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<title>Kirschblüten und rote Bohnen</title>
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<description><![CDATA[Kirschblüten und rote Bohnen: Eine Sendung von Arte.]]></description>
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<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 22:01:00 +0000</pubDate>
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<title>Kirschblüten und rote Bohnen</title>
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<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 02:10:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api-cdn.arte.tv/api/mami/v1/program/de/057907-000-A/940x530?ts=1616220224"></img><br/>Sentaro betreibt lustlos einen kleinen Imbiss für Dorayaki – mit einer süßen Bohnenpaste gefüllte Pfannkuchen –, der mehr schlecht als recht läuft. Doch alles ändert sich, als Tokue sich bei ihm bewirbt. Sentaro will der alten, gebrechlichen Frau mit den verkrüppelten Händen eigentlich absagen, doch als die von ihr zubereitete süße Bohnenpaste – die titelgebende „An" (Originaltitel) – kostet, lässt er sich umstimmen.
Tokue führt Sentaro in die Kunst der „An"-Zubereitung ein, die vor allem aus Sorgfalt, Liebe zu den Produkten und Wertschätzung der Arbeit besteht. Für Sentaro eine neue Welt, denn er betreibt den Kiosk nur, um eine alte Schuld abzutragen: Als Wiedergutmachung für ein von ihm begangenes Verbrechen arbeitet er nun für die Familie, die sein Schmerzensgeld bezahlt hat, um so seine Schulden begleichen zu können.
Durch Tokues köstliche „An"-Paste beginnt der Imbiss zu laufen. Das macht sich auch für die Schülerin Wakana bemerkbar, die am Imbiss herumhängt und sich Reste abholt. Sentaro und Tokue werden für sie, deren alleinerziehende Mutter rastlos auf der Suche nach einer neuen Liebe ist, mehr und mehr zum Familienersatz.
Als ruchbar wird, dass Tokues verkrüppelte Hände von einer auskurierten Lepraerkrankung herrühren, bleiben die Kunden aus und die Imbissbesitzerin zwingt Sentaro, seine Angestellte zu entlassen. Als Sentaro und Wakana Tokue in ihrem Zuhause besuchen, einem Quarantäneheim für die letzten japanischen Leprakranken, finden sie sie voller Dankbarkeit vor. Denn durch die Arbeit sei ihr der Wunsch erfüllt worden, sich für die Gesellschaft nützlich zu machen.
Wie in den Filmen der japanischen Altmeister Ozu und Mizoguchi geht es um den Verlust der traditionellen japanischen Werte (und handwerklichen Fähigkeiten) in einer von entfremdeter Arbeit geprägten Moderne. Die Regisseurin Naomi Kawase hat es geschafft, universelle Themen wie Schuld, den Wert des Einzelnen in der Gesellschaft und den Konflikt zwischen Tradition und Moderne in der Traditionslinie der alten Melodramen, aber gleichwohl mit Humor zu erzählen. Ein emotional tiefer, anrührender und zugleich heiterer Film.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=2591981">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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