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<title>Unter unserem Himmel</title>
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<description><![CDATA[Unter unserem Himmel: Eine Sendung von BR.]]></description>
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<pubDate>Sun, 20 Sep 2026 14:31:31 +0000</pubDate>
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<title>Die normale Wiesn</title>
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<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 15:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:1656e8fe05d8e5b4?w=448&ch=805dd2be4a1723f8"></img><br/>Filmemacher Klaus Röder drehte viele Jahre auf dem Oktoberfest, weil der Rummel immer größer wurde, wollte er nicht mehr hin - eigentlich. Er hat sich auf die Suche begeben nach der normalen Wiesn, so, wie er sie als Kind und Jugendlicher erlebt hat.

Eine Wiesn, wo man noch durch die Straßen schlendern konnte, ohne hindurchgedrückt zu werden, gefangen in einer zähfließenden Menschenmenge, der man nicht entrinnen kann.

Klaus Röder hat sich umgeschaut und Menschen besucht, die er vor vielen Jahren bei den Dreharbeiten kennengelernt hat. Wie die Bedienung Angie im Augustinerzelt. Den Betreiber der Achterbahn. Oder die Steilwandfahrer. Und so ist ein Film entstanden mit einer ganz persönlichen Sicht auf dieses große Fest mit den vielen kleinen Geschichten.
Erstsendung am 10.09.2017<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3385242">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Vor der Wiesn</title>
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<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 09:25:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:e66e94280618154e?w=448&ch=0bcfaaf71d694875"></img><br/>Der Trubel auf der Theresienwiese beginnt schon einige Wochen vor der Wiesneröffnung. Achterbahnen, Karussells und Stände müssen aufgebaut und die Bierzelte eingerichtet und dekoriert werden. In den Trachtengeschäften Münchens herrscht Hochbetrieb, man kleidet sich für das Oktoberfest ein.

Die letzten beiden Wochen des Wiesnaufbaus werden im Film festgehalten. Die Kamera beobachtet den technischen und organisatorischen Aufwand, der hinter dieser Großveranstaltung steckt, bis zum Eröffnungstag. Gespräche mit Inhabern von Fahrgeschäften, Bedienungen, Arbeitern und Angestellten zeigen neue Aspekte von der Wies'n und bieten dem Zuschauer Einblicke hinter die Kulissen.
Erstsendung: 15.09.2002



<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3277504">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Weinbau im Wandel · Fränkische Winzer im Aufbruch</title>
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<pubDate>Sun, 13 Sep 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:8bb57bb698b2b40c?w=448&ch=90ff7d1736a66ded"></img><br/>Trockenstress, Hitzewellen, Starkregen: Der Klimawandel stellt den Weinbau in Franken vor grundlegende Fragen - vor allem beim Umgang mit Boden und Wasser. In dem Film werden ein Jahr lang Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen fränkischen Regionen begleitet, die mit viel Erfahrung, Mut und neuen Ideen auf die veränderten Bedingungen reagieren.

Im Aischgrund bei Ipsheim setzen Julia und Victor Haller auf konsequent biodynamischen Weinbau: Hornmistpräparate, sorgfältig aufgebauter Humus und Stroh als Schutzschicht sollen den Boden fruchtbarer und widerstandsfähiger machen. Am Theilheimer Altenberg südlich von Würzburg überlassen Christian und Christina Deppisch die Pflege eines Teils ihrer Weinberge Zwergschafen.

Im fränkischen Taubertal zeigt der Landwirt und Winzer Stephan Krämer, wie eine bewusst hoch wachsende Begrünung und ein lebendiger Boden Starkregen besser aufnehmen und Trockenphasen abmildern kann.

Wie sich der Weinbau in Franken insgesamt klimafit machen lässt, erforscht die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim. Wissenschaftler wie Daniel Heßdörfer testen unter anderem den Einsatz von Stroh, neue Pflanzsysteme am Hang, unterschiedliche Bewässerungsformen und Rebsorten aus trockeneren Regionen. Die Dokumentation Weinbau im Wandel - Fränkische Winzer im Aufbruch erzählt vom Arbeiten im Weinberg und zeigt, wie eng Klimawandel, Landwirtschaft und regionaltypische Weinkultur miteinander verbunden sind.
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<title>Einsatz fürs Bergidyll · Im Hintersteiner Tal</title>
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<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:9fd07c85efd1d69d?w=448&ch=7239efb041e35033"></img><br/>Ein Film von Ralf Bücheler
Das Hintersteiner Tal mit dem Dorf Hinterstein gehört zum Marktort Bad Hindelang und ist noch ein kleines Paradies. Das aber viel Arbeit macht. Wir treffen Menschen, die sich mit großer Leidenschaft darum kümmern, dass die schöne, artenreiche Kulturlandschaft auch für kommende Generationen lebenswert bleibt. Und für Besucher, die sich zahlreich einfinden.
Der Nebenerwerbsbauer Christian Agerer sorgt mit den wenigen Landwirten, die im Tal noch übrig sind, dafür, dass die ausgedehnten Weideflächen weiter bewirtschaftet werden. Zusammen mit der Weidegenossenschaft und der Gemeinde Bad Hindelang suchen sie nach kreativen Lösungen, denn viel Geld steht nicht zur Verfügung.
Auf der Zipfelsalpe versorgt Max Kotz im Sommer über 200 Jungrinder, hält die Weiden von Büschen und Bäumen frei, zudem bewirtet er Wanderer, denn vom Hirtenlohn könnte seine Familie nicht leben. Und auch die Alpen bekommen den Klimawandel immer mehr zu spüren: Es wird trockener und man muss jetzt in die Wasserversorgung investieren.
Die Naturschutzwächterin Tamara Rusch wandert regelmäßig zu sensiblen Stellen im Naturschutzgebiet. Vor allem am viel besuchten Schrecksee sorgt sie dafür, dass sich die Touristen an die Regeln im Naturschutzgebiet halten. Ein Ehrenamt, für das die junge, berufstätige Frau und Mutter viel Freizeit opfert.
Auch der Berufsjäger Michael Bentele muss auf Touristen aufpassen, die sich mitunter in seinem Revier herumtreiben. Viel Arbeit machen sie auch der Hintersteiner Bergwacht. Bereitschaftsleiter Raphael Müller und seine Kameraden führen jedes Jahr etliche Rettungseinsätze durch – ebenfalls ehrenamtlich, egal bei welchem Wetter und zu welcher Uhrzeit.
Doch die Wirtsleute der Alpenvereinshütte Prinz-Luitpold-Haus sind froh über die vielen Gäste, denen sie das schönste Leben verdanken, das sie sich vorstellen können - mitten im Bergparadies
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<title>Veronika Fitz · Volksschauspielerin</title>
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<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 21:05:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:3fa4be420a0a8cbc?w=448&ch=b770362800f8dbd2"></img><br/>Mit 76 Jahren trat Veronika Fitz zum letzten Mal vor die Kamera. So entstand das intime Porträt einer Volksschauspielerin, die als Mitglied einer großen Künstlerfamilie die Schauspielerei schon mit der Muttermilch aufgesogen hatte.
Ein Film von Martin Weinhart
Das Portrait zeichnet die wichtigsten Stationen ihrer Karriere nach, die Anfänge auf der Fitz-Kinderbühne ihrer Mutter, die Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule, ihr Wirken auf der Bühne und im Film, bis hin zu der Rolle, die ihr schließlich den Durchbruch beim Publikum bescherte: „Die Hausmeisterin.“ Veronika Fitz spricht offen über ihre Melancholie, die auch die Hausmeisterin geprägt hat, und über die tragisch endende Beziehung zu ihrem ersten Mann, dem Vater ihrer Tochter Ariela Bogenberger.
Mit 76 Jahren musste Veronika Fitz nach einem Sturz ihren langjährigen Wohnort Krailling verlassen und zog nach Prien am Chiemsee zu ihrer Tochter Ariela. Anlässlich dieser Neuausrichtung blickt Veronika Fitz auf ihr bewegtes Leben zurück. Während der Eingewöhnung in ihre neue Umgebung erleben wir eine Frau, die mit trockenem Humor auf die Höhen und Tiefen ihres Lebens blickt, und spüren das Geheimnis ihrer Kunst, ihre Verletzlichkeit.
Es war das letzte Mal, dass die Volksschauspielerin vor der Kamera stand. 2020, mit 83 Jahren, ist Veronika Fitz in Bad Aibling gestorben.
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<title>Ferienträume im Bayerischen Wald</title>
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<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:c1400a7e345972ad?w=448&ch=f17ee79ded00422f"></img><br/>In den 1970ern setzte man Hotelkolosse in die schönen Hügel des Bayerischen Walds, Pensionen wurden im Jodel-Stil erbaut. Der Film zeigt Menschen, die heute Ferienträume wahr werden lassen, jenseits moderner Wellness-Tempel.

Etwas versteckt, oberhalb von Drachselsried im Zellertal, liegt der Gutsgasthof Frath. Generationen lebten hier oben vom Wald und von der Landwirtschaft, seit den 1960er-Jahren auch vom Tourismus.

Ein kleines Paradies, umgeben von Wald und Wiesen mit Blick auf den Arber. Alle drei Generationen helfen mit, obwohl die Altbauern Anna und Nikolaus schon längst im Austrag sind. Natürlich könnten sie mehr Profit aus ihrem Kleinod schlagen, es gab sogar ein Angebot für einen Golfplatz, aber das interessiert die Geigers nicht. Lieber bleiben sie unabhängig, als Kleinbauern und Gastwirte.

Nachhaltigkeit und Idealismus sind auch die Gründe, warum weiter südöstlich, auf dem Geyersberg in Freyung, ein alter Ferientraum wieder zugänglich ist. Das Panoramarestaurant Die Geyerei bietet einen spektakulären Blick über die Hügel des Unteren Bayerischen Waldes bis hinein ins Donautal. Lange stand es leer, bis sich der Freyunger Optiker Richard Gibis seiner angenommen hat. Das Restaurant gehört zum Ferienpark Geyersberg: 416 Ferienapartments inklusive Schwimmbäder, erbaut 1972 mit Hilfe der Grenzlandförderung.

Viele dieser Betonkolosse wurden damals im Bayerischen Wald errichtet, um den Tourismus am Eisernen Vorhang attraktiv zu machen. Einige wurden mittlerweile abgerissen oder sind Ruinen. Ressourcenverschwendung, findet Richard Gibis, warum nicht das nutzen, was schon da ist.

So ist auch eines der ungewöhnlichsten Ferienhäuser im Bayerischen Wald entstanden, der Schedlberg. Der Hof oberhalb von Arnbruck war schon in sich zusammengefallen. Gerade deswegen wollte Architekt Peter Haimerl diesen besonderen Ort retten - originale Waldlerhäuser gibt es nur noch sehr wenige. Als in den 1970ern der Tourismus boomte, rissen viele Einheimische ihre alten Häuser ab und bauten neu. Peter Haimerl, der als Kind selbst diesen Wandel erlebt hat, will mit seiner Architektur die Identität und das Lebensgefühl der Gegend erhalten.

Auch Manuel Greisinger und seine Frau Anna nutzen lieber alte Bausubstanz als neu zu bauen. Nur ein paar Kilometer vom Schedlberg entfernt kauften sie den leerstehenden Lieblhof und kamen auf die Idee, Ferienwohnungen zu integrieren, auch ihre Leidenschaft für Pferde kann Anna hier mit den Feriengästen teilen. So ist der Lieblhof auch ein Beispiel dafür, dass es gegen den Trend, immer größere Wellnessanlagen und Chalet-Dörfer in die sanften Hügel des Bayerischen Waldes zu bauen, noch immer Ferienträume gibt, die die Besonderheit der Landschaft wahren.
Erstausstrahlung: 29.10.2023


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<title>Von Hausgeistern, Buchdruckern und alten Motoren · Hersbrucker Geschichten</title>
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<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:5625bc48953da9b6?w=448&ch=8b14b16604c30fcf"></img><br/>Ein Film von Markus Dörnberger
Hersbruck ist der Eingang zur Hersbrucker Schweiz und hat sich den Charme vergangener Zeiten noch vielerorts erhalten. Zahlreiche historische Gebäude schmücken das Stadtbild. Im Ortsteil Altensittenbach steht ein altes Hopfenhaus von 1877, das viel Geschichte in sich trägt. Die Familie Tepper, die das Kalmpeterhaus bewohnt, liebt alte Dinge. Rene Tepper sammelt alte US-Autos und Motorräder. Hier stehen historische Triumph- und Harley-Davidson-Maschinen neben einem Ford Coupé aus dem Jahre 1939, mit dem auch heute noch Rennen gefahren werden.
In der historischen Stadtmauer wird ein fast ausgestorbenes Kunsthandwerk ausgeübt, der Kunstdruck. Neben Büchern und Plakaten entsteht hier der alljährliche Kalender der Hersbrucker Bücherwerkstatt, unter Sammlern ein begehrtes Liebhaberstück. Michael Gölling und Günther Tobisch gründeten die Druckwerkstatt schon 1969, heute sind die Drucker zu sechst.
1963 fand in Happurg, südöstlich von Hersbruck, das erste „Bergrennen“ statt. Das veränderte das Leben des damals 14-jährigen Waldemar Bogner, sein Traum war ab da ein eigener Porsche 356. Oberhalb des Happurger Stausees liegt die Houbirg, der höchste der sieben Hügel, die Hersbruck umgeben – ein wahrlich geschichtsträchtiger Ort, schon 1600 Jahre vor Christus gab es hier Ansiedlungen. Wegen des grandiosen Ausblicks und bizarrer Felsformationen ist die Houbirg auch heute noch ein beliebter Ausflugsort. Auch das dunkelste Kapitel Herbrucks beherbergt die Houbirg. Die Nazis planten hier noch 1944 eine gigantische unterirdische Motorenfabrik.
Auf dem Hersbrucker Marktplatz steht „der Langguth“, ein kleines Kaufhaus mit einem ganz besonderen Sortiment. Georg Schmidt betreibt seit 60 Jahren das Geschäft und ist ein Kaufmann alter Schule. Die Segelfliegerei ist ein großes Thema in Hersbruck. Die LSG Hersbruck fliegt in der 1. Bundesliga, in modernen und in historischen Flugzeugen. Wir starten mit Agnes Hiller und Tanja Ziegler in den Hersbrucker Sommerhimmel.
In Henfenfeld in der Nähe Hersbrucks, führt Denette Whitter, eine gebürtige Texanerin, in ihrem Schloss eine Opernakademie und unterrichtet dort Sängerinnen und Sänger aus aller Welt. Sie erzählt, wie sie nach Franken gekommen ist und wie sie die täglichen Aufgaben meistert, die ein altehrwürdiges Anwesen so mit sich bringt.
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<title>Nürnberg Gostenhof · Stadt im Wandel</title>
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<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:10b2126a5f0a4e35?w=448&ch=3b87e2d3e17acf8f"></img><br/>Ein Film von Melisa Lota
Malerische Hinterhöfe, Künstlerateliers, kleine Cafés und Läden machen Gostenhof zu einem Szeneviertel in Nürnberg. Die engen, einfachen Arbeiterwohnhäuser aus der Zeit, als der Stadtteil als Motor der bayerischen Industrialisierung Unternehmen wie Herkules und Schuco zu Weltruhm verhalf, sind heute längst saniert.
In den 1950er- und 1960er-Jahren dagegen waren die meisten Gebäude baufällig. Damals zogen die Eltern von Maria Tsantekidou von Griechenland nach Gostenhof.
Die Mieten waren günstig, zu arbeiten gab es mehr als genug. Maria wuchs mit ihren Geschwistern in Griechenland bei der Großmutter auf. Nur in den Ferien sah sie ihre Eltern. Erst mit zwölf Jahren zog auch sie in den Nürnberger Stadtteil. Marias Familiengeschichte ist eine von Tausenden in Gostenhof. Weit über die Hälfte der Bewohner Gostenhofs haben eine Migrationserfahrung in der Familie.
Marias Eltern packten tatkräftig mit an, als der Stadtteil ab 1980 zum Sanierungsgebiet wurde. Nicht über die Köpfe der Bewohner hinweg, sondern mit ihnen gemeinsam wurden Hinterhöfe saniert, Spielplätze und Parkanlagen geplant.
Aktiv sein, sich für eine gute Nachbarschaft einbringen – dieser Geist weht noch heute durch Gostenhof. Daniela Müller verbringt viele Abende im Bürgerverein und Stadtteilarbeitskreis. Sie hat die Hinterhofflohmärkte ins Leben gerufen, setzt sich für mehr grün und weniger Verkehr ein. Wenn es darum geht, den Lebenswert im Wohnviertel zu fördern, ist Daniela engagiert dabei.
Melanie Ibemba ist in Gostenhof als Kind afrikanischer Einwanderer aufgewachsen. Abends steht sie als Musikerin auf der Bühne, tagsüber arbeitet sie als Kinder- und Jugendbeauftragte im Sozialwerk der Heilsarmee. Die Unterstützung im Stadtviertel hat ihr als Kind Stabilität gegeben. Die gibt sie jetzt an die Kinder zurück, deren Familien sich das trendige Gostenhof nur noch schwer leisten können.
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<title>Auf der Unteren Lärchenbergalm</title>
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<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 17:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:6120a9238e0d4103?w=448&ch=b024dcb982701cec"></img><br/>Josef Kahn ist ein Bergbauer im Austrag, die Untere Lärchenbergalm in den Kitzbüheler Alpen gehört zum Hof. Sepp versorgt 30 Stück Rindvieh, Ziegen und Schweine. Seit 20 Jahren freut er sich auf jeden neuen Almsommer.
Hier oben ist sein Reich, alles auf der Unteren Lärchenbergalm ist beseelt von seinem Wesen, und Bild für Bild erfahren wir, dass der Sepp wohl ein Bauer ist, aber ein Bauer mit einem starken Sinn für Poesie, für die Poesie, die sich in den einfachen elementaren Dingen verbirgt, die den Sepp auf der kleinen Alm umgeben.
Sepp arbeitet den ganzen Tag, er verarbeitet die Milch der zehn Kühe zu Butter und Käse. Er verrichtet seine Arbeiten mit eleganten und klar gesetzten Bewegungen, so dass Tätigkeiten wie das Käsen, das Buttern, das Füttern der Tiere, das Kochen für sich selbst beinahe an Rituale denken lassen. Alles ist gleich wichtig, das Herstellen der Lebensmittel genauso wie das Reinigen der Geräte. „Hier oben brauche ich vor allem zwei Dinge“, sagt Sepp, „Feuer und Wasser.“
Am Abend führt er sein Almtagebuch und oft fällt ihm auch noch ein Gedicht ein oder eine kurze Geschichte aus dem Kuhstall oder aus seinem Dorf Itter in Tirol. Ein Gedicht zum Beispiel, das er geschrieben hat und für uns aufsagt, heißt „Zeit“ und beschreibt den Augenblick, aber auch die Ewigkeit. Und so steht auch ein Tag beim Ösl Sepp auf der Unteren Lärchenbergalm für ein ganzes Leben.
Erstausstrahlung: 10.07.2022
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<title>Aufgsperrt is · Eine Dorfwirtschaft in 30 Tagen</title>
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<pubDate>Sun, 09 Aug 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:e8870bc364171626?w=448&ch=c0b7eb3fd17940b2"></img><br/>Ein Film von Julian Wittmann

Verrückte Unternehmungen sind ihre Spezialität. Die Wittmann-Brüder Julian und Thomas aus Lengdorf im Landkreis Erding sind mit ihren Mopeds schon bis Las Vegas gefahren und haben daraus einen Kinofilm gemacht. Aber innerhalb von einem Monat einer ehemaligen Dorfwirtschaft wieder Leben einzuhauchen? Ist das zu schaffen?

Auf die Idee gekommen sind die beiden Filmemacher aus persönlicher Erfahrung daheim in Oberbayern. Wo gestern noch ein Wirt hinter der Theke stand, steht heute ein „Wir schließen“-Schild vor der Tür. Der Trend zum Gasthaussterben hält seit Jahren an. Wo liegen die Ursachen, obwohl doch jeder, den die Brüder treffen, das Wirtshaus in der Nachbarschaft, als Zentrum im Ort, schmerzlich vermisst? Welche Rollen spielen behördliche Auflagen und ökonomische Sachzwänge? Welche Impulse braucht es, damit die Leute wieder zusammen hocken, statt jeder allein daheim auf dem Sofa?

Leere Gasthäuser sind an sich nicht schwer zu finden. Julian und Thomas Wittmann suchen für ihr Projekt ein nahegelegenes und entscheiden sich für die einstige Dorfwirtschaft von Obergeislbach. Was 1977 als Vereins-Gaststätte für die Schützen eingeweiht wurde, ist seit mehreren Jahren ein baufälliges Haus, umgeben von einem dichten Brennnessel-Dschungel. Hier braucht es viele helfende Hände, um den Räumen und dem Garten wieder Leben einzuhauchen. Zum Glück spricht sich die kühne Idee der Wittmanns schnell herum, auch dank der Social-Media-Aktivitäten von Jonas, dem jüngeren Bruder der beiden. Und so formiert sich bald ein engagierter Trupp aus Alt und Jung, Männern und Frauen, die mit schwerem Gerät, Kreativität und Know-how bei der Renovierung helfen.

Unterstützung holen sich die Wirtshaus-Retter auch von erfahrenen Gastwirten und Zulieferern. Was braucht’s für einen guten Wirt und eine gute Wirtschaft? Wie können die Gäste dazu beitragen, dass ihr Gasthaus im Ort am Leben bleibt? Wie läuft es, wenn ein Verein ein Wirtshaus betreibt? Damit die Brüder bei ihrer geplanten Eröffnungsfeier gut dastehen, gibt es Hilfe von allen Seiten. Wenn es denn klappt mit der Dorfwirtschaft in 30 Tagen.

Erstsendung: 15.09.2024<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3373615">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Bergwiesen · Vom Schwenden und Heuen</title>
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<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:7957821b3047ac97?w=448&ch=1b5b3ccb684de4ee"></img><br/>Ein Film von Bernhard Wohlfahrter
Zum Vereinsalltag gehört das Schwenden von verbuschten oder verwaldeten Flächen, gefolgt von der Beweidung mit seltenen Tierarten, wie weißen Barockesel, um hochwertiges und kräuterreiches Bergwiesenheu zu ernten. Darüber hinaus leistet der Verein einen wertvollen Beitrag zum Erhalt ökologisch intakter Naturlandschaften: Blumenwiesen mit bis zu 70 verschiedenen Pflanzenarten entstehen und bieten einen idealen Lebensraum für zahlreiche Insekten.
Als Geschichtslehrer weiß Vereinsobmann Christian Hatzenbichler um die Vielzahl an Mähwiesen, die in den vergangenen Jahrzehnten rund um Molln verschwunden sind: Früher mussten die Landwirte das Heu als Futter für die Tiere im schwer zugänglichen, steilen Berggelände mähen, da die wenigen ebenen Flächen im Tal für Ackerbau genutzt wurden. Heute gibt es im Tal keine Äcker mehr: Dort erwirtschaftet man nun das Heu und die früheren Bergwiesen verwilderten oder wurden aufgeforstet. Doch Christian Hatzenbichler und sein Verein haben es geschafft, diese Flächen freizulegen.
Das nährstoffarme, aber sehr gesunde Bergwiesenheu wird verkauft oder an Landwirte weitergegeben, die im Verein mitarbeiten: Gabriel Kirchweger ist einer davon. Er organisiert zudem die jährliche Mahd der Steilhangfläche im Lindtal. Für Gabriel ist dies einer der ganz besonderen Tage im Sommer: Das Wetter muss passen und viele seiner Freunde sollen sich Zeit für die anstrengende Arbeit nehmen.
Für Eva Schaubmair ist diese Tätigkeit hingegen willkommener Ausgleich zu ihrem Berufsalltag. Die ehemalige Schülerin von Christian ist heute selbst als Lehrerin in Wien tätig. Für die abwechslungsreiche Bergwiesen-Arbeit kommt sie immer gerne nach Molln zurück.
Leander Kogler, ein junger Forstarbeiter und Gründungsmitglied des Vereins, muss mit schweren Maschinen oft stundenlang gehen, um die abgelegenen Steilhänge, auf denen einst noch seine Großeltern ihr Heu geerntet haben, zu erreichen. Dabei träumt Leander vom eigenen Bauernhof. Schafe hat er bereits: Diese werden den Sommer über von Stefanie Tweraser und Christian auf den sich im Staatsbesitz befindenden Flächen betreut.
Auch hat Leander bereits einen Plan, wo seine Schafe den Winter verbringen werden …
Erstsendedatum: 21.07.2024
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<title>Die Wörnitz · Flussbad, Wasserfest und Inselleben</title>
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<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:3ec217b0144ab6d8?w=448&ch=f78fb23fb11dc070"></img><br/>Ein Film von Linda Hofmeier
Nicht ohne Grund nennen die Menschen die Wörnitz "Schlangenfluss". Aus Mittelfranken kommend schlängelt sie sich insgesamt 132 km Richtung Südosten bis ins schwäbische Donauwörth und gilt als der langsamste Zufluss der Donau. Durch historische Städtchen wie Dinkelsbühl und entlang Wiesen und Felder zieht die Wörnitz gemächlich ihre Bahnen. Sie ist einer der fischreichsten und kurvenreichsten Flüsse in Bayern - ein Fluss voller Leben und Geschichten.

An der Quelle in Schillingsfürst hüten Marina und Hartmut Gröner den Ursprung der Wörnitz. Ein altes Sprichwort sagt, wer einmal davon trinkt, kehrt immer wieder in das Städtchen zurück. Weiter flussabwärts bewirtschaften Josef und Saskia Leberle ihren Kartoffelacker - nah am Fluss, der ihr Leben mitprägt. Für die beiden ist Landwirtschaft mehr als Erwerb, es ist ein Lebensrhythmus.

Ungefähr auf halber Strecke, am Fuße des Hesselbergs, liegt die Schmalzmühle. Sie ist umschlossen von zwei Seitenarmen der Wörnitz und liegt somit auf einer Insel. Friedrich König nennt sich und seine Familie daher "die einzigen Inselbewohner". Seine Frau Barbara macht Käse und es gibt auch einen kleinen Hofladen.

Der Fischer und Fischereiaufseher André Holzinger kennt die Wörnitz wie kaum ein anderer. Er liebt diesen Fluss, sieht aber auch seine Verletzlichkeit. Gerade jetzt im trockenen Sommer tritt das besonders deutlich hervor. "Doch sie hat auch was Magisches", sagt er "im trüben Wasser sieht man die Fische nie und es hat immer seinen Reiz, dass man sie findet."

In Oettingen stellt Dana Abel Schmuck in Form der sich schlängelnden Wörnitz her. Und in dieser Stadt wird die Wörnitz immer wieder zum Treffpunkt der Gemeinschaft - ob im idyllischen Flussbad oder als Bühne für das jährliche Wasserfest mit fantasievollen Booten und großem Zusammenhalt. Wer an der Wörnitz lebt oder Zeit mit ihr verbringt, spürt: Dieser Fluss verbindet Menschen - und Menschen mit der Natur.

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<title>Süß oder scharf? · Kochgeschichten vom Senf</title>
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<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:dd1bd6aa9b5e7cb2?w=448&ch=900f4f6483e2aa10"></img><br/>Senf ist ein altes Gewürz. Der süße veredelt die Weißwurst, die fränkische Bratwurst krönt der mittelscharfe. Senf verfeinert Soßen und schmeckt in jeder Region anders. Ein Glück, dass er es von Asien bis nach Bayern geschafft hat.
Ein Film von Matti Bauer
Josef Gerngroß ist Bauer in der Nähe von Hilpoltstein. Auf seinem Acker blüht gelb der Senf und man könnte ihn für Raps halten, der mit ihm verwandt ist. Ungeniert pflückt Josef ein Senfblatt ab und kaut genüsslich: „Schmeckt würzig.“ Gepflanzt hat er im April, früher als Stefan Bergmair aus Steindorf, der mehr Fläche hat und einen Landhandel führt, den Sohn Stefan übernehmen wird.
Süßen Senf macht die Familie Meier in ihrer Historischen Wurstkuchl in Regensburg. Andi Meier ist hier aufgewachsen, und auch sein Sohn Bruno weiß genau, wie es geht. Er wird demnächst eine Kochlehre beginnen, damit er später in den Betrieb einsteigen kann. Erfunden wurde der süße Senf 1857 von Johann Conrad Develey in München. Beim Metzger Toni Munkert am Münchner Viktualienmarkt erleben wir, dass auf dem Leberkas auch der mittelscharfe Senf seine Berechtigung hat. Nur Ketchup, der geht gar nicht.
Von der schnellen Brotzeit zur feinen Küche im Hotel Bayerischer Hof. Der Senf kann beides. Das Gericht von Koch Philipp Pfisterer, Eier in Senfsoße, steht zwar nicht auf seiner Karte - zählt aber als Hausmannskost zu seinen Leibspeisen.
Mitten in der Senfblüte kocht Renate Bergmair einen Klassiker, Rindsrouladen. Die sind ohne Senf undenkbar und der ist bei Renate natürlich selbst gemacht. Ihr Mann Stefan ist zufrieden mit dem Wachstum seiner Pflanzen und freut sich auf die Mahlzeit.
Bei Toni Lamprecht von der Ölmühle Garting ist der Senf vom Erdfloh und Rapsglanzkäfer vernichtet worden. Immerhin kann er in seiner Mühle aus Senfkörnern wertvolles Speiseöl gewinnen und seine Mitarbeiterin Christine Dettenbeck aus den ganzen Körnern "Senfkaviar" kochen, eine Köstlichkeit für jede Brotzeit.
Vom Viktualienmarkt stammt der Münchner Kindl Senf. Für den mittelscharfen muss die Maische erst fein gemahlen werden, um die cremige Konsistenz zu erhalten. Catalina und Lisana Hartl haben den Betrieb vom Vater Theo übernommen und müssen ihn immerfort bremsen, damit dieser nicht ständig neue Senfsorten kreiert.
Senf in allen denkbaren Varianten ist im vegetarischen Tatar von Johannes Schwarz und Tim Meier. Süßer Senf, scharfer Senf, Senfblätter und Senfsamen finden sich in ihrem Gericht, das sie im Gewächshaus zubereiten.
Erstsendung: 09.06.2024
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<title>Der Hagmoar vom Hundstein · Ranggeln im Pinzgau</title>
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<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:241323c3f018dd40?w=448&ch=c8f2c0bcd616ac09"></img><br/>Ein Film von Martin Weinhart
Der Hundstein ist mit knapp über 2.000 Metern einer der höchsten Grasberge Europas. Seit 2010 ist das Hundstoa-Ranggeln in der Naturarena immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Erste Erwähnung findet diese Art des Ringens in einem Edikt von 1518, doch spricht vieles dafür, dass es bis auf die Kelten in vorchristlicher Zeit zurückgeht.

Bei den Kelten ein heiliger Berg, hat sich der Hundstein bis heute als Austragungsort bewährt. Er ist in der Mitte des Pinzgau gelegen und von allen Seiten, von Maria Alm, Zell am See, Bruck an der Großglocknerstraße und Hinterthal zu Fuß erreichbar. Beim Hundstoa-Ranggeln geht es um den Titel des Hagmoar, was so viel heißt wie Meister im umzäunten Gehege. Früher wurde der Hagmoar unter den Hirten, Sennern und Knechten ausgeranggelt.

Günther Heim war damals in den 1950er-Jahren der jüngste Hagmoar. Er hat ein Buch über das Hundstein-Ranggeln geschrieben, in dem er die Wurzeln dieses archaisch anmutenden Kampfsports zurückverfolgt.

Hans Jörg Voithofer kommt aus einer Ranggler-Familie, hat früh angefangen und den Keller voll mit Medaillen und Ehrungen. Daneben ist er Trainer vom Ranggel-Verein Bramberg am Wildkogel. Der Forstarbeiter schreibt auch Mundartgedichte und hat ein Ranggler-Lied verfasst.

Hermann Höllwart aus Taxenbach war schon sechs Mal Hagmoar. Der Nebenerwerbslandwirt nutzt jede Gelegenheit, um zu trainieren - da wird der Kuhstall zum Fitnessstudio. Hermann Höllwart will auch diesmal gewinnen, ebenso wie sein engster Mitarbeiter Almin Klicic. Gemeinsam trainieren sie für den großen Tag, denn Hagmoar kann man nur einmal im Jahr werden.

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<title>Kirschenzeit</title>
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<pubDate>Sun, 05 Jul 2026 19:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:ed50d471e34d4f11?w=448&ch=1da5faf8170fa2bc"></img><br/>Ein Film von Sandra Schlittenhardt
Der Kirschenanbau ist nichts für schwache Nerven, Horst März weiß: Ein Frost im Frühjahr und schnell ist die Ernte dahin. 500 Bäume stehen bei ihm in Junkersdorf, im nördlichen Teil der Haßberge. Einen Teil davon hat schon sein Vater gepflanzt. Zur Erntezeit nimmt sich Horst März Urlaub, trotzdem braucht es fast die halbe Verwandtschaft, um alle Kirschen rechtzeitig zu pflücken. Geerntet wird meist in der Früh oder am Abend, die Früchte vertragen die Hitze nicht. Für all seine Pflücker hält Horst handgeflochtene Weidenkörbe bereit. Seiner Ansicht nach noch immer die beste Erntehilfe.

Früher hat der Kirschenbauer die Früchte direkt am Hof verkauft, sein Sohn Steffen macht es anders. Direkt an der viel befahrenen B279, die mitten durch den Ort führt, hat Steffen März sein Verkaufshäuschen aufgestellt. Anfangs war er skeptisch, doch der Verkauf mit Selbstbedienung läuft gut.

Trotz schlauer Verkaufsideen, viel Geld verdienen die Familien mit ihren Kirschen nicht. Früchte, die sie nicht selbst verkaufen, müssen im Handel in Aussehen und Größe strengen Vorschriften genügen. Auf dem Obstgroßmarkt in Pretzfeld wird die Qualität mit Hilfe von Schablonen geprüft. Früchte unter 22 mm Durchmesser kommen gar nicht erst in den Supermarkt.

Johannes Haas, Obstbauer und Brenner in der Fränkischen Schweiz, geht einen anderen Weg. Seine Kirschen baut er ausschließlich fürs Brennen an. Hierfür wählt er besonders aromatische, alte Sorten, wie etwa die tiefschwarze Dolleseppler-Süßkirsche. Zur Ernte werden die Bäume wie bei der Olivenernte kräftig geschüttelt und die heruntergefallenen Früchte aufgelesen. An einem Vormittag kommen so schnell drei Tonnen Kirschen für die Edelbrennerei zusammen.

In Kleinmünster in den Haßbergen hatte sich über dreißig Jahre lang niemand mehr um die alten Obstbäume gekümmert. Christina Fallenbacher und ihr Mann Christoph haben nach und nach die verwaisten Obstwiesen gekauft. Sie pflegen die Kirschbäume und verzichten auf Spritzmittel. Christina, die viele Jahre ein eigenes Restaurant geführt hat, kocht aus den Früchten Saft, Marmelade oder Chutney und sie legt die Kirschen sogar mit Salz ein. Das Lieblingsgericht der Familie ist der frisch gebackene Kirschenplotz direkt aus dem eigenen Backhäuschen.

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