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<title>DAS BAYERISCHE JAHRTAUSEND</title>
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<description><![CDATA[DAS BAYERISCHE JAHRTAUSEND: Eine Sendung von BR.]]></description>
<language>de-de</language>
<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 12:47:34 +0000</pubDate>
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<title>19. Jahrhundert: Fürth</title>
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<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:25461a096226860f?w=448&ch=91e4b026bb2cc5ca"></img><br/>1866 – keine gute Zeit: Bayern verliert an der Seite Österreichs den Krieg gegen Preußen, die Wirtschaft stagniert. Zwar fährt seit 1835 von Nürnberg nach Fürth die erste deutsche Eisenbahn, die Bayerische Ludwigsbahn, doch von der neuen Lebensader, der staatlichen Nord-Süd-Bahn, sind die Fürther abgeschnitten. Ihre Waren müssen sie mühsam in Nürnberg umladen. Die Ludwigsbahn ist eine Privatbahn, und die Planer der 1840 entwickelten staatlichen Eisenbahn denken in größeren Kategorien: Da ist das Einbinden kleinerer Wirtschaftsräume nicht vorgesehen. Nach 1871 kommt Fürths Wirtschaft richtig in Schwung, 1876 wird die Stadt auch endlich an die Nord-Süd-Bahn angeschlossen. Das ungebremste wirtschaftliche Wachstum wäre jedoch ohne die unzähligen Industriearbeiter, die vom Land in die Stadt ziehen, nicht möglich. Die Industrielle Revolution verändert alles. Mit Streiks kämpfen Arbeiter um elementare Rechte, wie etwa für eine Mittagspause. Ihr Leben ist hart: schwere Arbeit, wenig Lohn, keine soziale Absicherung, 12 bis 14 Stunden Arbeitszeit, kein freier Sonntag, Kinderarbeit. Die Fürther machen Eingaben um Eingaben: Ihre Stadt soll bayerische Garnisonstadt werden. Kurz vor der Jahrhundertwende erfüllt sich ihr Traum. Die wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre erlebt Fürth zwischen 1875 und 1914. Kaum eine andere Stadt in Bayern hat so sehr von der Industrialisierung profitiert wie Fürth.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3371938">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>18. Jahrhundert: Erlangen</title>
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<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:228a96d0b3ef3d95?w=448&ch=ed43c3be847831af"></img><br/>Erlangen, 1701. Ein fremdes Geräusch dringt durch die Straßen: der Klang einer neuen Zeit, das mechanische Rattern eines Strumpfwirker- Stuhls - der älteste in Deutschland und noch heute im Stadtmuseum von Erlangen zu besichtigen. Die Hugenotten, die hier eine neue Heimat fanden, brachten das neuartige mechanische Handwerk aus Frankreich mit und verwandeln Erlangen in den wichtigsten Wirtschaftsstandort der Markgrafschaft Bayreuth. Die alteingesessenen Einwohner befinden sich schlagartig in der Minderheit. Ihnen wird viel abverlangt: Zwangseinquartierung, die Neuankömmlinge haben eine fremde Sprache, andere Sitten und Speisen.

Das führt zu Konflikten. Rasch entsteht eine barocke Planstadt südlich des alten Erlangens auf freiem Feld. Erst in späteren Generationen wachsen dann die Altstadt und die einstmals französische Neustadt zusammen. Vor allem Wilhelmine von Preußen, Gemahlin des Markgrafen Friedrich und Lieblingsschwester König Friedrichs II. gefällt das moderne Erlangen. Gemeinsam mit ihrem Gemahl, Markgraf Friedrich, richtet sie eine Universität ein. Doch die Zeiten haben sich geändert. Krieg und wirtschaftlicher Niedergang bringen viele Handwerker an den Rand des Existenzminimums.

In den Hungerjahren 1770-72 sterben 500 Erlanger. Zudem ist die Arbeit der Strumpfwirker hart und gesundheitsschädlich. Außerhalb Erlangens gehen die Entwicklungen weiter. Die einst so innovative heimische Technik ist veraltet, und mit dem Beharren auf Tradition verhindern die Hugenotten letztendlich Karrieren und verbauen sich die Zukunft als Strumpfwirker.

<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3367612">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>18. Jahrhundert: Erlangen</title>
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<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:228a96d0b3ef3d95?w=448&ch=ed43c3be847831af"></img><br/>Erlangen, 1701. Ein fremdes Geräusch dringt durch die Straßen: der Klang einer neuen Zeit, das mechanische Rattern eines Strumpfwirker- Stuhls - der älteste in Deutschland und noch heute im Stadtmuseum von Erlangen zu besichtigen. Die Hugenotten, die hier eine neue Heimat fanden, brachten das neuartige mechanische Handwerk aus Frankreich mit und verwandeln Erlangen in den wichtigsten Wirtschaftsstandort der Markgrafschaft Bayreuth. Die alteingesessenen Einwohner befinden sich schlagartig in der Minderheit. Ihnen wird viel abverlangt: Zwangseinquartierung, die Neuankömmlinge haben eine fremde Sprache, andere Sitten und Speisen.

Das führt zu Konflikten. Rasch entsteht eine barocke Planstadt südlich des alten Erlangens auf freiem Feld. Erst in späteren Generationen wachsen dann die Altstadt und die einstmals französische Neustadt zusammen. Vor allem Wilhelmine von Preußen, Gemahlin des Markgrafen Friedrich und Lieblingsschwester König Friedrichs II. gefällt das moderne Erlangen. Gemeinsam mit ihrem Gemahl, Markgraf Friedrich, richtet sie eine Universität ein. Doch die Zeiten haben sich geändert. Krieg und wirtschaftlicher Niedergang bringen viele Handwerker an den Rand des Existenzminimums.

In den Hungerjahren 1770-72 sterben 500 Erlanger. Zudem ist die Arbeit der Strumpfwirker hart und gesundheitsschädlich. Außerhalb Erlangens gehen die Entwicklungen weiter. Die einst so innovative heimische Technik ist veraltet, und mit dem Beharren auf Tradition verhindern die Hugenotten letztendlich Karrieren und verbauen sich die Zukunft als Strumpfwirker.

<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3367976">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>17. Jahrhundert: Ingolstadt</title>
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<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:a91ab79af4b9d3cd?w=448&ch=57204c1073d4ff6f"></img><br/>Ingolstadt ist nicht nur seit 1472 Sitz der ersten bayerischen Universität, sondern auch eine Bastion des Glaubens. Von Ingolstadt aus entwickelt sich binnen weniger Jahrzehnte der Wandel Bayerns zum konfessionell geprägten Staat und zu einem der modernsten Territorien Europas. In Ingolstadt wird das neue öffentliche Recht gelehrt. Die hier ausgebildeten Beamten realisieren die Neuordnung des Finanzwesens und die tief greifenden Reformen in der Verwaltung nach dem Willen des Kurfürsten. Ihr Korpsgeist erleichtert es, die Anordnungen rascher umzusetzen – ein gut funktionierender Verwaltungsapparat. Die Jesuiten beleben nicht nur das spirituelle Leben in den Pfarreien neu, unter ihnen sind auch die bedeutendsten Wissenschaftler der Zeit. Adam Tanner (1572-1632) ist Theologe, Naturforscher, Philosoph und Astronom. Theologe und gleichzeitig Naturforscher zu sein, ist für ihn kein Widerspruch, denn die Erforschung der Welt ist ein Weg zu Gott: So erforscht Tanner Pflanzen, Tiere und fossile Funde im Dienste der Wissenschaft. Seit 1618 tobt der Dreißigjährige Krieg in Europa, in dem Ingolstadt als schwer umkämpfte, aber uneinnehmbare bayerische Landesfestung eine bedeutende Rolle zukommt. Nach ihrer Bewährungsprobe im 16. Jahrhundert lässt Maximilian I. angesichts des Einmarsches der Schweden 1632 die Festung ausbauen. Tatsächlich hält die Festung Ingolstadt auch der Belagerung des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf stand und ist in der zweiten Hälfte des Kriegs Zufluchtsort für unzählige Menschen. 1651 wird der sterbende Kurfürst Maximilian nach seinem Wunsch in die Stadt gebracht. Fast scheint es, als wollte er dadurch ein Zeichen setzen, was ihm das Wichtigste ist und wofür Ingolstadt in seinen Augen steht: Glaube und Recht - und die Macht beides zu beschützen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3366026">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>16. Jahrhundert: Augsburg</title>
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<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:ea219d674e3806bb?w=448&ch=82cf0aa34913839f"></img><br/>16. Jahrhundert: Augsburg Augsburg ist zu Beginn des 16. Jahrhunderts eine Stadt der Gegensätze. Eine finanzstarke Bürgerschicht hat sich gebildet. Die Fernhändler leben im Überfluss, investieren ihr Geld in neue Unternehmen oder verleihen es gegen Zins. Etwa 30.000 Einwohner hat Augsburg, darunter 2.000 Weber - die Weberei ist das wichtigste Gewerbe der Stadt. Nicht alle profitieren vom hohen Lebensstandard. Vieles wird teurer, vor allem Nahrungsmittel, der Lohn der Arbeit bleibt jedoch konstant. Der Augustinermönch und Theologieprofessor Martin Luther fordert 1517 eine grundlegende Reform der Kirche. Seine Thesen finden großen Widerhall, der bis nach Augsburg dringt. Nirgendwo sonst in Deutschland werden mehr reformatorische Flugblätter gedruckt als in Augsburg. So erreicht die Reformation auch Menschen, die nicht lesen können, zum Beispiel durch satirische Holzschnitte. Im Zuge der Reformation entlädt sich auch aufgestaute Wut über die gesellschaftlichen Verhältnisse. Immer wieder kommt es zu Aufruhr. Luther und sein Mitstreiter, der Theologe Philipp Melanchton, wollen die Einheit der Christen bewahren. Was als eine Grundlage der Verständigung gedacht war, wird auf dem Augsburger Reichstag von 1530 zur Gründungsurkunde der evangelischen Kirche, die "Confessio Augustana", das Augsburger Bekenntnis. Augsburg entwickelt sich im 16. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Handels- und Wirtschaftszentren der Welt. 1540 wird in Augsburg die älteste Börse Deutschlands gegründet. Und 25 Jahre nach der Spaltung der Kirche, 1555, wird im Augsburger Religionsfrieden das Nebeneinander der beiden christlichen Konfessionen im Reich, der katholischen und lutherischen Lehre, festgeschrieben.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3364043">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>15. Jahrhundert: Nürnberg</title>
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<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:663ac4f8a583539a?w=448&ch=a9a8a6214e0d2447"></img><br/>Während Städte wie Würzburg oder Regensburg hohes Ansehen genießen, gibt es in Nürnberg bislang wenig, worauf man stolz sein könnte. Das ändert sich schlagartig ab 1423, als Kaiser Sigismund die Reichskleinodien, den Kronschatz des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, wegen der Hussitenkriege in seiner Heimatstadt aufbewahren lässt.

Nürnberg wird des "Reiches Schatzkästlein". Einmal im Jahr werden nun in "Heiltumsweisungen", einem der größten Ereignisse im Mittelalter, die Reliquien öffentlich gezeigt. Auf Anordnung des Rates wird daraus ein im ganzen Reich bekanntes Fest, verbunden mit einem 14-tägigen Markt, dessen Einnahmen in die Stadtkasse fließen. "Nürnberger Hand geht durch alle Land", heißt es. Durch die günstige Lage im Herzen Europas wird die Stadt zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt.

Zwölf europäische Fernstraßen treffen hier zusammen. Die ersten Straßenkarten Europas entstehen in Nürnberg. Die Nürnberger organisieren in dieser Zeit ihr ganzes Gemeinwesen neu. Die Ratsherren haben das alleinige Sagen in der Stadt und handeln gemäß ihrem Motto: "So viel Freiheit wie möglich, so wenig Beschränkung wie möglich." Die Jahre zwischen 1470 und 1530 gelten als Nürnbergs Blütezeit.

Die Stadt ist eines der bedeutendsten kulturellen Zentren der Renaissance nördlich der Alpen sowie des Humanismus. Dessen neues Menschenbild prägt auch die städtische Politik und das Stadtrecht. Das Nürnberger Stadtrecht wird im ganzen Reich als Vorbild verbreitet. Die vielen Erlasse dienen vor allem einem Zweck: Bedingungen zu schaffen, die die rasante Entwicklung von Handel und Gewerbe, Wissenschaft und Kunst fördern.

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<title>14. Jahrhundert: Straubing</title>
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<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:b7a2b9c1b3eb6225?w=448&ch=9799125c196af9e2"></img><br/>Es ist eine Zeit des Umbruchs. Die Verwaltung wächst. Alle Liegenschaften und Abgaben hält man in Akten fest, Schulden können nachgeprüft und eingetrieben werden. Die Zunahme des Schriftverkehrs hat einen Grund: Da Albrecht I. seit 1353 auch Herzog der Grafschaft Holland ist und überwiegend in Den Haag residiert, richtet er einen Kurierdienst zwischen Straubing und Den Haag ein. Das Straubinger Land am Fuße des Bayerischen Waldes ist äußerst fruchtbar, vor allem Korn ernährt das Land und wird als Exportgut die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Öffentliche Ereignisse werden im Gasthaus diskutiert, dort werden Geschäfte abgeschlossen, man isst, trinkt oder spielt zusammen, Durchreisende können hier übernachten. "Das große Sterben", wie die Zeitgenossen die Seuchen und Epidemien des 14. Jahrhunderts unterschiedslos nennen, ändert das Lebensgefühl und das gesellschaftliche Leben von Grund auf. Die einen suchen ihr Heil in Beten, Fasten und Selbstkasteiung als Schutz vor dem Zorn Gottes, die anderen versuchen in exaltierter Lebensgier ihrer Angst vor dem Tod zu entkommen. Mit dem Ende der dunklen Zeit ändert sich auch die Mode: Die Stoffe werden edler, die Farben vielfältiger, die Accessoires ausgefallener. Ein optisches Zeichen für zurückgewonnene Lebensfreude und Ausdruck einer neuen Zeit. Nach dem Tod des letzten männlichen Straubinger Wittelsbachers Johann III. wird Bayern wieder einmal aufgeteilt. An der Bedeutung Straubings als Verwaltungs- und Handelszentrum im Nordosten des Herzogtums Baiern ändert das allerdings nichts.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3359850">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>13. Jahrhundert: Regensburg</title>
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<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:d919919a8855bca5?w=448&ch=bf4cdcaf40371d34"></img><br/>Regensburg ist eine der ältesten Städte Deutschlands und war über Jahrhunderte hinweg königliche und herzogliche Residenzstadt im Herzen Bayerns. Im 13. Jahrhundert gibt es keine vergleichbare Stadt in Süddeutschland: Regensburg ist Bischofssitz, seine etwa 15.000 Einwohner sind wohlhabend, die imposante Steinerne Brücke über der Donau gilt im Mittelalter als eines der Weltwunder.

Als durch den Mongolensturm Anfang der 40er-Jahre der für Regensburg so wichtige Osthandel schlagartig zusammenbricht, steht die aufstrebende Kaufmannsfamilie Zant beinahe vor dem Ruin. Doch die Zants erschließen neue Märkte und konzentrieren sich auf den Handel mit ausländischen Gewürzen. Auch Luxusgüter wie Safran und Pfeffer finden Käufer.

Ein neues Zahlungsmittel kommt für die Menschen des 13. Jahrhunderts immer mehr in Mode: Münzen statt Naturalien. Vor allem der Regensburger Pfennig wird zu einer weit verbreiteten Währungseinheit. Mit dem gestiegenen Bedarf an Münzen bekommt auch eine andere Verdienstmöglichkeit Bedeutung: der Geldverleih und damit die Frage, ob man dafür Zinsen nehmen dürfe.

Viele vermögende Bürger bauen eigene Kapellen für ihr Seelenheil und investieren in große Bauwerke wie den Regensburger Dom. Er entsteht im neuesten gotischen Stil, mit großen farbigen Fenstern, die die Wände der Kathedrale auflösen und den Raum in ein überirdisches Licht tauchen. Zusammen mit der Steinernen Brücke bildet der Dom noch heute das Wahrzeichen von Regensburg. Der Aufbruch in eine neue Zeit hat begonnen, kein Herzog und auch kein Bischof mehr hat die städtischen Angelegenheiten zu bestimmen. Die Regensburger regieren sich fortan selbst in einer freien Stadt, mit dem Bürgerstolz einer mittelalterlichen Handelsmetropole.

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<title>12. Jahrhundert: Würzburg</title>
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<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:fc00cc3fa3f8fc5b?w=448&ch=f6a888ebbafd053c"></img><br/>Das Fürstbistum Würzburg erringt im 12. Jahrhundert seine Eigenständigkeit, die es 650 Jahre lang bewahren kann: Der Kern eines Würzburger Selbstbewusstseins, das bis heute nachwirkt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3355729">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>12. Jahrhundert: Würzburg</title>
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<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:fc00cc3fa3f8fc5b?w=448&ch=f6a888ebbafd053c"></img><br/>Das Fürstbistum Würzburg erringt im 12. Jahrhundert seine Eigenständigkeit, die es 650 Jahre lang bewahren kann: Der Kern eines Würzburger Selbstbewusstseins, das bis heute nachwirkt.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3367603">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>11. Jahrhundert: Bamberg</title>
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<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:ddc993674703e0e1?w=448&ch=2da927108eca370a"></img><br/>Endzeitstimmung herrscht im 11. Jahrhundert. König Heinrich II. will in Bamberg eines der ehrgeizigsten Projekte der Zeit verwirklichen: einen Dom in gewaltigen Dimensionen - zum Ruhme Gottes und für das Seelenheil der Menschen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3353899">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>11. Jahrhundert: Bamberg</title>
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<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 22:45:00 +0000</pubDate>
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<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3367602">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>15. Jahrhundert: Nürnberg</title>
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<pubDate>Sun, 20 Aug 2023 20:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:2233c06baec0fa7e?w=448&ch=a9a8a6214e0d2447"></img><br/>Im 15. Jahrhundert erhält Nürnberg die Reichskleinodien, den Kronschatz des Heiligen Römischen Reiches. Zugleich wird die Stadt ein Zentrum des Handwerks, der Wissenschaften und des Humanismus. Das neue Weltbild der Renaissance hält Einzug.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3015124">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>14. Jahrhundert: Straubing</title>
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<pubDate>Sun, 13 Aug 2023 21:00:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:71114a45ace43250?w=448&ch=7d6a3a7ad00f97ba"></img><br/>Das "Bayerische Jahrtausend" erzählt die Geschichte des Landes nicht aus dynastischer Perspektive, sondern stellt Prozesse, Impulse, Zäsuren und Sprünge in den Vordergrund. Diese werden dokumentarisch und szenisch jeweils an einem Ort dargestellt, der exemplarisch für sie und für ein Jahrhundert steht<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3013490">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>13. Jahrhundert: Regensburg</title>
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<pubDate>Sun, 13 Aug 2023 20:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api.ardmediathek.de/image-service/images/urn:ard:image:70dd1609760075aa?w=448&ch=7c531050d660e6c3"></img><br/>Das "Bayerische Jahrtausend" erzählt die Geschichte des Landes nicht aus dynastischer Perspektive, sondern stellt Prozesse, Impulse, Zäsuren und Sprünge in den Vordergrund. Diese werden dokumentarisch und szenisch jeweils an einem Ort dargestellt, der exemplarisch für sie und für ein Jahrhundert steht<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=3013315">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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