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<title>Unter unserem Himmel</title>
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<description><![CDATA[Unter unserem Himmel: Eine Sendung von BR.]]></description>
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<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 12:47:56 +0000</pubDate>
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<title>Bergwiesen · Vom Schwenden und Heuen</title>
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<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:7957821b3047ac97?w=448&ch=1b5b3ccb684de4ee"></img><br/>Ein Film von Bernhard Wohlfahrter
Zum Vereinsalltag gehört das Schwenden von verbuschten oder verwaldeten Flächen, gefolgt von der Beweidung mit seltenen Tierarten, wie weißen Barockesel, um hochwertiges und kräuterreiches Bergwiesenheu zu ernten. Darüber hinaus leistet der Verein einen wertvollen Beitrag zum Erhalt ökologisch intakter Naturlandschaften: Blumenwiesen mit bis zu 70 verschiedenen Pflanzenarten entstehen und bieten einen idealen Lebensraum für zahlreiche Insekten.
Als Geschichtslehrer weiß Vereinsobmann Christian Hatzenbichler um die Vielzahl an Mähwiesen, die in den vergangenen Jahrzehnten rund um Molln verschwunden sind: Früher mussten die Landwirte das Heu als Futter für die Tiere im schwer zugänglichen, steilen Berggelände mähen, da die wenigen ebenen Flächen im Tal für Ackerbau genutzt wurden. Heute gibt es im Tal keine Äcker mehr: Dort erwirtschaftet man nun das Heu und die früheren Bergwiesen verwilderten oder wurden aufgeforstet. Doch Christian Hatzenbichler und sein Verein haben es geschafft, diese Flächen freizulegen.
Das nährstoffarme, aber sehr gesunde Bergwiesenheu wird verkauft oder an Landwirte weitergegeben, die im Verein mitarbeiten: Gabriel Kirchweger ist einer davon. Er organisiert zudem die jährliche Mahd der Steilhangfläche im Lindtal. Für Gabriel ist dies einer der ganz besonderen Tage im Sommer: Das Wetter muss passen und viele seiner Freunde sollen sich Zeit für die anstrengende Arbeit nehmen.
Für Eva Schaubmair ist diese Tätigkeit hingegen willkommener Ausgleich zu ihrem Berufsalltag. Die ehemalige Schülerin von Christian ist heute selbst als Lehrerin in Wien tätig. Für die abwechslungsreiche Bergwiesen-Arbeit kommt sie immer gerne nach Molln zurück.
Leander Kogler, ein junger Forstarbeiter und Gründungsmitglied des Vereins, muss mit schweren Maschinen oft stundenlang gehen, um die abgelegenen Steilhänge, auf denen einst noch seine Großeltern ihr Heu geerntet haben, zu erreichen. Dabei träumt Leander vom eigenen Bauernhof. Schafe hat er bereits: Diese werden den Sommer über von Stefanie Tweraser und Christian auf den sich im Staatsbesitz befindenden Flächen betreut.
Auch hat Leander bereits einen Plan, wo seine Schafe den Winter verbringen werden …
Erstsendedatum: 21.07.2024
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<title>Die Wörnitz · Flussbad, Wasserfest und Inselleben</title>
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<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:3ec217b0144ab6d8?w=448&ch=f78fb23fb11dc070"></img><br/>Ein Film von Linda Hofmeier
Nicht ohne Grund nennen die Menschen die Wörnitz "Schlangenfluss". Aus Mittelfranken kommend schlängelt sie sich insgesamt 132 km Richtung Südosten bis ins schwäbische Donauwörth und gilt als der langsamste Zufluss der Donau. Durch historische Städtchen wie Dinkelsbühl und entlang Wiesen und Felder zieht die Wörnitz gemächlich ihre Bahnen. Sie ist einer der fischreichsten und kurvenreichsten Flüsse in Bayern - ein Fluss voller Leben und Geschichten.

An der Quelle in Schillingsfürst hüten Marina und Hartmut Gröner den Ursprung der Wörnitz. Ein altes Sprichwort sagt, wer einmal davon trinkt, kehrt immer wieder in das Städtchen zurück. Weiter flussabwärts bewirtschaften Josef und Saskia Leberle ihren Kartoffelacker - nah am Fluss, der ihr Leben mitprägt. Für die beiden ist Landwirtschaft mehr als Erwerb, es ist ein Lebensrhythmus.

Ungefähr auf halber Strecke, am Fuße des Hesselbergs, liegt die Schmalzmühle. Sie ist umschlossen von zwei Seitenarmen der Wörnitz und liegt somit auf einer Insel. Friedrich König nennt sich und seine Familie daher "die einzigen Inselbewohner". Seine Frau Barbara macht Käse und es gibt auch einen kleinen Hofladen.

Der Fischer und Fischereiaufseher André Holzinger kennt die Wörnitz wie kaum ein anderer. Er liebt diesen Fluss, sieht aber auch seine Verletzlichkeit. Gerade jetzt im trockenen Sommer tritt das besonders deutlich hervor. "Doch sie hat auch was Magisches", sagt er "im trüben Wasser sieht man die Fische nie und es hat immer seinen Reiz, dass man sie findet."

In Oettingen stellt Dana Abel Schmuck in Form der sich schlängelnden Wörnitz her. Und in dieser Stadt wird die Wörnitz immer wieder zum Treffpunkt der Gemeinschaft - ob im idyllischen Flussbad oder als Bühne für das jährliche Wasserfest mit fantasievollen Booten und großem Zusammenhalt. Wer an der Wörnitz lebt oder Zeit mit ihr verbringt, spürt: Dieser Fluss verbindet Menschen - und Menschen mit der Natur.

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<title>Süß oder scharf? · Kochgeschichten vom Senf</title>
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<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:dd1bd6aa9b5e7cb2?w=448&ch=900f4f6483e2aa10"></img><br/>Senf ist ein altes Gewürz. Der süße veredelt die Weißwurst, die fränkische Bratwurst krönt der mittelscharfe. Senf verfeinert Soßen und schmeckt in jeder Region anders. Ein Glück, dass er es von Asien bis nach Bayern geschafft hat.
Ein Film von Matti Bauer
Josef Gerngroß ist Bauer in der Nähe von Hilpoltstein. Auf seinem Acker blüht gelb der Senf und man könnte ihn für Raps halten, der mit ihm verwandt ist. Ungeniert pflückt Josef ein Senfblatt ab und kaut genüsslich: „Schmeckt würzig.“ Gepflanzt hat er im April, früher als Stefan Bergmair aus Steindorf, der mehr Fläche hat und einen Landhandel führt, den Sohn Stefan übernehmen wird.
Süßen Senf macht die Familie Meier in ihrer Historischen Wurstkuchl in Regensburg. Andi Meier ist hier aufgewachsen, und auch sein Sohn Bruno weiß genau, wie es geht. Er wird demnächst eine Kochlehre beginnen, damit er später in den Betrieb einsteigen kann. Erfunden wurde der süße Senf 1857 von Johann Conrad Develey in München. Beim Metzger Toni Munkert am Münchner Viktualienmarkt erleben wir, dass auf dem Leberkas auch der mittelscharfe Senf seine Berechtigung hat. Nur Ketchup, der geht gar nicht.
Von der schnellen Brotzeit zur feinen Küche im Hotel Bayerischer Hof. Der Senf kann beides. Das Gericht von Koch Philipp Pfisterer, Eier in Senfsoße, steht zwar nicht auf seiner Karte - zählt aber als Hausmannskost zu seinen Leibspeisen.
Mitten in der Senfblüte kocht Renate Bergmair einen Klassiker, Rindsrouladen. Die sind ohne Senf undenkbar und der ist bei Renate natürlich selbst gemacht. Ihr Mann Stefan ist zufrieden mit dem Wachstum seiner Pflanzen und freut sich auf die Mahlzeit.
Bei Toni Lamprecht von der Ölmühle Garting ist der Senf vom Erdfloh und Rapsglanzkäfer vernichtet worden. Immerhin kann er in seiner Mühle aus Senfkörnern wertvolles Speiseöl gewinnen und seine Mitarbeiterin Christine Dettenbeck aus den ganzen Körnern "Senfkaviar" kochen, eine Köstlichkeit für jede Brotzeit.
Vom Viktualienmarkt stammt der Münchner Kindl Senf. Für den mittelscharfen muss die Maische erst fein gemahlen werden, um die cremige Konsistenz zu erhalten. Catalina und Lisana Hartl haben den Betrieb vom Vater Theo übernommen und müssen ihn immerfort bremsen, damit dieser nicht ständig neue Senfsorten kreiert.
Senf in allen denkbaren Varianten ist im vegetarischen Tatar von Johannes Schwarz und Tim Meier. Süßer Senf, scharfer Senf, Senfblätter und Senfsamen finden sich in ihrem Gericht, das sie im Gewächshaus zubereiten.
Erstsendung: 09.06.2024
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<title>Der Hagmoar vom Hundstein · Ranggeln im Pinzgau</title>
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<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:241323c3f018dd40?w=448&ch=c8f2c0bcd616ac09"></img><br/>Ein Film von Martin Weinhart
Der Hundstein ist mit knapp über 2.000 Metern einer der höchsten Grasberge Europas. Seit 2010 ist das Hundstoa-Ranggeln in der Naturarena immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Erste Erwähnung findet diese Art des Ringens in einem Edikt von 1518, doch spricht vieles dafür, dass es bis auf die Kelten in vorchristlicher Zeit zurückgeht.

Bei den Kelten ein heiliger Berg, hat sich der Hundstein bis heute als Austragungsort bewährt. Er ist in der Mitte des Pinzgau gelegen und von allen Seiten, von Maria Alm, Zell am See, Bruck an der Großglocknerstraße und Hinterthal zu Fuß erreichbar. Beim Hundstoa-Ranggeln geht es um den Titel des Hagmoar, was so viel heißt wie Meister im umzäunten Gehege. Früher wurde der Hagmoar unter den Hirten, Sennern und Knechten ausgeranggelt.

Günther Heim war damals in den 1950er-Jahren der jüngste Hagmoar. Er hat ein Buch über das Hundstein-Ranggeln geschrieben, in dem er die Wurzeln dieses archaisch anmutenden Kampfsports zurückverfolgt.

Hans Jörg Voithofer kommt aus einer Ranggler-Familie, hat früh angefangen und den Keller voll mit Medaillen und Ehrungen. Daneben ist er Trainer vom Ranggel-Verein Bramberg am Wildkogel. Der Forstarbeiter schreibt auch Mundartgedichte und hat ein Ranggler-Lied verfasst.

Hermann Höllwart aus Taxenbach war schon sechs Mal Hagmoar. Der Nebenerwerbslandwirt nutzt jede Gelegenheit, um zu trainieren - da wird der Kuhstall zum Fitnessstudio. Hermann Höllwart will auch diesmal gewinnen, ebenso wie sein engster Mitarbeiter Almin Klicic. Gemeinsam trainieren sie für den großen Tag, denn Hagmoar kann man nur einmal im Jahr werden.

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<title>Kirschenzeit</title>
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<pubDate>Sun, 05 Jul 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:ed50d471e34d4f11?w=448&ch=1da5faf8170fa2bc"></img><br/>Ein Film von Sandra Schlittenhardt
Der Kirschenanbau ist nichts für schwache Nerven, Horst März weiß: Ein Frost im Frühjahr und schnell ist die Ernte dahin. 500 Bäume stehen bei ihm in Junkersdorf, im nördlichen Teil der Haßberge. Einen Teil davon hat schon sein Vater gepflanzt. Zur Erntezeit nimmt sich Horst März Urlaub, trotzdem braucht es fast die halbe Verwandtschaft, um alle Kirschen rechtzeitig zu pflücken. Geerntet wird meist in der Früh oder am Abend, die Früchte vertragen die Hitze nicht. Für all seine Pflücker hält Horst handgeflochtene Weidenkörbe bereit. Seiner Ansicht nach noch immer die beste Erntehilfe.

Früher hat der Kirschenbauer die Früchte direkt am Hof verkauft, sein Sohn Steffen macht es anders. Direkt an der viel befahrenen B279, die mitten durch den Ort führt, hat Steffen März sein Verkaufshäuschen aufgestellt. Anfangs war er skeptisch, doch der Verkauf mit Selbstbedienung läuft gut.

Trotz schlauer Verkaufsideen, viel Geld verdienen die Familien mit ihren Kirschen nicht. Früchte, die sie nicht selbst verkaufen, müssen im Handel in Aussehen und Größe strengen Vorschriften genügen. Auf dem Obstgroßmarkt in Pretzfeld wird die Qualität mit Hilfe von Schablonen geprüft. Früchte unter 22 mm Durchmesser kommen gar nicht erst in den Supermarkt.

Johannes Haas, Obstbauer und Brenner in der Fränkischen Schweiz, geht einen anderen Weg. Seine Kirschen baut er ausschließlich fürs Brennen an. Hierfür wählt er besonders aromatische, alte Sorten, wie etwa die tiefschwarze Dolleseppler-Süßkirsche. Zur Ernte werden die Bäume wie bei der Olivenernte kräftig geschüttelt und die heruntergefallenen Früchte aufgelesen. An einem Vormittag kommen so schnell drei Tonnen Kirschen für die Edelbrennerei zusammen.

In Kleinmünster in den Haßbergen hatte sich über dreißig Jahre lang niemand mehr um die alten Obstbäume gekümmert. Christina Fallenbacher und ihr Mann Christoph haben nach und nach die verwaisten Obstwiesen gekauft. Sie pflegen die Kirschbäume und verzichten auf Spritzmittel. Christina, die viele Jahre ein eigenes Restaurant geführt hat, kocht aus den Früchten Saft, Marmelade oder Chutney und sie legt die Kirschen sogar mit Salz ein. Das Lieblingsgericht der Familie ist der frisch gebackene Kirschenplotz direkt aus dem eigenen Backhäuschen.

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<title>Mein Verein, dein Verein</title>
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<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:9f13954f00411ce2?w=448&ch=42118d461000b768"></img><br/>Ein Film von Matti Bauer
Ludwig Nägele und Maurermeister Walter Rietzel renovieren mit anderen Helfern die Kapelle des Heiligen Rasso in Untermühlhausen bei Landsberg am Lech. Am Sonntag werden die Dorfbewohner in einer Prozession mit anschließender Feldmesse dem Heiligen ihre Ehre erweisen. Veranstalter ist der Männergesangsverein "Frischauf", dessen Vorstand Gerd Stadlmayer ist. Er stammt aus einem Dorf bei Rosenheim, hat dort schon im Kirchenchor gesungen, weshalb es ihm leichtfiel, sich in Untermühlhausen zu integrieren. Frauen singen zwar nicht mit, sind aber passive Mitglieder, so wie Anneliese Kramer, die seit 66 Jahren Mitglied im Verein ist und wie viele andere Frauen Kuchen fürs Rasso-Fest backt. "Jeder in jedem Verein, sonst geht's nicht", sagt sie. Untermühlhausen hat 400 Einwohner - und gut ein Dutzend Vereine. Finni Drexl meint, dass jeder, der im Dorf Anschluss sucht, ihn auch findet. Man müsse "halt mithelfen". Nach der Feldmesse trifft man sich im Pfarrstadl - im Herzen des Dorfs. Dieser wird, ausgestattet mit Bierbänken und Blumenschmuck, zur Festhalle. Und der Verkauf von Essen, Getränken und Kuchen füllt die Vereinskasse.

Im Juli veranstaltet der Obst- und Gartenbauverein unter der Vorsitzenden Hildegard Heinzelmann ein Ramadama, bei dem Jung und Alt gemeinsam den Dorfanger mähen und den Teich säubern. Ganz bewusst will der Verein die Generationen zusammenführen, damit die Jungen nicht das Interesse am Verein verlieren. Zur Belohnung gibt es vor dem Pfarrstadl Stockbrot von der Feuerschale und ein Entenrennen, bei dem nicht nur die Kleinsten um den Siegerpokal kämpfen. Auch Paul Schmidhofer, der die Jugendgruppe der "Bachstelzen" gegründet und auch sonst viel für die Kinder geleistet hat, hat als Ehrenmitglied eine Ente am Start.

Dass in Untermühlhausen auch der Ernstfall geprobt wird, zeigt die Freiwillige Feuerwehr bei einer Übung. Dabei tragen auch die Jungen wie Meggie Reichenberger und Christof Huster schon Verantwortung - und sie tun es gerne. Beim jährlichen Fest der Feuerwehr wird dann wieder zusammen geholfen, unabhängig davon, wer in welchem Verein ist. Die Untermühlhausener wissen, dass sie nur gemeinsam ihr Dorf auch ohne Gastwirtschaft und ohne Laden lebendig erhalten können und ihre Vereine dazu beitragen, ein Netzwerk zu bilden, in dem sich jeder wiederfinden kann: "Mein Verein, dein Verein."

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<title>Sportvereine und ihr Denkmal · Von Tribünen, Toren und Turnieren</title>
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<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:723bcf32e1df437b?w=448&ch=c640736969c55387"></img><br/>Ein Film von Miriam Märk
Als das Turniergebäude in Bad Kissingen 1924 gebaut wurde, war der Flugsport gerade hochmodern. Bis heute sind Sport und Bauwerk untrennbar miteinander verbunden. Gleich zwei Sportvereine nutzen das historische Turniergebäude: der Reiterverein, dessen Stall ebenfalls unter Denkmalschutz steht, und die Segelfluggemeinschaft Bad Kissingen.

Matthias Albert hat seinen Flugschein mit 13 Jahren gemacht und ist heute Vorstand der Segelfluggemeinschaft. Lange Jahre musste er zusehen, wie das Denkmal nach und nach verfiel, doch vor kurzem wurde es aufwändig restauriert. Gerade bereitet der Reiterverein das jährliche Springturnier vor, das nun endlich wieder vor der frisch renovierten Tribüne stattfinden kann.

Die Holztribüne von 1949 im Stadion "Grüne Au" in Hof ist weniger wegen ihrer außergewöhnlichen Architektur schützenswert. Sie ist ein Wahrzeichen für den Wiederaufbau der Stadt und den Aufstieg des FC Bayern Hof nach dem Zweiten Weltkrieg. Hans Winterling und Erwin Saalfrank haben hier ihre festen Plätze und erinnern sich noch gut an ihre aktive Zeit als Vertragsspieler in den 1960er-Jahren. Damals träumte der Verein sogar vom Aufstieg in die Bundesliga.

Jonathan Müller ist seit seiner Kindheit Fan des Vereins, der heute in der fünften Liga spielt. Für die ältere Generation steht die Holztribüne für die glorreiche Zeit des Fußballvereins. Für die Jungen ist es ein Ort, mit dem sie aufgewachsen sind, etwa für Helena Fischer, deren Großvater lange Kassenwart im Verein war. Die Holztribüne ist ein Bauwerk, das die Erinnerungen und Emotionen von vielen bündelt.

Am Starnberger See steht das Bootshaus des Münchner Ruderklubs von 1880 - eine Landmarke an der Nordspitze des Sees. Das imposante Gebäude, anhand dessen die Kunsthistorikerin Ulrike Mertz die Geschichte des Rudersports erzählen kann, steht noch nicht lange unter Denkmalschutz; die Mitglieder waren sich zunächst nicht einig, ob sich die Rettung lohnt. Historischer Wert stand gegen den Wunsch nach modernen Trainingsbedingungen. Aber wenn am Samstagmorgen die Sonne scheint und der See spiegelglatt ist, sind all die Diskussionen vergessen. Die Leidenschaft fürs Rudern verbindet die Sportler bis ins hohe Alter.

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<title>Erdäpfelsterz und Baunkerl · Einfache Kartoffelspeisen</title>
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<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:39d84c8c204176cb?w=448&ch=79d593472a858886"></img><br/>Die Alltagsküche besteht heute eher aus industriell hergestellten Fertigprodukten und das heute wohl bekannteste Kartoffelgericht sind Pommes Frites aus der Tüte zum Fertigbacken im eigenen Rohr.

Selber kochen ist meist auf das Wochenende beschränkt und da ist das Kartoffelschälen oft schon zu mühsam. Aber es wäre eigentlich nicht viel Aufwand, um etwa saftige "Erdäpfelzelten", knusprige "Bruckbäum" und "Baunkerl", "Gremmeltaler" oder einen reschen "Sterz" zu machen.

Gerichte von Bäuerinnen, Hobby- und Profiköchen
Autor Paul Enghofer hat sich in Niederbayern bei Bäuerinnen, Hausfrauen, bei Hobby- und Profiköchen umgesehen, die die Kartoffelgerichte schätzen und wissen, wie der von manchen "gefürchtete" Kartoffelteig so gelingt, dass daraus süße Strudel oder Zwetschgenknödel werden können. Aber auch einfache Gerichte wie ein "saures Kartoffelgemüse" oder ein Braten, nur aus Kartoffeln, werden vorgestellt.

Erstsendung: 20.06.2021

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<title>Die Instrumentenbauer von Bubenreuth</title>
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<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:0a7eb9d98b186f53?w=448&ch=b680f2c8c20f2c2e"></img><br/>Ein Film von Markus Dörnberger
Auf dem Dachboden beginnt das Leben seiner Instrumente - im Holzlager von Günter H. Lobe, einem Geigenbauer aus Bubenreuth bei Erlangen. Wo jahrzehntealtes Fichtenholz in der Stille auf seine Bestimmung wartet, schlägt das Herz einer Handwerkstradition, die bis heute Musikerinnen und Musiker auf der ganzen Welt verbindet. Günter H. Lobe arbeitet gemeinsam mit seiner Tochter Hannah, ebenfalls Geigenbauerin, in der Werkstatt der Familie.

Seit 1949 ist Bubenreuth ein Zentrum des deutschen Streich- und Zupfinstrumentenbaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden rund 2000 vertriebene Geigenbauer und Instrumentenmacher aus dem böhmischen Schönbach im fränkischen Dorf eine neue Heimat. Mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrer Leidenschaft machten sie Bubenreuth in kürzester Zeit zu einem Ort, an dem Weltruhm entstand - und Klanggeschichte geschrieben wurde.

Die Geschichte Bubenreuths ist untrennbar mit der Firma Höfner verbunden. Weltbekannt wurde der Name, als Paul McCartney in den 1960er-Jahren seinen legendären Höfner-Bass spielte. Jahrzehnte später wurde das lange verschollene Instrument wiedergefunden - eine Sensation, die bis heute fasziniert und die enge Verbindung zwischen Handwerk und Popkultur sichtbar macht. Gerhilde Höfner, verheiratete Benker, und ihr Ehemann Christian Benker erzählen von der Firmengeschichte.

Walter Glassl, 88 Jahre alt, fertigt noch immer Plektren in Handarbeit. Aus dünnen Zelluloid- und Nylonplatten entstehen in seinem Keller seine "Spielblättla", die in der Welt des Rock'n'Roll unverzichtbar sind. Seine Produkte spielen Gitarristen und Bassisten auf allen Kontinenten. Auch die Firma Pyramid steht für diese Verbindung aus Tradition und Innovation. In sechster Generation produziert die Familie Junger hier Saiten für nahezu jedes Instrument der Welt.

Die Familie Dörfler führt ebenfalls die Schönbacher Tradition weiter. In ihrer Werkstatt entstehen handgefertigte Bögen - jedes Stück ein Unikat, das rund 40 Stunden Arbeit erfordert. Trotz moderner Maschinen bleibt die entscheidende Kunst reine Handarbeit.

In der Geigenbauersiedlung klingen die Werkstätten noch immer, im neuen Kulturhof H7 probt das Bubenreuther Symphonieorchester, und im Kindergarten wachsen die Nachkommen jener Familien auf, die ihren Klang von Böhmen nach Franken brachten.

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<title>Hüttengeschichten · Leben mit einem Denkmal</title>
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<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 14:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:1c0fd14c35012301?w=448&ch=7aee29d58b004101"></img><br/>Ein Film von Sybille Krafft
Selbst auf der hochalpinen Berghütte haben sich die Zeiten geändert: Was früher beispielsweise eine rettende Schutzhütte war, ist heute oft ein gefahrlos zu erreichendes Ausflugsziel geworden. Dabei haben sich auch die Erwartungen der Gäste gewandelt. Heute wünscht mancher Wandersmann eher ein schickes Alpenhotel als ein spartanisches Matratzenlager.

Sybille Krafft ist in ihrer preisgekrönten Reihe "Leben mit einem Denkmal" diesmal mit ihrem Team in die österreichische und bayerische Bergwelt vorgedrungen und hat sich mit Hüttenwirten, Almbauern und Sennerinnen über die Geschichte ihrer Gebäude unterhalten.

Eine besondere Herausforderung: Hütten denkmalgerecht nutzen
Ob im Allgäu, im Ötztal oder in der Jachenau - die denkmalgerechte Nutzung einer historischen Hütte ist für alle eine besondere Herausforderung.
Erstausstrahlung: 05.05.2019

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<title>Die Sennerin</title>
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<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:35:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:bb2355740fcb1948?w=448&ch=23d8be079d1b75e4"></img><br/>Ein Film von Matti Bauer
Uschi will Bäuerin werden und den Hof ihrer Eltern übernehmen. Anstatt weiter mit den Eltern unter einem Dach zu wohnen, ist sie ins Austragshäusl gezogen. Nur wenige Meter vom Hof der Eltern entfernt hat sie sich ihr Nest gebaut, mit eigenem Telefonanschluss.

Wie schon die vergangenen Jahre zieht es die eigenwillige Jungbäuerin im Sommer wieder in die Einsamkeit einer Alm hoch über dem Tegernsee. Dort wird sie als Sennerin vier Monate lang die Verantwortung für 30 Kühe und Kälber übernehmen, Butter und Käse machen und sich auf ihre Prüfung als Landwirtschaftsmeisterin vorbereiten. Sie liebt die abenteuerliche Mischung aus Verantwortung und Freiheit, die sie als Sennerin hat. Diesmal ist Uschi die Zeit auf der Alm besonders wichtig, denn es wird das letzte Mal sein. Sie will den Hof ihrer Eltern übernehmen.

Filmemacher Matti Bauer hat die junge Bäuerin über ein Jahr lang begleitet. Uschis Geschichte ist die vieler junger Menschen vom Land, die einen Hof übernehmen sollen - und doch eine ganz besondere. Welchen Weg die junge Frau auch nehmen wird, es wird ihr eigener sein. Manchmal wird ihr Eigensinn Uschi in die Quere kommen, doch aufgeben wird sie bestimmt nicht.
Erstausstrahlung am 05.09.2004

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<title>Von Köhlern, Glas und Köstlichkeiten · Im hohen Norden Frankens</title>
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<pubDate>Sun, 31 May 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:891b36afbecab0f2?w=448&ch=1b692f3d01103e09"></img><br/>Die filmische Entdeckungsreise führt die Regisseurin Annette Hopfenmüller und ihr Team in den nördlichsten Winkel von Oberfranken. Auf dem Weg dorthin machen sie im Frankenwald Halt bei ehrenamtlichen Köhlern, die das historische Gewerbe am Leben halten - trotz mühevoller Schwerstarbeit beim "Ernten" der Holzkohle. Und trotz der Tatsache, dass danach einmal duschen nicht reicht.

Im 800-Einwohner-Dorf Kleintettau, direkt an der bayerisch-thüringischen Grenze, werden Parfümflakons für den Weltmarkt produziert. Dass daraus noch allerlei Nebenprojekte entstanden sind wie ein Tropenhaus, ein Museum und die Zucht schottischer Hochlandrinder, die auf einstigen Minenfeldern grasen, ist den Ideen des Glasunternehmers Carl-August Heinz und seinem Stammtisch zu verdanken.

In Ludwigsstadt selbst hat das Stadtleben seit der Wende einiges an Lebendigkeit eingebüßt. Und doch blitzen bei genauerem Hinsehen faszinierende Facetten auf - sowohl in der Stadt als auch in ihren Ortsteilen. Da gibt es landschaftlich den sich gerade verändernden Frankenwald, phänomenale Terrassenausblicke und beeindruckende Steinbruchkrater.

Die Begegnungen mit den Menschen hier sind geprägt von einer unaufgeregten Herzlichkeit. Der Heimatforscher Siegfried Scheidig rekonstruiert Stanniolmotive auf Schieferfassaden und kann auf nahezu jede Frage zu seiner Heimat Antwort geben. Die Metzgerei Stüber am Marktplatz von Ludwigsstadt ist ein gesellschaftlicher Dreh- und Angelpunkt, in der die junge Wirtin Sandra Treuner ihr deftiges Wurstrepertoire für die eigene Gaststätte einkauft.

Überhaupt ist in Zeiten des "Gaststättensterbens", das aufgrund von Nachwuchsmangel überall herrscht, das Wirtshaus "Bei Schesserles" ein Lichtblick für die Stammgäste. Sandra Treuner betreibt es gemeinsam mit ihrem Schwiegervater Werner Treuner. Und der ist ein selbstbewusster Repräsentant des hiesigen Dialekts.

Eine der attraktivsten "Sehenswürdigkeiten" der Region ist ein Zentrum des feinen Geschmacks: Im Ortsteil Lauenstein zeigt Thomas Luger, der Mitinhaber einer großen Pralinenmanufaktur, mit welchen süßen Versuchungen man heute in der Genussbranche erfolgreich ist. Und der etwas kleinere Mitbewerber Andreas Bauer aus der Nachbarschaft beweist, dass man mit einer "windbeuteligen" Idee auch seine Kundschaft haben kann.

Versteckt im tiefen Wald, direkt am ehemaligen Todesstreifen, hat der wagemutige Münchner Veranstalter Otger Holleschek die denkmalgeschützte, einst verfallene Steinbachsmühle saniert. Trotz aller Mühsal und Unwägbarkeiten spricht er von "Liebe, gegen die man keine Chance hat".

Ein Film von Annette Hopfenmüller

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<title>Einfach bauen</title>
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<pubDate>Sun, 24 May 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:439cd09b0cca417e?w=448&ch=1aa07e5e12788c30"></img><br/>Ein Film von Sylvia von Miller
Florian Nagler hat vor seinem Architekturstudium eine Zimmermannslehre gemacht und damals mitgeholfen, ein altes Kleinhäusler-Haus in Thanning bei Egling zu renovieren. Es hat alles, was ein Haus braucht. "Geronnene Erfahrung aus Jahrhunderten" kann man hier sehen. Dieses Wissen wendet Florian Nagler auch bei neuen Häusern an: Wieder einfach und nützlich, haltbar und ökologisch zu bauen ist sein Ziel.

So ist auch die "Maschinenhalle" in Irschenhausen entstanden. Eine aus dem Holz des Bauern und Bauherrn Andreas Wach gebaute Vollholzkonstruktion mit vielen schönen Details, die eine Funktion haben. Die Halle haben die Bewohner von Irschenhausen schon als Festhalle entdeckt. Auch ein Einfamilienhaus hat Florian Nagler aus der Idee des einfachen Bauens heraus entworfen. In Mitterfischen am Ammersee hat die Familie Hiltbrunner ein schlichtes, nicht sehr großes, offenes Haus gebaut.

Auch der Bauunternehmer Ernst Böhm verfolgt das Ziel des einfachen Bauens. In Mietraching, in der Nähe von Bad Aibling, auf einem ehemaligen Kasernengelände, wurden viele verschiedene Ein- und Mehrfamilienhäuser von unterschiedlichen Architekten gebaut. Sie sind einfach und schön. Es gibt keine Tiefgaragen und auch an der Haustechnik hat man gespart und dafür hochwertige Materialien bei den Baustoffen verwendet. Denn ein Haus kann viele hundert Jahre bestehen, die moderne Haustechnik ist oft nach 30 Jahren kaputt.

Florian Nagler und Ernst Böhm haben in Mietraching mit wissenschaftlicher Begleitung der TU München Forschungshäuser errichtet. Zuerst mit Holz, Ziegel, Leichtbeton und vielen Elementen aus dem alpenländischen Bauen, wie Satteldächern, Vorhäusern und tiefen Fensterlaibungen, die im Hochsommer das Überhitzen der Räume vermeiden. Die Energiewerte, sowohl beim Bau wie auch beim Verbrauch, waren gut, vergleichbar mit Niedrigenergiehäusern.

Jetzt sind sie noch weiter gegangen, um noch mehr Beton zu vermeiden und Energie einzusparen. Für die Bodenplatten wurde Recyclingbeton oder Betonplatten von einer alten Straße verwendet. Die Häuser werden mit Lehmziegeln oder ungebrannten Recyclingziegeln gebaut, die Außenwände sind meistens aus Holz. Es zeigt sich auch, wie sich die neuen Baustoffe beim Verarbeiten auf der Baustelle verhalten, die Zimmerer und Maurer müssen sich oft erst daran gewöhnen.

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<title>Zwiesel, Steiner, Stoißer · Drei Almen im Berchtesgadener Land</title>
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<pubDate>Sun, 17 May 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b63087458948ece9?w=448&ch=0e451eba782751cf"></img><br/>Die Zwieselalm über Bad Reichenhall ist nur zu Fuß zu erreichen. Familie Potschacher hat viele Unterstützer, die unentgeltlich beim Auftrieb der Ziegen helfen, Lebensmittel hinauftragen, Gäste versorgen, Hubschraubertransporte vorbereiten und im Steilgelände die Zäune einschlagen. Trotzdem ist Andreas Potschacher und seine Familie kurz davor, den Gastbetrieb für Wanderer aufzugeben, wie schon zuvor einige andere Almen im Berchtesgadener Land. Erdrückend scheint die Last der Vorschriften und Gutachten, die erbracht werden müssen.
Auf der Nordseite des Staufenmassivs liegt die Steiner Alm. Cati Hartl verbringt seit mehr als vierzig Jahren den Sommer hier. Mit Kühen, Ziegen, Pferden und Eseln. Sie bewirtet auch die Wanderer, die heraufkommen. Mittlerweile sind es viele Radfahrer, auch E-Biker. Manche wissen nicht, wie sie den steilen Weg wieder hinunterkommen sollen, andere fahren überall rund um die Alm und machen die Steige und Wanderwege kaputt. Auf der großen Fläche der Steiner Alm, die bis zum Gipfel des Staufens reicht, muss Cati mit ihrer Familie viele Kilometer Zaun stecken, auch damit die Ziegen nicht wieder mit den Bergsteigern zum Klettern gehen. Aber es gibt auch einige Orte, an denen sie niemandem begegnet, wo die uralten verwachsenen Bäume stehen oder wo sie weit ins Land hinausschauen kann.
Die Stoißer Alm am Teisenberg gehört seit einhundert Jahren der Almgenossenschaft Freidling. 1926 hatten die Bauern der Umgebung ihr Schafweiderecht am Teisenberg verloren. Zwei Jahre später stimmten 26 Landwirte beim Wirt in Freidling für den Kauf eines Bauernsach und der dazugehörigen Alm auf dem Teisenberg. Mit der Alm war eine Schankerlaubnis verbunden. Auch nach hundert Jahren betreibt die Almgenossenschaft Freidling die Stoißer Alm. Seit einiger Zeit sind keine Milchkühe mehr hier oben, sondern nur noch Jungvieh. Der Gastbetrieb ist wichtiger geworden. Die 26 Bauern und Bäuerinnen, ihre Kinder und Aushilfen arbeiten abwechselnd in der Küche. Die Senner und Sennerinnen, die sie anstellen, sind heute nicht mehr fürs Vieh zuständig, sondern Hüttenwirte. In diesem Jahr ist Christoph Thaler der Hüttenwirt. Zwischen dem Abschluss des Dolmetscherstudiums in Wien und einer Arbeit als Deutschlehrer in Kolumbien ist er den Sommer über auf der Stoißer Alm.
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<title>Passstraßen der Alpen · Über das Penser Joch zum Mendelpass</title>
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<pubDate>Thu, 14 May 2026 19:30:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:4272d66d8acc4805?w=448&ch=9ea9d47f2984a0f9"></img><br/>Passstraßen führen von Sterzing über das Penser Joch durch das Sarntal nach Bozen und auf den Mendelpass. Entlang der in Vergessenheit geratenen Wege bewundern wir Berglandschaften und erkunden den Alltag der Anwohner.

Wer die Brennerautobahn nach Italien fährt, hat meist das Urlaubsziel vor Augen und nimmt sich nicht die Zeit, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, um andere Plätze zu erkunden.

Von Sterzing aus gibt es eine lohnenswerte Variante zur eintönigen Autobahn über das Penser Joch durch das Sarntal nach Bozen. Entlang der Passstraße trifft man auf interessante Menschen und lernt deren Handwerk kennen. Traumhafte Berglandschaften säumen den Weg.

Und von Bozen aus führt die Route weiter über Kaltern hinauf auf den Mendelpass. Dort erzählen drei Damen aus Tramin von vergangenen Zeiten, als die Etschtaler Bauern hier noch den Sommer verbrachten.

Erstausstrahlung: 25.07.2021

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