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<title>Frauen, die Geschichte machten</title>
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<description><![CDATA[Frauen, die Geschichte machten: Eine Sendung von Arte.]]></description>
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<pubDate>Sun, 31 May 2026 19:21:50 +0000</pubDate>
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<title>Sophie Scholl</title>
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<pubDate>Tue, 24 Jan 2023 23:15:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api-cdn.arte.tv/api/mami/v1/program/de/047859-006-A/940x530?ts=1620274783"></img><br/>Sophie Scholl kam aus einem liebevollen Elternhaus, das den Mädchen die gleichen Rechte einräumte wie den Jungen. Sie wuchs zu einer selbstbewussten jungen Frau heran, die rauchte, gern Auto fuhr und sich mit ihrem Freund als Ehepaar ausgab, um gemeinsam in einem Hotelzimmer übernachten zu können. Freiheiten, die in der NS-Diktatur keinesfalls selbstverständlich waren. Früh entwickelt sie eine politische Meinung – zeitweise im Widerspruch zu Vater und Mutter. Der Weg Sophie Scholls in den Widerstand war nicht geradlinig. Im Gegenteil – so begeisterten sich die Geschwister Scholl wie viele Intellektuelle ihrer Generation anfangs für die Hitlerjugend, für das Wandern und Singen, für Lagerfeuer und Gemeinschaftserlebnisse. Rasch machte sie Karriere in der Hitlerjugend und im Bund Deutscher Mädel, was zu Spannungen im Elternhaus führte. Die allmähliche Abkehr von der NS-Ideologie war eine Folge von Vorfällen, bei denen die Geschwister zunächst durch ihren ausgeprägten Individualismus in Konflikt mit dem System gerieten. Sie mussten enttäuscht feststellen, dass die verordnete Gleichschaltung nicht die geringste Abweichung duldete.
Doch erst im Krieg wurde aus der inneren Distanz zum System der endgültige Bruch. Hans Scholl und seine Freunde leisteten als Medizinstudenten Dienst in der Wehrmacht. Dort erfuhren sie von den entsetzlichen Verbrechen hinter der Front. Diese Erfahrungen, das Wissen um die millionenfache Ermordung von Juden und die sinnlosen Opfer im längst verlorenen Krieg, waren schließlich der Auslöser für die ersten Flugblätter der Widerstandsgruppe Weiße Rose. Anfangs war Sophie Scholl nicht aktiv beteiligt, erst im Winter 1942 gehörte sie dem kleinen Kreis von Studenten an, die in München weitere Flugblätter entwarfen und verteilten. Sie war zuständig für die Materialbeschaffung und wagte als Erste aus dem Freundeskreis die Fahrt in andere Städte, um dort die Texte zu verbreiten.
Als Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 bei der Verteilung von Flugblättern an der Münchner Universität verhaftet wurden, bestand für Sophie Scholl noch eine Chance, der Gestapo zu entrinnen. Der Gestapobeamte Robert Mohr, der die Verhöre leitete, sagte nach dem Krieg aus, er habe Sophie Scholl nahegelegt, sich darauf zu berufen, dass sie unbedarft und schuldlos in die Sache ihres Bruders hineingezogen worden sei. Die junge Frau sei darauf jedoch nicht eingegangen. Stattdessen entschied sich Sophie Scholl dafür, Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen. Im Vernehmungsprotokoll heißt es nüchtern: "Es war unsere Überzeugung, dass der Krieg für Deutschland verloren sei, und dass jedes Menschenleben, das für diesen verlorenen Krieg geopfert wird, umsonst ist." Sophie Scholl hatte der Wahrheit die Ehre gegeben. Dafür musste sie mit ihrem Leben bezahlen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=2712862">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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<title>Katharina II.</title>
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<pubDate>Fri, 18 Sep 2020 02:25:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://api-cdn.arte.tv/api/mami/v1/program/de/047859-004-A/940x530"></img><br/>Mit 14 Jahren geht Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst nach Russland. Die Prinzessin aus dem unbedeutenden deutschen Fürstenhaus wurde ausgewählt, den designierten russischen Thronerben, Großfürst Peter, zu ehelichen. Mit ihrer Heirat konvertiert Sophie vom protestantischen zum russisch-orthodoxen Glauben und erhält den Namen, mit dem sie in die Geschichte eingeht: Katharina. 18 Jahre lebt sie am Zarenhof, gefangen in einer Ehe, die für sie zur Qual wird. Peter und sie sind noch Kinder, als sie zum Paar gemacht werden. Der junge Großfürst ist voller Komplexe und kindlicher Leidenschaften. Katharina langweilt sich in der höfischen Gesellschaft. Sie entdeckt die Welt der Bücher für sich: Romane, antike Historiker und vor allem die Schriften der Aufklärer ziehen sie in ihren Bann. Auch körperliche Anziehung stellt sich beim Großfürstenpaar nicht ein, und so bleibt der dringend erwartete Nachwuchs Jahr um Jahr aus. Erst 1754 wird der Sohn Paul geboren, von dem Katharina später offen zugibt, dass er nicht das leibliche Kind ihres Mannes, sondern Ergebnis einer Affäre mit dem hofbekannten Schürzenjäger Sergej Saltykow ist.
Kaiserin Elisabeth, die amtierende Regentin, stirbt an Weihnachten 1761, und der Großfürst tritt als Peter III. die Nachfolge an. Die Beziehung zwischen ihm und seiner Frau ist zu diesem Zeitpunkt bereits vollkommen zerrüttet. Katharina hat ein weiteres Kind von einem Liebhaber bekommen und erwartet ein drittes von ihrem aktuellen Geliebten Grigori Orlow. Auch Peter hat sich eine Geliebte zugelegt, und die Anzeichen mehren sich, dass er auf eine Scheidung drängen wird. Doch die Großfürstin denkt nicht daran, ihren Platz kampflos zu räumen. Gemeinsam mit Orlow und seinen Brüdern bereitet sie einen Putsch vor. Am 9. Juli 1762 lässt sich Katharina in Petersburg zur Kaiserin ausrufen. Peter ergibt sich nahezu widerstandslos. Wenige Tage später ist er tot. Bei einem angeblichen Streit, an dem auch Grigoris Bruder Alexej Orlow beteiligt ist, sei er unglücklich zu Tode gekommen, heißt es. Zwar konnte nie nachgewiesen werden, dass Katharina einen Mord an ihrem Mann in Auftrag gegeben hat, doch geht die Forschung davon aus, dass sie zumindest duldende Mitwisserin war.
Katharina wird im Moskauer Kreml zur Zarin gekrönt und regiert das Land 34 Jahre lang. Ihr gelingt es, dem gigantischen russischen Reich eine Verwaltung zu geben, sie reformiert das Bildungswesen und behauptet Russlands Platz im Konzert der europäischen Großmächte. Ihre Kriege vergrößern das russische Territorium erheblich. Für die Aufklärer ihrer Zeit ist sie "das Licht des Nordens", doch über die Jahrzehnte ihrer Regierung gelingt es ihr nicht, ihren aufklärerischen Schriften ausreichend Taten folgen zu lassen. Ihrer erfolgreichen Regierungsleistung verdankt sie den Beinamen "die Große", den sie als einzige Herrscherin der Geschichte trägt.
In Erinnerung bleibt sie der Nachwelt auch durch ihr abwechslungsreiches Liebesleben, aus dem sie zeitlebens kein Geheimnis macht. 21 Liebhaber stellt sie offiziell bei Hofe als ihre "Favoriten" vor. Die enormen sexuellen Ausschweifungen, die ihr in den folgenden Jahrhunderten angedichtet wurden, hat es aller Wahrscheinlichkeit aber wohl nie gegeben. Gestorben ist sie im Alter von 67 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=2624654">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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