Aufzucht und werden mit Futtermitteln gemästet, die auf den eigenen Flächen entlang des Ilmtales angebaut werden. 

Die Zubereitung folgt alter Überlieferung: Eine Schweinekammscheibe ohne Knochen wird plattiert, mit Salz und Pfeffer gewürzt, mit Senf bestrichen und in Bier eingelegt. Über Nacht dürfen sich die Gewürzaromen im Fleisch verteilen. Abgetropft werden die Rostbrätel auf den heißen Holzkohlegrill gelegt, oft gewendet und mit Bier besprüht. Das Rostbrätel vom Holzkohlegrill wird nie auf Toast- oder Vollkornbrot serviert, sondern auf einer Scheibe Graubrot und darüber werden in großzügiger Menge gebratene Zwiebeln verteilt. 

Das Brot für das Thüringer Rostbrätel wird in der Mühlenbäckerei von Jochen Köhler in Buchfart gebacken. Jeden Freitag ist Backtag und auch ein weiteres wichtiges Genussmittel - das Bier - wird im Brauhaus der Buchfarter Mühle hergestellt. 

In einzelnen kleinen Episoden werden die klassischen Zutaten des Rostbrätels, ihre Besonderheiten und ihre Herstellung vorgestellt. Beim anschließenden Wintergrillen vor der Senfmühle findet der Film seinen kulinarischen Höhepunkt.

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3085786">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat - Feldgieker und Co.</title>
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<pubDate>Sun, 14 Jan 2024 14:10:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:7b038c842f79aace?w=448&ch=65414281b77f67ba"></img><br/>Der Eichsfelder Feldgieker ist eine Wurstspezialität. Nach altem Rezept wird gehacktes Schweinefleisch noch schlachtwarm in die handgenähte, leicht längliche, blasenähnliche Hülle des Bauchschmers vom Schwein gefüllt. Diese Zubereitungsart ist nur im Eichsfeld gestattet. 

Gastwirt Klaus Röhrig zelebriert Herstellung und Verkostung der regionalen Köstlichkeit auf historische Art und Weise. In seinem Klausenhof am Fuße der Burg Hanstein bei Heiligenstadt richtet der gelernte Küchenmeister seit über 20 Jahren mittelalterliche Feste aus. Wenn Spielleute und Gaukler die Gäste in Stimmung gebracht haben, holt der Wirt seine original luftgetrocknete Delikatesse aus der Wurstkammer.

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3061952">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat: Der Silvesterkarpfen</title>
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<pubDate>Fri, 29 Dec 2023 14:25:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:557ddb048a4eab2c?w=448&ch=8e548fb0e71f0f6b"></img><br/>Nicht ohne Grund wird der Karpfen gern zum Jahreswechsel gegessen: Bewahrt man eine seiner Schuppen im Portmonee auf, winkt im neuen Jahr reicher Geldsegen. 

Ralf Möller, Vorsitzender des Halleschen Anglervereins e.V., und sein Anglerkollege Frank Tetzlaff wollen am Kernersee in Sachsen-Anhalt den Karpfen für das diesjährige Silvestermenü angeln. Auch Ulrich Kulawik liebt Karpfen, nicht nur, weil er von ihnen lebt. Der Inhaber des Fischerhofs am Kernersee ist von Beruf Fischer und hat daher auch keine Sorge um sein Silvesteressen. In seinen Helter-Netzen und Schaubecken gibt es reichlich Lebendfisch, auch Karpfen. Und ist der Vorrat leer, wird "abgefischt". 

Wie auch immer der Fisch beschafft werden wird, Ralf Möller will ihn traditionell zubereiten: blau. Doch warum ranken sich so viele Legenden um den Karpfen, woher stammt die Tradition zu Silvester und was muss man alles beachten, wenn man sich einen angeln möchte? Davon erzählt diese Folge der Reihe "Unsere köstliche Heimat". 

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die Menschen sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3056529">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat: Das Neunerlei</title>
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<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 18:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:a29f8d53602b7114?w=448&ch=3a2268e533a47a21"></img><br/>Das sächsische Erzgebirge ist das Weihnachtsland. Nirgendwo in Deutschland ist man das ganze Jahr über so auf das große Fest fokussiert wie hier. Ob bei der Produktion von Räuchermännchen oder Schwibbögen oder beim Einstudieren und Ausstaffieren der Bergparaden, während des ganzen Jahres geht es zwischen Annaberg und Zwönitz um die Feier zur Geburt Christi. Auch kulinarisch stellt das Weihnachtsfest den Höhepunkt des Jahres dar. Das Neunerlei ist das typische Festtagsessen im Erzgebirge. Neun verschiedene Speisen aus Fisch, Fleisch, Geflügel, Gemüse, Gewürzen und Hülsenfrüchten werden traditionell am Abend des 24. Dezembers für die ganze Familie zubereitet.

Familie Schneider aus Zwönitz lebt mit dieser Tradition schon seit vielen Generationen. Der ehemalige Bürgermeister und Hobby-Schriftsteller Uwe Schneider hält den alten Brauch in seiner Familie lebendig. Für seine Frau und die beiden Söhne samt deren Familien wird wie jedes Jahr das Weihnachtszimmer geschmückt und die große Essenstafel ausgezogen. Noch bevor die Zeit der Bescherung anbricht, werden all die köstlichen Sachen des Neunerleis aufgetischt. Jedes Gericht mit seinem eigenen Symbolgehalt und seiner eigenen Geschichte der Zubereitung. Für Familie Schneider ein Moment der Harmonie und Gemeinsamkeit.

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3054888">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat: Pilzfreunde</title>
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<pubDate>Sat, 09 Sep 2023 14:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:e0af51a9e3d579ea?w=448&ch=23c33ae2af03ac44"></img><br/>Pilze sammeln war zu DDR-Zeiten eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Wann immer es die Jahreszeit erlaubte, hieß es "Ab in die Pilze!" Der Ertrag kam mal in Butter geschwenkt auf den Teller, mal in die Suppe und mal in den Kloß. Philipp Anders spielt gern mit alten Rezepten und saisonalen Produkten aus der Region. Der 29-Jährige ist Chefkoch im kleinen, feinen Restaurant "Zum Heidekoch" im nordsächsischen Taura. Ein Familienbetrieb mitten im Wald, am Rande der Dahlener Heide. Hier haben auch die Pilze eine kulinarische Heimat. 

Nicht weit entfernt schwingt sich in Leipzig Peter Rohland auf sein Elektrofahrrad. Jeden Tag erkundet der Pilzsachverständige a.D., was im Auwald oder in den Tagebaufolgelandschaften so alles aus dem Boden schießt. Im Umkreis von 40 Kilometern kennt er jeden Pilz. Und wie ein wandelndes Lexikon kann er alle Arten auch benennen: Lateinisch wie Deutsch. Manche sogar auf Japanisch. 

Seit über 50 Jahren ist Peter Rohland in Leipzigs grünen Oasen unterwegs. Früher mit der Oma, heute mit der Kamera. Er fotografiert leidenschaftlich gern: Schmetterlinge, Orchideen - und natürlich Pilze. Bei den Steinpilzen kann er nicht widerstehen und zückt das Messer. 

Sein Korb landet in der urigen Außenküche des Tauraer Waldrestaurants. Die beiden Pilzfans sind seit vielen Jahren Pilzfreunde. Sie ergänzen und vervollständigen sich und können doch bisweilen ganz unterschiedlicher Meinung sein. Mit den Fundstücken des Tages - Steinpilz, Stockschwämmchen, Champignon und Co - zaubert Philipp Anders Leibgerichte mit persönlicher Geschichte. Auch die geladenen Gäste, fünf pilzbegeisterte Damen aus dem Ort, haben so einiges beizutragen. 

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3021194">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat: Gabys Pflaumenknödel</title>
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<pubDate>Sun, 20 Aug 2023 14:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:64851daa90ffbfef?w=448&ch=3c1e274089d15044"></img><br/>Vor 30 Jahren ist Gaby Gaede der Liebe wegen aus dem Erzgebirge nach Gardelegen in die Altmark gezogen. Im Gepäck: Eine Spezialität aus ihrer alten Heimat – Pflaumenknödel. Das Rezept wurde in ihrer Familie über Generationen von der Mutter an die Tochter weitergereicht. Jedes Jahr im September, wenn die Pflaumen reifen, besinnt Gaby sich dieser Tradition, pflückt Pflaumen und setzt den Kartoffelteig an.

Jeder in der Altmark, der Gabys Pflaumenknödel bis jetzt probiert hat, ist begeistert. Nur der Bürgermeister aus dem Ortsteil Wiepke, der hat sie noch nie probiert. Denn eigentlich macht Hartmut Arp sich nichts aus Kartoffelkugeln. Er hat an diesem Wochenende viel zu tun. Zunächst geht er mit den Segelfliegern in die Luft, um sich einen Überblick über Deutschlands drittgrößte Stadt zu verschaffen. Nach Berlin und Hamburg liegt das sachsen-anhaltische Gardelegen mit seinen 23.000 Einwohnern auf Platz drei – wenn auch nur der Fläche nach. Anschließend muss Arp gegenüber dem „Spelunkenwirt“ die aus dem 12. Jahrhundert stammende romanische Kirche für das anstehende Orgelkonzert vorbereiten.

In dieser Zeit gibt Gaby Gaede in ihrer Küche alles. Denn außer dem kritischen Bürgermeister sollen heute noch andere seltene Gäste von ihren Pflaumenknödeln überzeugt werden: Die Kirchenmusikerin aus Gardelegen und einige Mitglieder des Segelfliegervereins haben ihr Kommen angekündigt. Zum Glück hat Gaby Unterstützung von ihrer Mutter. Ein schriftliches Rezept gibt es nicht. Da kann es nicht schaden, wenn sich in der Küche die Knödel-Kompetenz ballt, um auch den skeptischsten Altmärker von der erzgebirgischen Spezialität zu überzeugen.

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.

Ein Film von Eva Demmler<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3015258">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Unsere köstliche Heimat</title>
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<pubDate>Sun, 23 Jul 2023 13:40:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:67d8d5816bd83e96?w=448&ch=78b0ea28feee7bb3"></img><br/>Fürst-Pückler-Eis ist eine Spezialität der Lausitz. Aber keine blaublütige, wie man vermuten könnte. Hermann Fürst von Pückler-Muskau ist lediglich der Namensgeber für die halbgefrorene Köstlichkeit. Ihm wurde das Eis gewidmet. 

Der Fürst lebte vor gut zweihundert Jahren in Bad Muskau, im nordöstlichsten Zipfel von Sachsen und schuf dort den berühmten Landschaftspark, der heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Daneben ist der Fürst als reiselustiger Sonderling, notorischer Liebhaber und Gourmet bekannt. Zwischen 1817 und 1819 arbeitete Louis Ferdinand Jungius, Königlich-Preußischer Hofkoch, beim Fürsten in Bad Muskau. Ihm zu Ehren kreierte Jungius das ganz spezielle dreischichtige Sahneeis und veröffentlichte 1839 das Rezept in einem Kochbuch.

Seit dieser Zeit findet das süße Eis in verschiedenen Variationen begeisterte Liebhaber. Heute ist die Spezialität in der Regel eine Kombination von Schokoladen- und Erdbeer- oder Himbeer- und Vanilleeis. So wird es auch im "Kaffee König" am Markt in Bad Muskau serviert. Seit vier Generationen ist das Café im Besitz der Familie König und das Eis wird nach einem uralten Familienrezept hergestellt. Weil Tradition im "Kaffee König" groß geschrieben wird, kommt dort vor dem Verzehr des Fürst-Pückler-Eises noch ein einfaches, aber in der Lausitz beliebtes Gericht auf den Tisch: Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl. 

Dass Essen etwas mit Leben, mit Lebensart, mit Kultur zu tun hat, ist längst bekannt. Die Küche einer Region, eines Ortes oder einer Familie ist also weit mehr als eine bloße Rezeptsammlung. In den typischen, speziellen und einzigartigen Gerichten spiegeln sich Tradition, Vorlieben und Charakter der Menschen, zu deren Alltag sie gehören. Und die sind es, die im Mittelpunkt der Sendereihe stehen: Unsere Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3007412">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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