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<title>Elegie auf einen Leuchtturm</title>
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<description><![CDATA[Elegie auf einen Leuchtturm: Eine Sendung von Arte.]]></description>
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<pubDate>Sun, 31 May 2026 12:03:01 +0000</pubDate>
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<title>Elegie auf einen Leuchtturm</title>
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<pubDate>Fri, 08 Mar 2019 23:50:00 +0000</pubDate>
<description><![CDATA[<img src="https://static-cdn.arte.tv/resize/ZpgAr-Ec5fCqx0E8ty06v7iepRQ=/940x530/smart/filters:strip_icc()/apios/Img_data/cache-buster-1448987936/9/050505-000_elegieleuchtturm_01.jpg"></img><br/>Der plötzliche Verlust eines Menschen konfrontiert uns mit dem Rätsel um die kosmische Unendlichkeit der Existenz. Wie soll man damit umgehen? Sich in den Schmerz einigeln? Oder aufbrechen bis ans Ende der Welt, um dort das Schwindelgefühl am Rande des Abgrunds zu erfahren? Sich von der Trauer überwältigen lassen? Sich mit Leib und Seele ins Unbekannte stürzen?
Eine Begegnung, ein aufgeschnappter Satz oder ein zufällig wahrgenommenes Bild verändern zuweilen unverhofft den vorgezeichnet scheinenden Kurs des Lebens. In einer Zeitschrift entdeckt die Schweizer Filmemacherin Dominique de Rivaz, die um ihren kürzlich verstorbenen Vater trauert, die Fotografie eines vor der Schließung stehenden Leuchtturms im hohen russischen Norden. Er wird für sie zum Symbol der Trauer um den Vater, denn die Tochter fühlt sich ohne die Bezugsperson ihrer Kindheit so orientierungslos wie ein dem Sturm ausgeliefertes Boot.
Am Polarkreis will die Regisseurin ihre Trauerarbeit verrichten. Sie hofft, dort anzukommen, bevor der Leuchtturm für immer abgeschaltet wird und sein Wärter sich ebenso alleine fühlt wie sie selbst. Der Zufall hat ihre Schritte nach Schoina ans Weiße Meer geführt. Eine den Wanderdünen überlassene Geisterstadt, in der ein Dutzend „Sandmänner“ verzweifelt die Stellung hält.
Der Leuchtturm ist die Metapher für die aus Kindersicht durch nichts zu erschütternde Figur des beschützenden Vaters. Jetzt steht er alleine und verlassen, von Navigationstechnik abgelöst. Er wird zum Hüter der Vergangenheit, zum ewigen Schrein der Erinnerungen, die einsame Durchreisende an seinem Fuß hinterlegten. Aber auch die äußerste Verzweiflung hat Bruchstellen, und mit unerwarteter Kraft drängt das Leben durch die kleinsten Zwischenräume.
Der Zufall, der sie zum Trauern in die Polarwüste führte, ermöglicht ihr letztlich belebende Empfindungen: der bittere Überlebenskampf der Fauna in diesem feindlichen Klima, das Gelächter sorgloser Kinder und die unbezwingbare Hoffnung der hier Gestrandeten – Lichtblicke in einem Meer der Trostlosigkeit. Die Eindrücke, die sie dazu brachten, sich wieder dem Leben zuzuwenden, möchte Dominique de Rivaz in Form dieses Films mit der Welt teilen.<br/><font size="-1"><a href="https://www.vavideo.de/inhalt?id=2440311">&rarr; Weitere Informationen</a></font>
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